Neuraltherapie

nach den Gebrüdern Huneke





Dr.med. Ferdinand Huneke
(23. 9. 1891 - 2. 6. 1966)




Dr.med.Walter Huneke
(9. 5. 1897 - 4. 3. 1974)


Synonyme:
Therapeutische Lokalanästhesie (TLA) nach Dieter Gross (1914-1985, dtsch. Internist, Neuropsychiater) -
Heilanästhesie - Segmenttherapie - Infiltrationstherapie - Pharmapunktur - Europäische Akupunktur -
Regulationstherapie mit Lokalanästhetikum usw.


Siehe ZITATE: Ferdinand Huneke: Das Wesen der Heilung >>>


Die
Neuraltherapie (NT) ist eine auf dem Boden
der naturwissenschaftlichen Schulmedizin gewachsene,
ganzheitlich orientierte Form von Regulationstherapie [1],
und als solche allein oder in Kombination
mit herkömmlichen Therapieformen anwendbar.

NT ist eine an den Bedürfnissen des Praxisalltags orientierte
Methode. Sie kann in jedem klinischen Fachbereich
kurativ und/oder adjuvant angewendet werden.

NT ist ein holistisches Diagnose- und Therapieverfahren.

NT ist eine Form von Regulationstherapie [1].

NT ist die Methode der 1.Wahl zum Erkennen
und Ausschalten von Störfeldern.

NT ist eine Injektionstherapie mit Lokalanästhetika.

Therapeutische Lokalanästhesie -TLA pdf >>>
ÖNR 2009: Neuraltherapie Arbeitsbuch S.123

[1]
Regulationsmedizin: Die Integration der Komplementärmedizin ist es, nicht zu "reparieren",
sondern die körpereigenen Regulationsmechanismen anzuregen und wiederherzustellen.
Komplementärmedizin im Sinne einer Regulationsmedizin bekämpft nicht Symptome,
sondern regt die körpereigenen "Regulationsmechanismen" an, und wirkt daher dann,
wenn der Körper noch regulationsfähig ist. Das Wort "Mechanismus" ist hier eigentlich
fehl am Platz, weil es nicht um einen mechanischen (aus dem materialistischen Menschen-
bild kommenden) Vorgang geht, sondern um einen sinnvollen Umgang mit Komplexität
und Autoregulation [Selbstregulation; Salutogenese - "Gesundheitsentstehung"]."

Aus: GANZHEITSMEDIZIN - Zeitschrift für Neuraltherapie und Regulationsforschung.
Heft 3, Jhg 26, 2013. Dr. Robert Harsieber: "Begriffe der Komplementärmedizin"
S.12f.
Leistungen: Komplementärmedizin >>>

www.neuraltherapie.at
www.neuraltherapie-blog.de


Dabei führt die gezielte Injektion eines örtlich verabreichten Betäubungsmittels
[Lokalanästhetikum, z.B: Procain - Novanaest; Lidocain - Xyloneural]
ins weiche Bindegewebe
[Interstitium, Interzellularraum, Mesenchym, Extrazelluläre Matrix (ECM) n. Hartmut Heine (1941-2016),
Zelle-Milieu-System / Grundsystem nach Prof. Dr. Alfred Pischinger (1899-1983)]

zur Normalisierung entgleister „biokybernetisch vernetzter“ Regelvorgänge
und folgend zum Schwinden von schmerzhaften Symptomen
und zu einer Wiederherstellung der körpereigenen Funktion.

Das Augenmerk der Neuraltherapie richtet sich nicht nur
auf die Behandlung bestimmter Beschwerden
(Symptome),
sondern zielt vor allem auf den Nachweis und die Beseitigung
vorhandener chronischer Belastungsfaktoren ab.


(Störfelder, Irritationszone, Stoerfields, disturbance fields, Herde, Stressoren,
chronisch minimale Dauerbelastungen, Silent Inflammation usw.)

Um derartige Störfelder zu behandeln, werden in erster Linie Lokalanästhetika
nach verschiedenen Techniken eingesetzt, aber auch zusätzliche
(physikalische, chemische, biologische, operative usw.) Maßnahmen getroffen.

Die gezielte Injektion kleiner Mengen eines Lokalanästhetikums (Betäubungsmittels)
erfolgt nicht nur zur kurzzeitigen Beseitigung von bestehenden Beschwerden, sondern schafft
durch die vorübergehende Inaktivierung (Ausschaltung) der auslösenden Faktoren die Voraussetzung
zur Normalisierung oder Verbesserung der Funktion und der körpereigenen Regulation.

Eine umfassende Anamnese-Erhebung

(Siehe Informations- u. Anamnese-Erhebungsmappe pdf Teil 1 >>> +
Teil 2 >>>
und eine etwas zeitaufwendigere „Ganzkörper- Untersuchung
(Inspektion + Palpation, Anwendung der 5-Sinne-Diagnostik, Erst-Ergebnis einer Arbeitshypothese) -
und die Kenntnis ergänzender technischer Hilfsmittel -

sind eine unerlässliche Grundvoraussetzung,
um dem Patienten ganzheitlich gerecht und den von ihm
erwarteten therapeutischen Nutzen "erwirken" zu können.

"Viele Beschwerden werden heute vorschnell der Psyche zugeordnet,
wenn Routineuntersuchungen kein Ergebnis brachten,
ohne dass wichtige Ursachenbezüge wirklich abgeklärt wurden.
Ursachen, die in der Ganzheitsmedizin bekannt sind,
werden oft nicht genügend ernst genommen."


Prof. Dr. Friedhelm Lamprecht: "Die ökonomischen Folgen von Fehlbehandlungen
psychosomatischer und somatopsychischer Erkrankungen"
PpmP Psychotherapie. Psychosomatik. Med. Psychologie. 46 (1996) pp 283-291


"Einzelbefunde, die im Rahmen des Untersuchungsganges erhoben werden,
dürfen nicht mit Diagnosen verwechselt werden."

Siehe LEISTUNGEN:
Angewandte Allgemeinmedizin & Geriatrie >>>
Univ.-Prof. OMR Dr. Robert Nikolaus Braun betreffend Beratungsergebnisse (BE)


Für die Ganzheitsmedizin ist der Mechanismus der Körperregulation
ein wichtiger Ausgangspunkt.

Ist der Mensch gesund, reagiert sein Körper automatisch richtig.

Bei Störungen kommt es zu einer überschießenden, trägen oder eingeschränkten Reaktion.

"Die SELBSTREGULATION ist das elementare Grundprinzip der Natur und jeglichen Lebens. Deshalb ist eine optimale Selbstregulation
auch für die Gesundheit des Menschen der wesentliche Grundpfeiler. Der berühmte Arzt, Wissenschaftler und Sozialmediziner
Rudolf Virchow (1821-1902; Professor für Pathologie u. Pathologische Anatomie) hat auf diese heute mehr denn je aktuelle Tatsache
in einem Vortrag der Deutschen Naturforscher und Ärzte im Dezember 1869 in Innsbruck nachdrücklich wie folgt hingewiesen.


"Diese bekannte wunderbare [Anpassungs-] Akkomodationsfähigkeit der Körper, sie gibt zugleich den Maßstab an, wo die Grenze
der Krankheit ist. Die Krankheit beginnt in dem Augenblick, wo die regulatorische Einrichtung des Körpers nicht ausreicht,
die Störung zu beseitigen. Nicht das Leben unter abnormalen Bedingungen als solches erzeugt Krankheit, sondern die
Krankheit beginnt mit der
["Schwäche", "Fehlfunktion"] Insuffizienz des regulatotischen Apparats. Wenn dieser Apparat nicht
mehr ausreicht, um in Kürze die natürlichen Lebensverhältnisse wieder herzustellen, dann ist der Mensch krank.
Daher kann unter den selben Verhältnissen der eine mit starkem regulatorischen Apparat ganz gut durchkommen,
vielleicht mit einigen unangenehmen Sensationen; der andere wird vielleicht längere Zeit sich unbehaglich fühlen, es dauert
Stunden, tagelang, ehe er sich an die neuen Verhältnisse gewöhnt, wie man sagt: der dritte erkrankt sehr bald, der vierte
schleppt sich einige Tage, vielleicht wochenlang hin, ehe die Krankheit wirklich zum Ausbruch kommt."
Rudolf Virchow gab mit diesem Postulat auch eine Erklärung dafür, dass z. B. bei Grippeepidemien manche Menschen
nicht erkranken, andere leicht, wieder andere schwer und manche sogar daran sterben. Folglich ist es erforderlich in
erster Linie die SELBSTREGULATION zu stärken. Eine starke SELBSTREGULATION ist ein wichtiger Faktor für eine
kernige Gesundheit, mit der man allen Einflüssen widerstehen kann ..."

Aus: Karl Hecht (Prof. em. für experimentelle und klinische pathologische Physiologie der Charite, Humboldt Universität Berlin ; b, 1924),
Elena Hecht-Savoley (b.1934, russische Diplomphilosophin, -pädagogin): „Klinoptilolith-Zeolith - Siliziummineralien und Gesundheit“
Prolog Seite 15f. Spurbuchverlag 4. Auflage 2013 (2008)


Das komplexe Regulationssystem des menschlichen Körpers hat die Aufgabe, sich fortwährend -
in möglichst kurzer Zeit - und mit geringstem Energieverlust (ökonomisch)
äußeren und inneren Einflüssen anzupassen.

Charakteristik des Phänomens „Leben“

Ist die Verschaltung (Vernetzung) aller Organe, Muskeln und Nerven, des Bindegewebes und der Haut
mit den nervalen Steuerzentren gestört, und der Körper dadurch nicht mehr in der Lage die Funktionen
untereinander optimal aufeinander abzustimmen, dann können Beschwerden – wie z.B.: Schmerzen,
Verspannungen der Muskulatur, Kältegefühl durch Gefäßverengung, Müdigkeit, usw. - auftreten,
die mitunter weit von der unmittelbaren Störungsquelle entfernt liegen.

"Ein komplexes System kann ohne optimale Informationsweiterleitung nicht optimal funktionieren.
Korrekte Informationsweiterleitung, das heißt gute Kommunikation, ist ein sehr wichtiger Schlüssel
zu seelischer und körperlicher Gesundheit und führt in Betrieben - wie auch in Beziehungen -
zu dauerhaftem Erfolg"

Sonja Reitz: „Heilung in Sekunden durch Narbenentstörung. Warum Narben krank machen“
Seite 37, NGW Hamburg 2008


Meist führt nicht eine einzige Ursache (Monokausalität) zur Entstehung einer Krankheit,
sondern mehrere Faktoren zusammen (Multi-/Plurikausalität, Synergismus).

Angeborene (vererbte) Faktoren und Vorerkrankungen spielen ebenso eine Rolle
wie familiäre, ernährungsbedingte oder umweltbedingte Einflüsse.

Der eigentliche Krankheitsauslöser ist dabei ein Ereignis, das schon vorbelasteten Boden antrifft,
und sozusagen „die Lawine erst ins Rollen bringt“, von der unbemerkten Regulationsstörung
(Fehlregulation, Dysregulation) bis zur schmerzhaft wahrnehmbaren Funktionsstörung.

Störquellen, wie z.B.: Narben nach Verletzungen, Entzündungen und Operationen usw.,
nennt man HERD bzw. STÖRFELD.

Man spricht daher in diesem Zusammenhang auch von HERD- oder STÖRFELDTHERAPIE.


Das typische Störfeld macht vordergründig
kaum Beschwerden und wird deswegen auch
kaum beachtet und oft übersehen.


Da die Störimpulse unterschwellig bis grenzschwellig sind, sog. chronisch minimale Dauerbelastungen
(Disstreß n. Hans Selye, geb.26. Januar 1907 in Wien, † 16. Oktober 1982 in Montreal, Québec)
darstellen, kommt es zuerst zu nicht direkt wahrnehmbaren Regulationsstörungen,
die sich allmählich als Funktionsstörungen bemerkbar machen.

Durch eine solche permanente Reizquelle (Stressor) wird das Regel- bzw. das Abwehrsystem des Körpers
derart labil gemacht, dass eine geringe Zusatzbelastung als Auslöser für eine überschießende Symptomatik
ausreicht, zum Beispiel ein "Hexenschuss" (Lumbago, Ischias) oder ein "Schiefhals" (Torticollis)
nach Zugluft-, Nässe- oder Kälte - Einfluss.

Bei Nichtauffinden und anschließender Nichtbeseitigung des Störfeldes (Stressors) läuft der Organismus Gefahr,
dass es zu einer bleibender (irreversiblen) organischen und strukturellen Schädigung kommt.

Chronifizierung des Leidens


Ein Störfeld bedeutet für den Körper
immer einen Mehraufwand an Energie
und einen Verlust von Ökonomie.


Nicht nur organische Störfelder, wie verborgene Entzündungen oder durchgemachte Erkrankungen,
sondern auch
emotionelle Störfelder können, abhängig von der Einwirkungsdauer, als Antwort auf eine
zusätzliche innere oder äußere Belastung überschießende Reaktionen und Beschwerden nach sich ziehen.

Durch vorübergehende Inaktivierung oder wünschenswerterweise durch endgültige Beseitigung von Störfeldern,
die meistens weit weg vom aktuellen Schmerz- und Beschwerdegeschehen liegen,
kommt es zu einer vorübergehenden oder bleibenden Normalisierung der Ganzkörper-Regulation
mit Neueinstellung des verlorenen Gleichgewichts.


FASS-MODELL
der körpereigenen Regulationsfähigkeit
und Entstehung der „individuellen“ Erkrankung
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ob, wann und wo es zum Ausbruch einer Erkrankung/Störung kommt,
ist individuell höchst verschieden und hängt ab von:

1.) der KONSTITUTION (angeborene Eigenschaften)

2.) der EXPOSITION (mengenmäßige Belastung)

3.) der LOKALISATION
(Angriffspunkt im / am Organismus)

4.) der SUMMATION (Zusatz-Belastungen, Wechselwirkungen, Potenzierungen)

Die Steuerung unseres Organismus erfolgt u. a. durch ein System untereinander vernetzter Regelkreise.
Die Entwicklung der Krankheitssymptome hängt davon ab, welche Regelkreise zuerst zusammenbrechen.

Es kommt zum Ausbruch der Krankheit erst, „wenn das individuelle Fass voll ist und überläuft“.

Das Ziel einer komplex umfassenden Therapie muss daher die
Leerung des Fasses
(Beseitigung verschiedenster Belastungen) zur Wiederherstellung bzw. Verbesserung der individuellen
Kompensationsfähigkeit sein.


Neuraltherapie ist eine aktive Behandlung
über das neurovegetative System des Menschen,
durch die gezielte Injektion eines Betäubungsmittels
[Xyloneural, Novanaest] -
für diagnostische und therapeutische Zwecke -
an bestimmte Stellen des Körpers,

(Segment – Haut, Knochen usw.; Locus dolendi - Muskulatur, Knochenhaut, Gelenkskapsel usw.;
Maximal-/Trigger Punkte - Muskulatur; Nervenstämme u. –ganglien; intravenös; Störfeldtherapie;
TKI - Testparameterkontrollierte Injektion verdächtiger Stellen)

welche über ihre komplex nervale Verschaltung mit dem Gesamtorganismus
eine Rückkehr zur Normregulation einleitet und damit
die körpereigene Abwehr mit ihren Selbstheilungsmechanismen,
nach ökonomischen Grundätzen, neu ermöglicht.

Die Testparameterkontrollierte Injektion (TKI) soll ab sofort (seit 2015)
sämtliche Begriffe wie "Testinjektion" oder "Probetherapie" ersetzen.
Zuerst muss ein geeigneter Testparameter beim Patienten "gefunden"
werden. Gut geeignete Parameter für die TKI sog. "verdächtiger Stellen":
a) Funktionell eingeschränkte Gelenksbeweglichkeit
(ROM/NNM =Range of Motion/Neutral-Null-Methode)
z.B. Abschnitte der Wirbelsäule, periphere Gelenke, ISG

b) Funktionelle Beinlängendifferenz (Derbolowsky-Zeichen)
c) Triggeraktive Muskeln, hypertone Muskelabschnitte
d) Gestörte Globalfunktion
z.B. Störung der Atmung durch gestörte Thoraxmobilität
(z.B. Rippenblockade)

Am Ende der neuraltherapeutischen TKI wird der Testparameter
nachkontrolliert. Hat er sich verändert oder verändert er sein Verhalten
noch innerhalb von 24h und ist dieses "TKI-Störfeld-Phänomen" wieder-
holbar, dann beweist das den Zusammenhang zwischen der getesteten
Lokalisation (Parameter) und dem Symptom/Syndrom. Z.B., dass ein
"Mandelstörfeld" (Tonsilla palatina) eine "Abduktionsstörung" (Impinge-
ment) des Schultergleneks verursacht oder unterhält -
Nachweis der Störfeld-Symptom-/Syndrombeziehung
.


1925
entdeckten die Arzt Brüder
Ferdinand und Walter Huneke die Heilwirkung der Lokalanästhetika neu.

Von den Arbeiten Carl Ludwig Schleich's (1906) [1859-1922, Arzt u. Schriftsteller, Berlin, 1892 Erfinder der Infiltrationsanästhesie],
Gustav Spiess (1906) [1862-1948, FA f. HNO, Frankfurt a. M.], Hans Päßler's (1913) [1868-1938, Internist, Dresden,
Begründer der Lehre von der Herdinfektion], und Rene Leriche's (1920) [1870-1955, frz. Chirurg, Grenzstrang-Chirurgie,
"Heilung in Sekunden" 1931] hatten sie keine Kenntnisse.


Deren erste Beobachtungen waren nicht beachtet worden und in Vergessenheit geraten.

Der Zufall war Anstoß für die Wiederentdeckung!

Ferdinand spritzte (1925) seiner an Migräne leidenden Schwester ein procainhaltiges Rheumamittel
(Atophanyl®) intravenös. Der Procainzusatz war zur schmerzlosen intramuskulären Injektion gedacht.

Während der intravenösen Injektion verschwand die bisher jahrelang therapieresistente Migräne so überzeugend,
dass sich Ferdinand und Walter Huneke im Klaren darüber waren, hier möglicherweise einer neuen Therapie
auf die Spur gekommen zu sein.

Nach mehreren Selbstversuchen wurde die neue Behandlungsmethode
auch bei weiteren Kopfschmerzpatienten eingesetzt.

Auf Grund schlechter Venenverhältnisse spritzte Ferdinand Huneke Procain ungewollt paravenös
("um die Vene herum") und erzielte dabei den gleichen Effekt wie bei der intravenösen
("in die Vene") Injektion.

Die Schnelligkeit der dabei eintretenden Heilreaktion ließ die Brüder Huneke schon damals
an "elektrophysiologische Vorgänge" über das die Gefäße begleitende vegetative Nervensystem denken.

Sie kamen selbst darauf, dass dem Ort der Injektion eine besondere Bedeutung zukommen müsse,
und dass dabei zweifellos bis dahin unbekannte reflexartige Reaktionen über sogenannte Hautzonen
sog. Dermatome (das von einem Rückenmarksnerven - Spinalnerven innervierte segmentale Hautgebiet)
als "Reflexzonen" ablaufen müssen.

Sir Henry Head, 1861-1940, britischer Neurologe, "Headsche Zonen: Bei Erkrankungen innerer Organe kann sich eine
viszero-sensible Empfindung in ein bestimmtes Hautareal fortleiten"; Sir James Mackenzie, 1853–1925, schottischer Kardiologe,
"die reflektorischen Zusammenhänge zwischen innerem Organ und Peripherie". Sir Charles Scott Sherrington, 1857-1952,
brit. Neurophysiologe, 1897 Synapse; 1932 Nobelpreis) entdeckt, dass die "Dermatomgrenzen unscharf" sind und ihr Grenzbereich
überlappend von 2-3 Segmentnerven innerviert wird. In den 1950er Jahren stellten der Zahnarzt Ernesto Adler (1906-1996)
und der Augenarzt Hans Langer fest, dass sich jeder Herd im Kopfbereich entsprechend den Head-Zonen (segmentaler
Funktionskreis) primär auf die Muskulatur der Halswirbelsäule auswirkt - die sog. Adler-Langer-Druckpunkte der HWS.
Prof. Dr. Karl Hansen
(1893-1962, Internist, Allergologe, Neurologe) u. Prof. Dr. Hans Schliack (1919-2008 Neurologe)
veröffentlichen das Buch: "Die Segmentale Innervation. Ihre Bedeutung für Klinik und Praxis" zugleich 2. Auflage von
"Reflektorische und algetische Krankheitszeichen der inneren Organe" THIEME 1962.

Segmentregulatorischer Komplex Pankreas - Enterotom - Myotom - Dermatom - Neurotom
Die segmentale Innervation der Haut - Dermatome n. Hansen und Schliack
pdf>>>
Lähr-Söldersche Linien als Projektion des spinalen Trigeminuskernes im Gesicht
siehe: Zustimmungspunkte
Akupunktur >>>

1928 berichteten die Brüder Huneke erstmals über ihre Erfahrungen in einer gemeinsamen Arbeit
unter dem Titel
Unbekannte Fernwirkung der Lokalanästhesie Med. Welt 27, 1013-1014 (1928).

1940 bemerkte Ferdinand Huneke durch Zufall sein erstes Sekundenphänomen (Huneke Phänomen).

Er behandelte eine Patientin mit einer sehr schmerzhaften, und bisher (seit ca. 1/2 Jahr) erfolglos behandelten,
Kapselarthritis des linken Schultergelenkes. Spritzen, Pillen, Massagen, Wärme, Bestrahlung - nichts nutzte.

Auch an einen Fokus (Störfeld) hatte man gedacht und verdächtige Mandeln und Zähne entfernt,
ebenfalls ohne Erfolg. Vor ca. 30 Jahren wurde dieselbe Patientin am rechten Unterschenkel wegen einer
Osteomyelitis (Knocheneiterung) operiert. Nach der Operation war sie viele Jahre beschwerdefrei.
Wegen dem neuerlichen regelmäßigen Aufflackern der Knocheneiterung im Operationsbereich
(letzten 5 Jahre) und der therapeutischen Erfolglosigkeit dachte man auch schon an eine Unterschenkel
Amputation. Die Patientin hat dieses Vorhaben abgelehnt und sich um Hilfe an Dr. F. Huneke gewandt.

Ferdinand Huneke spritzte Impletol intravenös, ans linke Schultergelenk und ans Ganglion stellatum,
ohne dass die geringsten Änderungen der Schmerzen beobachtet wurde. Die Patientin lehnte daher
eine Weiterbehandlung als "sinnlos" ab.

Nach 2 Wochen erschien die Patientin doch noch einmal,
zeigte F. Huneke ihr rechtes leicht entzündetes Schienbein,
und fragte ihn: " Können sie wenigstens das in Ordnung bringen?"

F. Huneke behandelt die alte Unterschenkel Operationsnarbe mit 5 - 6 Quaddeln,
und als die Patientin aufstand, war das Schultergelenk der anderen Seite
vollkommen schmerzfrei und beweglich.



Ein Sekundenphänomen liegt vor, wenn ein so genanntes Störfeld ausgeschaltet wird und dadurch Beschwerden verschwinden. Die gezielte Injektion an das Störfeld schaltet den Störsender aus, der das Krankheitsbild unterhält. Diese Ausschaltung erfolgt auf bioelektrischem Wege, daher auch in derselben Sekunde, was aber nicht unbedingt wörtlich genommen werden muss. Die Beschwerden müssen vollständig verschwinden und die Neuraltherapie mindestens für 20 Stunden, bei den Zähnen mindestens 8 Stunden vorhalten. Der Erfolg muss reproduzierbar sein, wobei sich die beschwerdefreien Intervalle jeweils vergrößern und schließlich zur Ausheilung des Krankheitsbildes führen, soweit das anatomisch (morphologisch) noch möglich ist.
Als Medikament wird ein Lokalanästhetikum verwendet.


Procain (NovanaestR) seit 1905, entwickelt von Alfred Einhorn
(1856-1917 gefallen), dtsch. Chemiker;
Lidocain, 1943 von den beiden schwedischen Chemikern Nils Löfgren (1913-1967)
u. Bengt Lundqvist (1923-2001) synthetisiert und 1944 für die klinische Verwendung
zugelassen. (1948: Xylocain Astra; 1976: Gebro Fieberbrunn Xyloneural, mit-
entwickelt von Prof. med. dent. Franz Hopfer (1917-1996)
Wien

Lokalanästhetika (LA) in NT pdf >>>


Die
Segmenttherapie
(Prof. Dr. Max Kibler (1900-1973), Internist, KH-Heilbronn, 1968 Albert Schweitzer Medaille)
beruht auf der Erkenntnis, dass alle Teile eines Segmentes
auf bestimmte Vorgänge im Segment reflektorisch als Einheit antworten.

(Haut und Bindegewebe - Dermatom, Knochen u. Periost - Osteotom, Muskulatur - Myotom,
Organ, Pleura, Peritoneum -
Viscerotom, Gefäße - Vasotom, Wireblsäule u. Rückenmark - Sklerotom,
Nerven, sympathischer Grenzstrang –
Neurotom
, Gehirn – zentrale Schaltstelle).

Dabei gehen die Reizimpulse von der Peripherie (Haut, Muskel usw.) über das Rückenmark
zum segmentzugehörigen Organ kuti-viszeral (
Haut-Eingeweide Reflex),
umgekehrt vicero-kutan (
Eingeweide-Haut Reflex) und vom Organ über das Rückenmark
zu anderen Organen vicero-visceral (
Eingeweide-Eingeweide Reflex).

Prof. Dr. Manfred Eder (geb. 1927, Graz) und Prof. Dr. Otto Bergsmann (1922-2004, Pulmologe,
Pionier der Neuraltherapie in Österreich, Mitglied des Wiener Kreises)
sprechen vom
Segmentregulatorischen Komplex“.

Segmentregulatorischer Komplex Herz - Enterotom - Myotom - Dermatom - Neurotom (Th5)
(= Zustimmungspunkt B15)

Merke: Die Dermatome liegen "tiefer" als die Myotome.




Aus: Dr.med. Ingrid Wancura-Kampik: „Segment-Anatomie. Der Schlüssel zu Akupunktur, Neuraltherapie und Manualtherapie“
Unter Mitarbeit von Prof.Dr.med. Jochen Fanghänel, UNI Greifswald. Seite 6. URBAN & FISCHER 2009
www.medienservice-medizin.de


Das gesamte neurovegetative System mit seinen humoralen, zellulären, nervalen
und hormonalen Regelkreisen ist in biokybernetischer Wechselwirkung
an den Ganzkörper-Reaktionen beteiligt.

Jede Störung in einem Teilgebiet des Segments
hat eine Reaktion in der ganzen Funktionseinheit zur Folge.

Es erkrankt nie ein Organ, sondern immer der ganze Mensch.


NEURALTHERAPIE,
AUCH WENN SIE ERFOLGREICH IST,
BEFREIT NICHT VON DER ÄRZTLICHEN PFLICHT
DER DIAGNOSTISCHEN ABKLÄRUNG


Der Name "Neuraltherapie" wurde 1940 von Dr. med. Kurt Rüdiger von Roques

(1890-1966, Arzt u. Schriftsteller, Berlin) geprägt.
(Seine Arbeit: "Die Stellung der Heilanästhesie in der Pathologie und Therapie, Münchner med. Wschr. 1940, 2)


Anwendungsgebiete der Neuraltherapie - Indikationen

Bei rein funktionellen Störungen kann die Neuraltherapie primär ohne weitere Zusatztherapien
verwendet werden, während
bei Vorliegen von organisch fassbaren Schäden (Pathomorphologien)
die Neuraltherapie als Adjuvans (Ergänzung) und zur Verbesserung der Wirkung der klassischen
Therapiemethoden verwendet werden kann
.

• Schmerzzustände als Folge von Entzündungsprozessen

Beispiele: Erkrankungen im Nasen-, Rachen-, Zahn Bereich, der Lunge, der Bauchorgane, der Harnwege,
beginnende Abszesse, Insektenstiche, nach Operationen, Zahnextraktionen, zur Wundheilungsunterstützung,
Venenentzündungen usw.

Betäubungsmittel/Lokalanästhetika (Procain, Lidocain) können auf Grund ihrer Wirkung
Entzündungen rasch abbauen und sogar verhindern.

• Verspannungen (Tonusänderungen, Myogelosen) der Muskulatur

Beispiele: Regelschmerzen (Dysmenorrhoe), Brustschmerzen (Mastodynie), Muskelschmerzen bei Hexenschuss (Lumbago),
unterstützend bei sog. Wirbelsäulen Beschwerden und sog. Ischias (Pseudoradikulärbeschwerden), Schluckauf (Singultus),
Schmerzen bei Magen-Darmerkrankungen, Gallen-, Nieren-, Harnleiter- Koliken usw.

• Störungen des inneren Milieus

Beispiele: akuter oder chronischer Durchfall (Diarrhoe), Magen-Darm-Entzündungen (Kolitis, Gastritis), Migräne und andere Kopfschmerzformen,
vegetative Entgleisung (Dysregulation), drohender Abortus, Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum), Reizblase,
unterstützend bei funktionellem Reizdarmsyndrom und anderen sog. funktionellen Beschwerden.

• Störfeldbedingte Erkrankungen (fern-reichweitige Beschwerden durch Störfelder)

Beispiele: chr. Nacken-, Schulter-, Armbeschwerden - Cervical-, Cervicobrachialsyndrom, Tennisellbogen,
Golferellbogen; Muskuläre Verspannungen (Myogelosen, Fibromyalgie) durch Störfelder. Z. B: wurzelbehandelte Zähne,
Zahnmetalle, impaktiert retinierte (eingekeilte) verlagerte Zähne, bes. Weisheitszähne, TE Narbe,
chronische Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung) usw.


JEDE STELLE UNSERES KÖRPERS
KANN ZU EINEM STÖRFELD WERDEN.

FAST JEDE CHRONISCHE KRANKHEIT
KANN STÖRFELDBEDINGT SEIN.

SCHMERZFREIHEIT IST NIEMALS
EIN BEWEIS FÜR HERDFREIHEIT.


DIE MEHRHEIT DER STÖRFELDBELASTUNGEN
(~ 60 %)
FINDET SICH IM KOPFBEREICH.

(Zähne, Tonsillen, Nasennebenhöhlen, OP Narben usw.)

DIE DEFINITION DES STÖRFELD- / HERDBEGRIFFES
SOLLTE EINE UMFASSEND GANZHEITLICHE SEIN


Es darf daher die Berücksichtung eines Störfeldes in der Entstehungsgeschichte (Ätiologie u. Pathogenese)
einer Erkrankung nicht nur aus rein bakterieller Sicht erfolgen, sondern es muss eindringlich darauf hingewiesen
werden, dass das Grundsystem (Extrazelluläre Matrix – ECM, Interstitium) immer unabhängig von der Qualität (Art)
und Quantität (Menge) des Herdes ganzheitlich vernetzt reagiert.

"Die Beschaffenheit des Grundsystems ist entscheidend für die Versorgung und die Funktion
aller Körper- und Nervenzellen. Verschlackung, Übersäuerung, Mineralmangel und veränderte Leitfähigkeit
beeinflussen Energiehaushalt, Stimmung, Denk- und Lernvermögen."

Sonja Reitz: „Seelische Beschwerden - Körperliche Ursachen. Wie sie Ihr seelisches Gleichgewicht wieder erlangen,
indem Sie die Ursachen Ihrer Beschwerden erkennen und beseitigen.“ Seite 27 GU 2007


Der "Herd", als chronisch minimale Dauerbelastung,
hat viele Gesichter!


HERD = Störfeld = chronisch minimale Dauerbelastung =
Entzündlich somatischer (Gewebe)Stress - Silent Inflammation

neural (Narben, chr. Entzündungen, FDOK = Fettig degenerative Osteolyse d. Kieferknochens,
NICO = Neuralgie induzierende Cavitäten bildende Osteomyelitis n. Jerry Elmer Bouquot usw.)

somatisch (Zytokine: IL-1, IL-2, IL-6, TNF-α; Prostaglandine, NO usw.)

mechanisch (Fehlbewegung, schlecht sitzende Zahnprothese, Körperprothese usw.)

elektrisch (Zahnmetalle, elektromagnetische Felder, bes. im Schlafzimmer usw.)

chemisch (verschiedene Materialien, Metalle, Zahnkleber usw.)

toxisch (Umweltgifte, Fluoride, Schwermetalle, Amalgam, Zemente, Kunststoffe usw.)

bakteriell (Eiterherd in Mandel, Zahn, Nasennebenhöhle usw.)

energetisch/funktionell (Überlastung durch Fehlhaltung, -bewegung usw.)

Mangelzustände (Vitalstoffe -Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelement usw.)
gemischt (Summe von Mehrfach-Belastungen)

Das Störfeld als neuromodulativer Trigger auf allen Ebenen pdf >>>
Dr.med. Felix Joyonto Saha, Dr. med. Rainer Wander
DZA 57. Jahrgang 2/2014 Seite 6-9


Worin sind allergene Schwermetalle und Kunststoffe enthalten?
pdf
>>>
IMD - Institut für Medizinische Diagnostik
www.zahnarzt-diagnostik.de/index.php?id=131

Ausführliche Abhandlungen über das Herd - Störfeldgeschehen findet man in den Veröffentlichungen
von Prof. Dr. med. Otto Bergsmann (1922-2004), Dr. med. dent. Ernesto Adler (1906-1996)
und Dr. med. dent. Johann Lechner (b.1948)
.

Histologische Definition des Störfeldes
(Prof. Dr. med. Gottfried Kellner (1924 - 1983) Histologe, Wien)

Der Herd, das Störfeld, ist eine subchronische Entzündung um nicht abbaufähige körperfremde oder denaturierte
körpereigene Substanzen. Er besteht aus lymphozytär-plasmazellulären Infiltraten und Desaggregation der Grundsubstanz.
Die Ausdehnung der Infiltrate und der Desaggregation wechselt unter dem Einfluss von Sekundärbelastungen.

Klinische Definition des Störfeldes
(Prof. Dr. med. Hanns Fleischhacker, 1910-1992, ehem. Leiter d. Inneren Medizin Hanusch - KH Wien,
Prof. Dr. med. Alois Stacher (1925-2013) Internist, Hämatoonkologe, Nachfolger von Prof. Fleischhacker)


Der Herd, das Störfeld, ist eine verborgene Entzündung, die lokal oligo- (symptomarm) bis asymptomatisch
verläuft, aber fähig ist in mitunter weit entfernten Körpergebieten Symptome, die Fernstörung, auszulösen.

Kybernetische Definition des Störfeldes
(Prof. Dr. Otto Bergsmann (1922-2004) FA. f. Pulmologie, Pionier der Neuraltherapie in Österreich, Mitglied des Wiener Kreises,
Aleksej Dimitrievic Speransky (1888-1961) Direktor für Pathophysiologie in (Leninggrad) St. Petersburg)

Der Herd, das Störfeld, ist eine Reizquelle, die eine Regulationsstörung bewirkt, auf deren Basis sich unter Einfluss
eines zweiten Reizes
("Zweitschlag nach Speransky") oder eines Sekundärgeschehens Fernstörungen entwickeln können.

Funktionelle Definition des Störfeldes
(Dr. med. Hans Barop, b. 1949, FA f. Chirurgie, 1981-1999 Endo Klinik Hamburg, Heute neuraltherapeutische Spezialpraxis)

Der Herd, das Störfeld, ist ein Gewebeabschnitt mit sympathischer Innervation, wobei sich der afferente
(aufsteigende) Faseranteil in einem chronisch pathologischen Reizzustand befindet. Dies kann überall im Körper
vorkommen. Die Symptomarmut spricht für eine unterschwellige Reizung des Sympathikus. Wahrscheinlich ist eine
unspezifische, labile Entzündungssituation, hervorgerufen durch organische oder anorganische Substanzen oder
Mikroorganismen, die nach Ablauf einer Verletzung oder Erkrankung zunächst vom Organismus nicht abgebaut oder
abtransportiert werden können. In dieser Situation könnten aus unspezifischen Entzündungszellen Peptide freigesetzt
werden, die das eigentliche Substrat des Reizes für den afferenten Sympathikus darstellen.


Allen Definitionen gemeinsam ist der Begriff "Entzündung".
Siehe auch:
www.inflammation-at-interfaces.de, www.inflammatio.de
Prof. Dr. med. Stefan Schreiber, Sprecher des "Exzellenzcluster Entzündungsforschung"
Christian-Albrechts-Universität Kiel, Christian-Albrechts-Platz 4, D-24118 Kiel


Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck (b.1929, Arzt, Biochemiker, Immunbiologe, Radikalforscher)
- Abteilung für Immunbiologie der Universität Köln, bemerkt in einem Interview über "Entzündungsprozesse
und ihre Bedeutung
":
Aus: Zeitschrift f. Orthomolekulare Medizin 2008; 6:14-16


"Entzündungsvorgänge bezeichne ich als eine besondere Form von
GEWEBESTRESS, der ganz unterschiedliche Ursachen haben kann,
aber dennoch ein typisches Reaktionsmuster zeigt.

Man muss jedoch unterscheiden:

1.) die lokale Form der Entzündung (z.B.: bei einem Infekt)

2.) die generelle, allgemeine Form (dauerhafter Entzündungsstress,
z.B.: durch Übergewicht)

3.) das Entzündungsphänomen, welches beide Formen miteinander verbindet
und sich in einer permanenten Erhöhung von Entzündungsmarkern im Serum
manifestiert (z.B.: eine chronische Entzündung im Zahnbereich)

GEWEBESTRESS bedeutet, dass der Körper zunächst oder in absehbarer Zeit
nicht in der Lage ist, ein normales Gleichgewicht zwischen Stoffwechsel,
Strukturelementen, verschiedenen Rezeptoren und Enzymen sowie von
Transmittern und Mediatoren aufrecht zu erhalten, denn es überwiegen
pro-entzündlich degenerative Vorgänge im Vergleich zu
gegen-regulatorischen antientzündlichen
regenerativen Prozessen."...


Siehe auch unter: Anti-Angiogenese>>>


Priv.-Doz. Dr. med. Wilfried P. Bieger (b.1943, Arzt, Klinischer Immunologe, Labormediziner),
Referent der Deutschen Gesellschaft für präventive Medizin - www.dgpm.eu - in München, schreibt in seinem Artikel
"Die Pathophysiologie des Entzündungsprozesses":
Aus:Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin 2008; 6:6-11


"Heute besteht kein Zweifel, dass Inflammation [Entzündung] die Antwort
des Organismus auf jede Art von Stressoren ist.

Stressoren sind nicht nur Infektionserreger oder Verletzungen,
sondern auch normale physiologische Abläufe

wie:

1.)
Nahrungsaufnahme ("metabolischer Stress"): Je höher der Energiegehalt und die
Energiedichte der Nahrung, desto ausgeprägter ist die Entzündungsreaktion
[Calabro 2007];

2.) Nahrungszusammensetzung: gesättigte/ ungesättigte Fette, Kohlenhydrate, Proteine;

3.) körperliche Arbeit und Sport ("physischer Stress");

4.) Umweltfaktoren: Schadstoffe, Schwermetalle, Medikamente ("chemischer Stress"),
Lärmbelastung, Reizüberflutung, übermäßiger Fernseh-/EDV Konsum ("sensorischer
Stress"), Schlafmangel
[Redwine 2000], schulische, berufliche Belastungen, hohe
Arbeitsintensität ("mentaler Stress");

5.) soziale Faktoren: soziale Vereinzelung, familiäre Schicksalsschläge, Partnerkonflikte,
beruflicher Konkurrenzdruck, mangelnde Anerkennung, Mobbing, Zukunftsängste,
Depressionen ("psychischer Stress").

All diese STRESSOREN aktivieren das körpereigene Stressbewältigungsprogramm,
bestehend aus hormonellen Komponenten (Stresshormonachse mit CRH, ACTH,
Cortisol), Anteilen des zentralen und autonomen Nervensystems (Katecholamine)
und dem immun-inflammatorischen Komplex...

Allerdings wurde gezeigt, dass ansonsten gesunde Personen höchst unterschiedlich auf
Stress reagieren können
: Während im Normalfall die Entzündungsreaktion angemessen
und möglichst kurz ist, neigen Einzelne zu erheblich längeren und stärkeren Reaktionen,
wofür genetische Unterschiede verantwortlich gemacht werden.

Personen mit ausgeprägter, länger andauernder Entzündungsreaktion
sind bei
anhaltendem Stress für die Entwicklung eines „Sickness-Syndroms“ prädestiniert, der
pathologischen Form der Stressadaptation, die durch Inappetenz, Temperaturanstieg,
Fatigue, Akut-Phase-Reaktionen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis zu
Ängsten und Depressionen geprägt ist. Während die physiologische Stressreaktion von
neuroendokrinen Anpassungsmechanismen geprägt ist (Stresshormonachse) und die
Entzündungsreaktion eher marginale Bedeutung hat, sind die proinflammatorischen
Zytokine, vor allem IL-1β [sowie TNF-alpha, IL-6], Hauptmotor der pathologischen
„Sickness“-Adaptation...

Kurzfristige Entzündungsreaktionen in Stresssituationen als Teil des physiologischen
Bewältigungsprozesses haben in der Regel keine Langzeitfolgen...

Chronische Einwirkung entzündlicher Stressoren wird heute als das wesentliche
Geschehen bei den meisten chronischen Erkrankungen angesehen....

Gesteigerte Entzündungsaktivität ist Motor der zellulären Veränderungen bei der
malignen Transformation
von Zellen, die erhöhte NFkB- Konzentration [Nuclear Faktor
Kappa B] und COX2-Aktivität korrelieren mit einer erhöhten Tumorinzidenz und
-progression. Diese progrediente inflammatorische Systemaktivität wird heute nach
Barry Sears [b.1947, PhD, Biochemiker, USA] oft als „silent inflammation
["Schwelbrand", "smouldering", "subclinical inflammation", "chronische, subklinische
Entzündung] bezeichnet, da sie ohne die für Entzündungen typischen Zeichen unter-
schwellig abläuft und zur Ursache von systemischen Krankheitssymtomen wird."...
Siehe dazu auch INFOS: Mikrobiologische Therapie - Mikrobiom >>>

"Silent inflammation ("Inflammation below perception of pain")
is a condition that occurs when the body's natural immune response goes awry.

It can go undetected for years, continually assaulting the brain, heart and immune system.

You could be at risk for this condition if you can answer
yes to three or more of the following:
Are you
1) overweight, 2) taking cholesterol medication (e.g. statins)
3
) taking drugs for hypertension (beta blocker, diuretics), 4) taking the birth control pill
5) waking up feeling groggy, 6) constantly craving carbohydrates, 7) have brittle fingernails
or 8) feel constantly fatigued?

The day you start fighting silent inflammation is the day that you start to slow down
the aging process - and all the chronic diseases that come with it," says Dr. Sears.

Aus: www.cbn.com/700club/Guests/Bios/Barry_Sears101205.aspx
www.youtube.com/watch?v=wUGP0eGWOG0

Kevin J. Tracey (b.1957): "Physiology and immunology of the cholinergic antiinflammatory pathway" J Clin Invest. 2007
February 1; 117(2): 289–296. - sog. "anti-inflamatorischer Reflex" über Acetylcholin/ Parasympathikus
MJ Stuart, BT Baune: "Chemokines and chemokine receptors in mood disorders, schizophrenia, and cognitive impairment:
a systematic review of biomarker studies"Neurosci Biobehav Rev. 2014 May;42:93-115


Grundkurs Immunologie Teil 1: Immunzellen und deren Effektormechanismen Grundkurs Immunologie
www.inflammatio.de/fileadmin/user_upload/inflammatio/Online_Fortbildungen/Vortraege2014/2014_04_16_
Immunzellen_und_deren_Effektormechanismen.pdf


Grundkurs Immunologie Teil 2: Interaktionen zwischen Zellen, Zytokinen, Neuropeptiden und Hormonen
www.inflammatio.de/fileadmin/user_upload/inflammatio/Online_Fortbildungen/Vortraege2014/2014_04_30_
Interaktionen_zwischen_Zellen_Zytokinen_Neuropeptiden_und_Hormonen.pdf


Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 16.4. u. 30.4.2014


Neutrophile Granulozyten - Bedeutung bei der normalen und der gestörten Immunabwehr
pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 20.6..2012

Labormarker bei chronischen Entzündungen - Was ist kausal, was ist (nur) Epiphenomen? pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 18.4..2012

Teufelskreis NO/ONOO-Zyklus, oxidativer Stress, mitochondriale, inflammatorische & neurologische Dysfunktion pdf >>>
(NO-Stickstoffmonoxid/ONOO-Peroxynitrit Zyklus) Martin L. Pall Professor em. für Biochemie an der Washington State University, Pullman
www.martinpall.info


Mastzellen - Bedeutung für die Immunabwehr beim Gesunden sowie ihre Rolle bei Allergien, Urtikaria und chronischen Entzündungen pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 16.05.2012

Neuroimmunologie und Neuroinflammation - Die Immunologie der Blut-Hirn-Schranke (BHS)
pdf >>>
Dr. Volker von Baehr
- Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 22.08.2012

Medikamentenallergien - Ein unterschätzter Trigger bei chronischen Entzündungen pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 05.09.2012

Mitochondriopathie und systemische Entzündung - Ein Teufelskreis mit unspezifischer Krankheitssymptomatik
pdf >>>
Dr. Volker von Baehr
- Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 19.09.2012

Klinik und Diagnostik der mitochondrialen Dysfunktion pdf >>>
DDr. Bernd-Michael Löffler - IMD-Berlin, 8.1.2014

Die heutigen Neuraltherapie Experten sind der Meinung, dass diese
chronische Entzündung
und die Entzündungsreaktion die eigentliche Natur des Störfeldes ist
, die den Organismus in
eine allostatische Situation versetzt und immer mit einer
allostatischen Belastung verbunden ist.

Allostase - "Aufrechterhaltung von [dynamisch-flexibler] Stabilität durch Veränderung” - ist die Gewinnung
der [dynamisch-flexiblen] Stabilität durch Aktivierung aller jener physiologischen Mechanismen, die mit
Veränderungen der Sollwerte verbunden sind und als Reaktion auf wahrgenommene oder
vorhersehbare Anforderungen auftreten.


Wenn wir zum Beispiel aus dem Bett aufstehen, also beim Wechsel vom Liegen ins Stehen (Orthostase)
versacken etwa 400 ml Blut in die Venen der Beine und Bauchorgane. Dadurch wird der venöse Rückfluss
zum Herzen verringert, das Herzminutenvolumen nimmt um etwa ein Fünftel ab. Die dadurch hervorgerufene
Stimulation der Barorezeptoren am Aortenbogen und Sinus caroticus induziert eine Gegenregulation über das
Kreislaufzentrum im Hirnstamm. Der Nervus vagus (Parasympathikus) wird dabei gehemmt, der Sympathikus
aktiviert. Die ausgelöste Gegenreaktion umfasst eine Steigerung der Inotropie (Kontraktionskraft des Herzens)
und Chronotropie (Schlagfrequenz) des Herzens und eine Vasokonstriktion (Verengung) der Widerstandsgefäße
(periphere Arteriolen). Dadurch steigen sowohl der systolische, als auch der diastolische Blutdruck wieder
annähernd auf den Ursprungswert an. Dabei kann der systolische Blutdruck im Stehen etwas niedriger,
der diastolische Blutdruck etwas höher als die ursprünglichen Werte im Liegen sein. Die Herzfrequenz
ist im Stehen höher. Dies ALLES geschieht durch eine kurze Änderung des Sollwerts.


"Die Tatsache, dass die Zunahme chronisch entzündlicher Erkrankungen nahezu ausschließlich
Länder mit "höher entwickeltem" Lebensstil betrifft, hat den Fokus schon sehr früh auf Faktoren gelenkt,
welche diesen Lebnsstil ausmachen. Es ist heute unbestritten, dass die unphysiologischen Belastungen
unseres Immunsystems als Triggerfaktoren oder Stressoren - "Stressor-induzierter Verlust der Toleranz"
anzusehen sind.
Dazu zählen die in unserer Lebensumgebung zunehmenden Umwelttoxine genauso wie z.B.
Metalle, Kunststoffe, Schimmelpilzantigene und andere. Eine besondere Relevanz kommt den Faktoren zu,
mit denen das Immunsystem sich dauerhaft auseinandersetzen muss, so wie das bei dauerhaft inkorporierten
alloplastischen Materialien
(Zahnersatz, Implantate u.a) oder chronisch-entzündlichen Prozessen der Fall ist.
Diese Tatsache unterstreicht die Bedeutung der Zahnmedizin, weshalb Zahnmediziner eine Schlüsselrolle
bei der Behandlung chronischer Erkrankungen einnehmen muss.




Abbildung 1: Johann Lechner, Jerry Elmer Bouquot, Volker von Baehr: „Histologie und Immunologie der kavitätenbildenden Osteolysen des Kieferknochens.
Orale und systemische Manifestation einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Pathomechanismus chronischer Entzündungserkrankugnen“
1. Immunologische Grundlagen bei chronisch entzündlichen Erkrankungen. Seite 17 (Abbildung 1) Band II, 1. Auflage 2015 MDV
Maristen Druck und Verlag Furth ISBN 978-3-931351-30-4


"Ungewohnte Gedanken sind zwar häufig unbequem, aber sie können auch Raum schaffen für neues Wissen,
das weitreichende positive Konsequenzen für die ganze Welt haben kann ... Selbst die Taten eines einzigen Menschen,
der mit voller Kraft die Probleme seines Lebens angeht, können sich in der Gesellschaft, ja sogar in der ganzen Welt
widerspiegeln. So wie ein einzelner Lichtpunkt in der Dunkelheit der Nacht deutlich sichtbar ist, ziehen Handlungen,
in denen sich größeres Wissen zeigt, Menschen an, wecken sie auf und inspirieren sie zur Nachahmung."

Aus: Tarthang Tulku: "Befreiendes Wissen - Zeit zur Veränderung" ("Knowledge of Freedom - Time to Change" Dharma Publishing 1984)
Teil Drei: Einladung für Wissen. 7. Chancen zur Veränderung S.66-68 Dharma Verlag 1992 ISBN 3-928758-00-4


Nicht jeder Patient sucht einen immunologisch versierten Arzt auf, aber jeder Patient hat eine Zahnbehandlung
in Form von Füllungen, Kronen und Brücken, Implantaten, Wurzelfüllungen oder Weisheitszahnentfernungen
hinter sich gebracht
. Die folgende Abbildung >>> zeigt die Komplexizität möglicher relevanter Auslöser einer
chronischen Entzündung sowie die Bedeutung der
Regulationstetrade aus Immunaktivierung, oxidativem- und
nitrosativem Stress sowie Mitochondrienfunktionsstörung als Brückenglied zwischen den Triggerfaktoren
und der Störung der Immuntoleranz.

Das gleichzeitige Nebeneinander von ablaufenden gesundheitlichen Multisystembeschwerden in einer einzigen Person -
in der modernen Medizin auch als Multimorbidität bezeichnet - stellt häufig eine schwierige klinische Situation für Ärzte dar.
Da die Kausalität der Erkrankungen sich nahezu nie auf einen isolierten Stressor reduzieren lässt und die Bedeutung
einzelner Triggerfaktoren [Auslöser] zudem von der individuellen Empfindlichkeit des Patienten abhängt, werden die
chronichen Entzündungserkrankungen bis heute kaum kausal betrachtet. In der Schulmedizin werden sie wegen
der fehlenden klar zu erkennenden Ursache und bei einem Mangel an klinischer Forschung oft nur symptomatisch
therapiert. Oft ergibt sich daher die Situation, dass viele Präsentationen dieser Formen von "idiopathischen Multi-
morbidität" psychogener Herkunft sind, und die pharmakologische Intervention in Form psychoaktiver Substanzen
üblich ist.
Die wachsende Herausforderung dieser Art von Multimorbidität [Multisystembeschwerden] ist von
großer Bedeutung für Patienten und erfordert ein neuartiges medizinisches Systemdenken.

Allerdings zeigt die Medizingeschichte, dass die konventionelle Medizin sich häufig in ihrer Opposition auf Erkenntnisse,
die eine Bedrohung für den status quo sein könnten, sehr widerspenstig zeigt. Ganz gleich, wie überzeugend die wissen-
schaftlichen Beweise sind, die meisten werden die Wahrheit verwerfen zugunsten von dem, was für sie sich innerhalb
vertrauter Dimensionen bewegt und diese aufrecht erhält ..."
[1]

"Die Entgleisung und Hyperaktivierung chronisch entzündlicher Signalinduktionskaskaden (Abb.1 oben) aus den fettig-degenerativen Osteo-
lysen des Kieferknochens - FDOK -
"Fettig-Degenerative, ischämich bedingte Osteolyse und Osteonekrose im (medullären) Kieferknochen" =
"Ischämische Kieferknochen Osteonekrose" = "Silent Inflammation" im Kieferknochen = NICO Neuralgia Inducing Cavitational Osteo-
necrosis n. Bouquot - ist Thema dieses Buches [2]. Deren Entfernung stellt - neben der Expositionsminimierung - die Stabilisierung
der Regulationstetrade
als das Kernelement der Therapie bei chronisch entzündlichen Erkrankungen dar. Wie in Abb.1 dargestellt,

zählen dazu biologische Pathogene wie Bakterien, Viren oder Pilze aber auch Chemikalien-, Metall- und Kunststoffexposition,
Nahrungsmittel(zusätze) und sogar psychischer Stress. Daher ist die ANAMNESE wichtig, um die für den jeweiligen Patienten
individuell relevantesten Trigger [Auslöser: Infektionen, Gifte, entzündliche Prozesse, "Stress", FDOK ect.] zu ermitteln und deren
individuelle Bedeutung für den Patienten durch Laboranalysen zu belegen [verifizieren] oder zu widerlegen [falsifizieren].
Dazu dienen in der Zahnmedizin z.B. Suszeptibilitätsanalysen (Empfindlichkeits-/Verträglichkeitsanalysen) wie Allergienachweise
von Typ IV durch Lymphozytentransformationsteste (LTT), lokale Toxinmessungen an wurzelgefüllten Zähnen (OroTox), Labor-
analytik von sytemischen Thioäther/Mercaptan Sensibilisierungen und Messungen der Knochendichte mit transalveolärem
Ultraschall TAU. Als Ergänzung zur klassichen klinischen oder Röntgendiagnsotik verfolgen diese primär das Ziel, die für
den jeweiligen Patienten relevanten und tatsächlich vermeidbaren Triggerfaktoren [Auslöser] zu eliminieren, um somit
die Induktion der chronischen Entzündung [und/oder oxidativen Stress] zu unterbinden. Die Triggerfaktoren [Auslöser]
einer chronischen Systembelastung durch "Entzündungsherde" im [Ober- und Unter-] Kiefer erfordern allerdings
eine spezielle Betrachtung: Völlig andersartige Immunprofile sind dort zu finden. Die Praxis einer so verstandenen
"Ganzheitlichen Zahn Medizin" in diesem Buch [2] stellt über chirurgische Sanierung und Austausch tatsächlich
eine effektive Expositionsvermeidung und nicht nur eine Expositionsminimierung dar."
[2]

"FDOK ist kein Geschehen, das bei jedem Betroffenen die gleiche Symptomatik auslöst. Diese Tatsache macht die Einordnung
in ein meist monokausal strukturiertes medizinisches Lehrgebäude [so] schwierig: Denn erst unter dem Zusammenwirken
verschiedenster Faktoren wird eine FDOK als Pathomechanismus chronisch-entzündlicher Erkrankungen entstehen.

"FDOK/NICO als Quelle von "silent inflammation" [S.290]

Wir unterscheiden demnach: Bedingende Faktoren: Genetische Disposition (Thrombophilie, Tendenz zur Hyperkoagulation), Medikamentös bedingte Hyper-
koagulation (z.B. durch zahnärztliche Vasokonstringentien). Auslösende Faktoren: Zahnextraktion, Weisheitszahnentfernung und Wurzelspitzenresektion mit
anschließender unvollständiger Wundheilung; endodontische Behandlung; Implantation bei Titan-bedingter Entzündungsreaktion. Erschwerende Faktoren:
Resorptionsstörungen im Darm; Vit D-Mangel; C4a-bindende Proteine (C4a BP - produziert bei Entzündungen) binden sich an freies Protein S, so dass
Protein C (ein anderes Antikoagulans) weniger wirksam ist, Faktoren VIIIa und Va zu hemmen.


Wirkungen der FDOK:
Freisetzung von Neuropeptiden und Freisetzung von Immunmediatoren
[Zytokinen, "Maxillo-Mandibuläre Osteo-Immunologie"]
Systemerkrankungen
Druckerhöhung intramedullär [Kieferknochen] Neuropathien [V3-Neuralgie, Atypischer Gesichtsschmerz]
Freie Radikale durch Reperfusion nach Vasokonstringentien
Zell- und Gewebestress

5.1 FDOK/NICO repräsentiert eine [ischämich] "gestörte Wundheilung"
Ein intaktes Immunsystem ist notwendig um eine angemessene Wundheilung am Beginn des Prozesses zu erreichen; eine
verlängerte Immunaktivierung durch verzögerte Wundheilung kann auch unvorteilhafte Kettenreaktionen an Signalstoffen aus-
lösen, durch die Krankheiten ausgelöst oder verstärkt werden. Die Bedeutung der Entzündungsraktionen für einen Heilungs-
prozess nach zahnärztlicher Chirurgie ist unserer Meinung nach noch nicht ausreichend gewürdigt worden. Im Folgenden
stellen wir deshalb ein pathophysiologisches Konzept der FKOK dar.
Das Problem ist der Übergang von einer akuten Ent-
zündung einer zahnärztlichen Extraktionswunde zu einem chronisch inflammatorisch gestörten Kieferareal anstelle einer
"restitutio ad integrum"
. Kann die ursprüngliche Noxe durch das Immunsystem nicht behoben werden, so setzt mitunter eine
Reaktion ein, die das Krankheitsgeschehen für den Körper aushaltbar macht. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Gewebe
fibrotisch wird [fälschlich: als "Granulom" bezeichnet, eigentlich: Parodontitis (apikal, periapikal, marginal) o. Osteomyelitis].
Zuerst versuchen u.a. Makrophagen, den inflammatorischen Herd stillzulegen. Gelingt das nicht, können Makrophagen aber
auch ein anderes Programm fahren und Fibroblasten stimulieren, welche die Umwandlung in inaktives Bindegwebe bewirken ...
Abbildung 5.1 zeigt das Zustandsbild einer akuten Osteomyelitis nach Antibiotikatherapie im Übergang zu einer chronischen
Osteomyelitis:
Nach einer Antibiotikatherapie kann eine Entzündung für viele Monate verbleiben, vielleicht sogar Jahre.
Eine Biopsie während dieser Phase zeigt nur Fibrose mit chronisch-entzündlichen Zellen, d.h. es sind keine neutrophilen
Granulozyten zu finden und in der Regel ist der Knochen vital. Abbildung 5.1 zeigt daher unreifes fibröses Gewebe mit
nur ein paar Fettzellen und mit wenigen verstreuten Lymphozyten.



Abb. 5.1. Akute Osteomyelitis nach Antibiotikatherapie
im Übergang zu einer chronischen Osteomyelitis


Bei der morphologischen Struktur der FDOK, kommt es wahrscheinlich in einem fortgeschrittenen Stadium einer chronischen
Entzündungssituation zu einer Entkoppelung von normalerweise zeitlich abgestimmten homöostatischen Vorgängen zwischen
den Supersystemen, die eine Rückkehr zur Normalsituation erschweren. Auch ist es denkbar, dass auf diese Weise
ganze
Kommunikationsräume von der gesamtorganismischen Regulation abgeschnitten werden
. Solche entkoppelten Kommunikations-
räume wären dann isoliert, und die Rückkehr zur Normalsituation wäre erschwert (Godin u. Buchmann 1996; Straub et al. 2002).
Die Systemantwort des Organismus manifestiert sich in der Folge in einer neuroendokrinen Verwicklung der Immun- und Wund-
heilungsantwort mit zerstörerischen Folgen für den übrigen Organismus. Diese Systemeinbindung entspricht der bekannten Alarm-
reaktion nach Hans Selye [1907-1982; AAS - Allgemeines Anpassungssyndrom]. Selbstverständlich fließen weitere ätiologische
Faktoren bei chronisch entzündlichen Systemerkrankungen mit ein. Diese sind: Gen-Polymorphismen, Umgebungsfaktoren
wie Mikroben, Toxine, kultureller Hintergrund etc. und Immun-Antwort in Form individueller Überreaktionen. Wir haben also
wegen verschiedener auftretender Variablen niemals eine einheitliche Entzündungsantwort bei der Wundheilung zu erwarten,
sondern ständige Wechsel bei den Entzündungsmarkern.


Dieses Kapitel - wie der gesamte Band II [2] - sensibilisieren für die Frage, ob nicht der Zahnarzt für viele solcher kryptischer [ge-
heimnisvollen und unklaren, schwer zu verstehenden] und gleichzeitig "chronifizierter Alarmreaktionen nach Selye" zuständig ist.

Denn das Problem der Systemvernetzung der FDOK beginnt, wenn die lokale Entzündung der Wundheilung sich chronifiziert,
damit mit der ursprünglichen Knochenstruktur einer perfekten "Ausheilung" und "restitutio ad integrum" nur wenig gemein hat und
eine systemische Reizantwort erzwingt
. Dabei läuft die lokale Chronifizierung über ständige Wundreaktion ohne ordentliche Aus-
heilung zu einer fibrosierenden Narbenbildung mit der Entwicklung von neugebildeten Gewebsanteilen mit antigenpräsentierenden
Zellbestandteilen
, so genannten "neo-self epitopes". Das hohe inflammatorische Mediatorenpotential von RANTES [2a] aus den FDOK-
Arealen legt es nahe, diese Osteolysen im Kieferknochen als Träger von "neo-self epitopes" anzusehen. Die entstehende System-
antwort wird vermittelt über zytokingetragene und mediatorenbasierte "signaling pathways" [Signalpfade], in die aktivierte Immunzellen
und auch sensorische Nerven mit eingebunden sind. Im typischerweise in FDOK-Arealen vorliegenden Fettgewebe bauen sich die
sympathischen Nervenfasern ab, aber die sensorischen nehmen zu
[2b]. Diese Feststellung (Straub) korreliert mit hunderten von histo-
logischen Befunden aus den von uns untersuchten FDOK-Arealen: wir finden dort immer Befundungen mit folgendem Wortlaut: "... in un-
mittelbarer Nachbarschaft dieser myxoid-degenerativen Veränderungen erkennt man noch vital erhaltene Nervenästchen."


FDOK-Areale werden zu immunologisch wirksamen "neo-self epitopes": Das Verständnis von Autoimmun-Prozessen ist verknüpft
mit den offensichtlich nicht inflammatorischen Prozessen der Apoptose und den Folgen einer nicht effizienten Reinigung von Zellbestand-
teilen und möglichen Neoantigen-Angeboten an das Immunsystem innerhalb einer FDOK. Tote und abgestorbene Zellen werden normaler-
weise durch Apoptose schnell und wirksam entfernt. Bei einigen Autoimmunerkrankungen ist dieser Reinigungsmechanismus allerdings
gestört, was in der Anhäufung von toten und sterbenden Zellen für längere Zeit resultiert [2c]. Dadurch dienen bei vielen Autoimmun-
erkrankungen solche Zellen als Ziele für Autoantikörper. Darüber hinaus setzen diese abgestorbenen, nicht bereinigten Zellen Signal-
stoffe frei, die eine systemische Immunantwort triggern [2d]. Zum Beispiel erfolgt eine Induktion von Chemokinen - wie zum Beispiel
RANTES [2a] - in der postinfarktionellen Entzündungsantwort [2e]. Grundsätzlich ist die Immunogenität, also die Fähigkeit eines Mole-
küls eine Immunantwort auszulösen, von Substanz zu Substanz unterschiedlich; es gibt also schwache Immunogene und starke Immuno-
gene. Epitope sind die Molekülabschnitte eines Antigens, die eine spezifische Immunantwort auslösen können. Individuelle Faktoren
des Betroffenen, wie Vorbelastungen, Geschlecht, Alter und mögliche genetische Polymorphismen spielen eine Rolle, ob solche
Epitope im Verlust der Toleranz und der Entwicklung von Autoimmunkrankheiten münden. Veränderungen in der Aminosäurestruktur
oder -sequenz
können so genannte neo-epitopes von körpereigenen "selbst"-Proteinen bilden, die autoaggressive Immunattacken
auslösen, die dann wieder zu anhaltenden möglichen pathogenetischen Signalwegen führen. Untersuchungen konnten zeigen, dass ver-
änderte Lipoproteine in den fettig-degenerativen Anteilen der FDOK-Areale die Expression pro-inflammatorischer Zytokine stimulieren
und zu vermehrter Antigenpräsentation führen, wobei weiter Gewebsläsionen sich entwickeln. Eingeschränkte und ischämische Stoff-
wechsellagen - wie typischerweise in der FDOK repräsentiert - führt zur Bildung intrazellulärer ROS [Radikale: Reaktive Sauerstoff (O)
Spezies] und zur weiteren Sekretion von Zytokinen, wie zum Beispiel RANTES [2a, 2f].


FDOK ist wenig beachteter Träger von "neo-self epitopes": Da mehrere der oben genannten Parameter zutreffen,
lässt sich zusammenfassend feststellen, dass FDOK ein wenig beachteter Träger von neo-self epitopes sein kann:
In einer FDOK finden sich typischerweise veränderte und denaturierte Proteine und nekrotische Zellen,
deren Molekülabschnitte als Antigene eine spezifische Immunantwort auslösen können.
FDOK ist ein ischämisches Areal mit resultierend hohen ROS.
FDOK und seine "neo-self epitopes" sind "neugebildet", denn diese Molekülstrukturen aus
nekrotischen Adipozyten oder strukturell veränderten Proteinen und Lipidstrukturen sind
kein Bestandteil einer gesunden Spongiosa des Kieferknochens.
Innerhalb der FDOK schließen sich an die strukturellen Veränderungen stark veränderte Muster von Immun-
modulatoren (RANTES/CCL-5, FGF-2, IL-1RA, MCP-1/CCL-2) [2a] mit adaptiven Immunantworten an;
diese werden ein sich verselbständigender ("self") Teil einer systemischen Autoimmunentgleisung.


Aufbauend auf der fettig-degenerativen Gewebsveränderung und der hohen Esxpression von Immunbotenstoffen,
[Zytokinen, Interleukinen (2a)] erfüllt ein FDOK-Areal weitgehend alle Parameter einer immunologischen Definition,
die mit "neo-self epitopes" in der Literatur beschrieben wird ... Maxillo-Mandibuläre-Osteo-Immunologie [2a] ...

5.1.2 Zentrale Verschaltung der FDOK über peripheren Trigeminusast ("Zentral afferente Zytokinstimulation")
Wiederholt beschäftigt uns die Frage:
Wie können chronische Veränderungen im Kiefer auf andere Organe wirken?
Wie können sie auf die immunologische und vegetative Steuerung des Gesamtorganismus Einfluss nehmen?
Zur Überlegung, wieweit lokale FDOK mit den überexprimierten RANTES/CCL5 Spiegeln auch systemische Effekte
bewirken kann, betrachten wir im Folgenden mögliche afferente neurovaskuläre Irritationen durch FDOK. Obwohl
wir heute ziemlich zuverlässig wissen, dass Zytokine nicht aus der Blutbahn in das Zentralnervensystem übertreten,
kommt es nach der Aktivierung sensibler Nervenfasern [V3] in der Peripherie durch lokale Zytokine/Chemokine zu
einer Freisetzung von Zytokinen/Chemokinen aus Zellen im Zentralnervensystem. Somit liegt also eine Kopplung
von Immunsystem und Zentralnervensystem
[ZNS] vor, die folgende Strukturen und Stoffe einschließt:
Immunzellen im Bereich der FDOK produzieren nach ihrer Aktivierung, etwa durch Bakterien, Zytokine wie
zum Beipiel RANTES und NF-κB [Nuclear Factor kappa-light-chain-enhancer of activated B-cells].
Diese Zytokine/Chemokine aktivieren sensible und afferente Anteile des Trigeminus-Nerven [V3].
Hierdurch werden sekundär Gebiete im ZNS aktiviert und es kommt dort zu einer lokalen Freisetzung
derselben Zytokine, die in der Peripherie aktivierend wirken, obwohl diese Zytokine nicht in das ZNS
eingeschwemmt werden
. Sie werden vielmehr lokal von zentralen Immunzellen hergestellt. Man nimmt
heute an, dass die zentral produzierten Zytokine an der gedächtnisbildung und an der Aktivierung
des Hypothalamus beteiligt sind (Reichenberg et al. 2001; Yirmiya et al. 2002).
Die begleitende Aktivierung des Hypothalamus führt zur Freisetzung von CRH [Corticotropin-releasing
Hormone (Hypothalamus)], ACTH [Adrenocorticotropes Hormon (Hypophyse)] und schließlich Kortisol
[Nebennier] und zur Aktivierung dieser [HHN-]"Stress-Achse".


Diese Funktion des sensiblen trigeminalen Nervensystems wird oft vernachlässigt, obwohl sie eine extrem
wichtige Rolle in einem vernetzten Denken in der Medizin spielt [2b]. Die Rolle der hochregulierten RANTES
Expression in den, mit dem Trigeminus [V3] natürlich eng benachbarten und verschalteten FDOK Gebieten
haben wir in Kapitel 4.1 Immunologie des gesunden Kieferknochens dargelegt. Hier möchten wir eine weitere
Verbindungsstelle von Trigeminusnerv [V3] und FDOK aufzeigen: Wir finden in circa 20% unserer über 1.000
vorliegenden FDOK Histologien zusätzliche vitale Nervenfasern, eingebettet in das fettig-degenerativ oder
fibrillär-myxoid umgewandelte medulläre Gewebe [des Kieferknochens]. Von Bedeutung ist, dass solche
kleineren Nervenfasern
[V3] nicht im gesunden Kieferknochen vorliegen [2g] ...


Fazit zu Kapitel 5.2: V3-Neuralgie, atypischer Gesichtsschmerz und FDOK
Wir stellen wiederholt fest, dass Röntgenverfahren in 2D [Digitales Orthopantomogramm] und 3D [Digitale Volumstomographie]
als meist praktizierte Methoden einer klinischen Diagnose von sog. Kieferknochenentzündung in vielen Fällen von "V3-Neuralgie"
und "AtypischemGesichtsschmerz" nicht das wirkliche Geschehen innerhalb der Medullarräume [Knochenmark, Spongiosa]
widergeben können. Auch die histologischen Befunde zeigen nicht das gewohnte Bild einer floriden und damit schmerz-
relevanten Entzündung, sondern bedürfen einer
kundigen Umsetzung in das klinische Bild einer FDOK, innerhalb derer
die diskreten Befundungen erst die tatsächlichen Verhältnisse belegen. Demgegenüber steht
die massiv überexprimierte
pro-inflammatorische Signalgebung durch RANTES/CCL-5 und dessen Wirkung auf Schmerzrezeptoren
. Diese
biochemischen Fakten erklären auch die wichtigsten Belege einer medizinisch indizierten FDOK-Sanierung,
nämlich die Schmerzlinderungen bei den betroffenen Patienten, die wir in direkten Berichten
wortgetreu aufgeführt haben ...
[2 LB]

Fazit aus Kapitel 5.3.1: Osteoimmunologie wurzelgefüllter Zähne in einem Kollektiv
von Patienten mit rheumatischer Arthritis [n=24]

FDOK aus zahnlosen Kiefergebieten und die osteolytisch veränderten Knochenareale unter bestimmten
WF-Zähnen [2] unterscheiden sich in Zytokinprofil und RANTES Überexpression nicht.
FDOK ist demnach genauso unter WF-Zähnen zu finden, wie in zahnlosen Kieferarealen.
Das Röntgenbild ergänzende diagnostische Verfahren [wie TAU = Transalvolärer Ultraschall (Cavitat-US),
Zytokine in FDOK, Histopathologie von FDOK/NICO] und kritische pathogenetische Bewertung bei System-
erkrankungen sollten in eine klinische Routine überführt werden, um
eine mögliche maxillo-mandibuläre osteoimmunologische Induktion von RA [rheumatoider Arthritis] aus-
schließen oder chirurgisch eliminieren zu können ...


Untersuchungen zu RANTES/CCL-5 -Expression [2a] verschiedener Gewebe belegen die Bedeutung einer signalorientierten Sicht
von Pathogenese oder Salutogenese ... RANTES nicht als isoliertes Immun-Signal gesehen werden kann, sondern dass eine intensive
Wechselwirkung und Abhängigkeit der RANTES/CCL-5 Expression mit anderen Zytokinen besteht. Immunhistologische Untersuchungen
verschiedener Gewebe machen sichtbar, dass RANTES/CCL-5 in gesunden adulten Geweben nur sehr schwach exprimiert wird.
Der Anteil der RANTES/CCL-5-produzierenden und sezernierenden Zellen steigt jedoch dramatisch an, sobald es im Gewebe
zu ["Störungen"] entzündlichen Reaktionen kommt. Wir haben ...
drei maxillo-mandibuläre Bereiche identifiziert, in denen
chronisch "entzündliche" Reaktionen im Sinne einer FDOK/NICO ablaufen können:


Bereiche zahnärztlicher Extraktionen und Weisheitszahnentfernungen
Bereiche an wurzelgefüllten Zähnen
Bereiche an Implantaten

Wir sind bisher davon ausgegangen, dass die von uns in 273 FDOK/NICO Fällen aufgefundenen Zytokinprofile durch ihre histologisch
verifizierte Ischämie und trophische Störung, sowie Adipozytendegeneration [myxoide Degneration der medullären Fettzellen] hervor-
gerufen wurden ... Aus den [bisherigen] Feststellungen ergibt sich eine erweiterte Fragestellung:

Kann über zahnärztliche Maßnahmen der zahnerhaltenden Wurzelfüllung [WFZ] und der restaurativen Implantologie eine lokale
Veränderung der Maxillo-Mandibulären Osteo-Immunologie provoziert werden - ohne akute lokale Entzündungsprozesse?


Können dadurch bislang symptomlos kryptogene RANTES/CCL-5, FGF-2 und MCP-1/CCL-2 Expressionen überaktiviert werden,
die für den Betroffenen zeitversetzt dramatische Entwicklungen in Systemerkrankungen auslösen?


Können sich dadurch negativ verstärkende Signalkaskaden bilden und diese sich negativ synergistisch und pathognomonisch
auf entzündliche Autoimmun- und Systemerkrankungen auswirken?


Die Fragestellung in Zusammenhang mit Implantationen und Wurzelfüllungen wird deutlicher, wenn sich die Pathogenese jeder
chronischen Erkrankung auf ein faszinierendes Phänomen namens "Giftstoff-induzierter Verlust der Toleranz" [TILT - Toxicant-
Induced Loss of Tolerance] bezieht, eine Diagnose, die für einen erheblichen Fortschritt in der medizinischen Wissenschaft im
Zusammenhang mit der Herkunft und Mechanismen einer Erkrankung stehen kann [2x]. Wenn die toxische Belastung innerhalb
eines Individuums eine bstimmte Schwelle erreicht, antwortet das Immunsystem oft mit einer geringgradigen systemischen
Entzündung mit erheblichen Änderungen in den Zytokinprofilen [2xx]. Diese Überempfindlichkeit vergrößerst und reagiert auf weitere
chronische Belastungsfaktoren mit der Freisetzung eines "Sturms" von bioaktiven Verbindungen, viele davon auch pro-inflammatorische
Zytokine [2xxx]. Diese Zellsignale und in einigen Fällen auch gen-regulierende Moleküle können in vielen Organsystemen eine Kaskade
von dysregulierter Physiologie [Störung der Fähigkeit zur Allostase] induzieren, wodurch sich Multisystembewschwerden mit daraus
folgenden unterschiedlichsten gesundheitlichen Beschwerden entwickeln [2xxx]. Im Folgenden versuchen wir, eine solche zytokin-
getragene Wirkungskette - hier als "Synergistik" bezeichnet - bei zahnärztlichen Implantaten und Wurzelfüllungen zu entwickeln ..."
[2]

Aus: [1] Johann Lechner, Volker von Baehr, Elisabeth Jacobi-Gresser: "Immunologie und Toxikologie des wurzelgefüllten Zahnes - Umwelt-ZahnMedizin und Endodontie"
Volker von Baehr: 1. "Chronsiche Systemische Entzündungserkrankungen" Seite 7-9. DEGUZ Monografie 02 4/2015 ISBN: 978-3-931351-33-5.

[2] Johann Lechner, Jerry Elmer Bouquot, Volker von Baehr: „Histologie und Immunologie der kavitätenbildenden Osteolysen des Kieferknochens. Orale und systemische Manifestation
einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Pathomechanismus chronischer Entzündungserkrankugnen“ 1. Immunologische Grundlagen bei chronisch entzündlichen Erkrankungen.
1.2 Chronische Systemische Entzündungserkrankungen. Seite 17 (Abb.1) 1.2.1 Die Pathogenese chronisch entzündlicher Erkrankungen. Seite 18.
5. Orale Manifesation der chronischen Osteolysen 5.1 FDOK repräsentiert eine "gestörte Wundheilung" Seite 119-122. 5.1.2 Zentrale Verschaltung der FDOK
über peripheren Trigeminusast Seite 124f. 5.2 Trigeminusneuralgie, atypischer Gesichtsschemrz und FDOK. Fazit zu Kapitel 5.2 Seite 168
5.3.1: Osteoimmunologie wurzelgefüllter Zähne [WF- Zähne] in einem Kollektiv von Patienten mit rheumatischer Arthritis.
Fazit aus Kapitel 5.3.1: Seite 175. 7. Synergistik einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Seite 231f. Band II, 1. Auflage 2015
MDV Maristen Druck und Verlag Furth ISBN 978-3-931351-30-4

Jerry Elmer Bouquot, DDS, MSD, FICD: www.maxillofacialcenter.com   www.oralpath.com
J.E. Bouquot, Robert McMahon: "The Histopathology of Chronic Ischemic Bone Disease: Parameters and Disease Classification"
2010 Mosby, Inc. Published by Elsevier Inc.

Gesichts- (AGS) und Trigeminus- (TRN) Schmerzen - „Silent inflammation“ im Kieferknochen als Ursache? pdf
>>>
CO.med Fachmagazin für Komplementärmedizin Sammelsonderdruck aus den Ausgaben Teil I 12/2016 und Teil II 1/2017
Mit freundlicher Genehmigung (20.1.17) Dr.med.dent. Johann Lechner, Grünwalder Str. 10A, D-81547 München
www.dr-lechner.de

Silent Inflammation in the Jaw and Neurological Dysregulation - Case Study Linking Rantes/CCl5
Overexpression in Jawbone with Chemokine Receptors in the Central Nervous System
pdf >>>
Dr.med.dent. Johann Lechner, Grünwalder Str. 10A, D-81547 München www.dr-lechner.de
Dr. Volker von Baehr - IMD Institut für Medizinische Diagnostik Berlin www.inflammatio.de
Journal of Dental and Oral Health March 16, 2017


Toxicant- Induced Loss of Tolerance
TILT - Eisberg

n. Claudia S. Miller MD, MS, Texas


Aus: http://drclaudiamiller.com/about-tilt/

[2x] Claudia S. Miller: "Toxicant-induced loss of tolerance [TILT]-an emerging theory of disease?" Environ Health Perspect. 1997 Mar; 105(Suppl 2): 445–453
Nicholas A. Ashford, Claudia S. Miller: "Chemical Exposures: Low Levels and High Stakes" Wiley-Interscience 2nd Edition 1998
[2xx] TM Dantoff, J Elberling, S Brix, P Szecsi, S Vesterhauge, S Skovbjerg: "An elevated pro-inflammatory cytokine profile in multiple chemical sensitivity [MCS]"
Psychoneuroendocrinology. 2014 Feb;40:140-50
[2xxx] TA Brevini, SB Zanetto, F Cillo: "Effects of endocrine disruptors [EDs] on developmental and reproductive functions"
Curr Drug Targets Immune Endocr Metabol Disord. 2005 Mar;5(1):1-10
[2xxxx] SJ Genuis: "Sensitivity-related illness [SRI]: the escalating pandemic of allergy, food intolerance and chemical sensitivity"
Sci Total Environ. 2010 Nov 15;408(24):6047-61

EH Kemp, RA Metcalfe, KA Smith, MN Woodroofe, PF Watson, AP Weetman: "Detection and localization of chemokine gene expression
in autoimmune thyroid disease (Hashimoto's thyroiditis and Graves' disease)" Clin Endocrinol (Oxf). 2003 Aug;59(2):207-13
C Liu, C Papewalis, J Domberg, WA Scherbaum, M Schott: "Chemokines and autoimmune thyroid diseases" Horm Metab Res. 2008 Jun;40(6):361-8
X Gu et al.: "Elevated serum IL-16 and RANTES levels in patients with autoimmune thyroid diseases [Mb.Hashimoto n=68; nontoxic multinodular goiter
(NTMNG) n=20)] and modulation by methimazole therapy" Horm Metab Res. 2012 Jun;44(6):482-7

[2 LB] Johann Lechner, Volker von Baehr: "Peripheral Neuropathic Facial/Trigeminal Pain and RANTES/CCL5 in Jawbone Cavitation"
Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine Volume 2015 (2015), Article ID 582520, 9 pages
[Meine Ergänzungen]

[2a] Maxillo-Mandibuläre-Osteo-Immunologie: RANTES/CCL-5 = Regulated on Activation, Normal T cell Expressed and secreted = CCL5 Chemokin;
FGF-2
= Fibroblast Growth Factor-2; IL-1RA = Interleukin-1 Receptor Antagonist; MCP-1/CCL-2 = Monocyte Chemoattractant Protein-1; IL-6, IL-8, TNF-α
Diese und andere "Zytokine/Chemokine sind Peptidwirkstoffe, welche besonders von aktivierten Immunzellen (Monozyten, Lymphozyten, Granulozyten, Eosinophile, Basophile),
aber auch von anderen Zellen (Endothel- und Epithelzellen, Fibroblasten) produziert werden. Sie wirken über spezifische Zytokinrezeptoren, ähnlich den Hormonen und Neuro-
transmittern, als Signalstoffe zwischen Zellen und vermitteln in der Zielzelle u.a. pro- oder antientzündliche Effekte. Zytokine spielen eine wichtige Rolle im Netzwerk der inter-
zellulären Kommunikation und sind somit essentiell für infektionsbedingte Immunreaktionen sowie jede Art von Entzündungsreaktionen. Gleichzeitig sind TNF-α , IL1-β
und Interleukin 6 (IL-6) aber auch die Vermittler entzündungsassoziierter Krankheitssymptomatik wie Fieber, Abgeschlagenheit, Arthralgie und Myalgie."

Aus: www.inflammatio.de/fachbeitraege/chronische-entzuendungen.htm

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(CCL5/RANTES) and CC chemokine ligand-18 (CCL18/PARC) are specific markers of refractory unstable angina pectoris and are transiently raised during severe ischemic symptoms"
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Dr. med. Volker von Baehr - IMD-Berlin - www.inflammatio.de:
1. Immunzellen und deren Effektormechanismen - Grundkurs Immunologie Teil 1
www.inflammatio.de/fortbildung/archiv/immunsystem/2014/16-april-2014.html
2. Interaktionen zwischen Zellen, Zytokinen, Neuropeptiden und Hormonen - Grundkurs Immunologie Teil 2
www.inflammatio.de/fortbildung/archiv/immunsystem/2014/30-april-2014.html

"Zytokinkaskade nach odontogenem Trauma:
Das Diagramm in Abbildung 6.4. zeigt die Verbindung von zahnärztlich verursachten Trauma[ta] - Zahnextraktion, Weisheitszahn-Operation,
Wurzelfüllung und Implantatsetzung - und den dadurch möglicherweise ausgelösten Zytokin- und Chemokin-Kaskaden. Besonders zu beachten
ist hierbei die Zeitachse: Nach Abklingen der akuten Heilungsphasen ist das traumatisch verursachte Zytokingeschehen noch nicht zu Ende;
vielmehr treten erst später [> 5 Tage] die relevanten neuronalen Chemokinexpressionen auf. [Diese] Synergistik zwischen akut auftretenden
Zytokinprofilen [TNF-α, IL-1, IL-6] und zeitverzögert auftretenden neurologischen Symptomen ..."


Abb. 6.4: Induktionsdiagramm von Zytokinen und Chemokinen nach Traumata
Aus: Johann Lechner, Jerry Elmer Bouquot, Volker von Baehr: „Histologie und Immunologie der kavitätenbildenden Osteolysen des Kieferknochens.
Orale und systemische Manifestation einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Pathomechanismus chronischer Entzündungserkrankugnen“
6. Systemische Manifestation der chronisch-ischämichen Kieferosteolysen [FDOK/NICO]. 6.4. Neuroinflammation, Neurodegeneration und
Maxillo-Mandibuläre Osteoimmunologie. Seite 210. Band II, 1. Auflage 2015 MDV Maristen Druck und Verlag Furth
ISBN 978-3-931351-30-4
RJ Miller, H Jung, SK Bhangoo, FA White: "Cytokine and chemokine regulation of sensory neuron function" Handb Exp Pharmacol. 2009;(194):417-49
A Bajetto, R Bonavia, S Barbero, G Schettini: "Characterization of chemokines and their receptors in the central nervous system: physiopathological implications" J Neurochem. 2002 Sep;82(6):1311-29f
M Ek, D Engblom, S Saha, A Blomqvist, PJ Jakobsson, A Ericsson-Dahlstrand: "Inflammatory response: pathway across the blood-brain barrier" Nature. 2001 Mar 22;410(6827):430-
NJ Rothwell, SJ Hopkins: 1) "Cytokines and the nervous system. I: Expression and recognition" Trends Neurosci. 1995 Feb;18(2):83-8.
2) "Cytokines and the nervous system II: Actions and mechanisms of action" Trends Neurosci. 1995 Mar;18(3):130-6.

Targeting the microenvironment in cancer
(Mb. Waldenström/B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom; monoklonale Gammopathie M)
"Initialzündung des "Zytokin Cross-talk" in der Mikroumgebung eines Tumors durch RANTES/CCL-5



Prof. Dr. Sherine Elsawa
Department of Biological Science, Northern Illinois University
"The long-term goal of our research group is to improve the treatment of cancer patients through
the understanding of cytokine signaling in the tumor microenvironment ... The tumor micro-
environment is composed of stroma, vasculature, inflammatory cells, cytokines, growth factors
and the extracellular matrix. There is compelling evidence to suggest that the crosstalk between
malignant cells and stromal cells in the tumor microenvironment
favors disease progression
by promoting malignant cell functions as well as drug resistance. Therefore, disrupting this interaction
between the tumor cells and their microenvironment is an attractive strategy for cancer treatment ..."

Aus: http://www.bios.niu.edu/elsawa/elsawa.shtml
Sherine F. Elsawa, Luciana L. Almada, Steven C. Ziesmer, Anne J. Novak, Thomas E. Witzig, Stephen M. Ansell, Martin E. Fernandez-Zapico: "[Mouse
Zinc finger protein] GLI2 transcription factor mediates cytokine cross-talk in the tumor microenvironment" J Biol Chem. 2011 Jun 17;286(24):21524-34
Sherine F. Elsawa, Anne J. Novak, Steven C. Ziesmer, Luciana L. Almada, Lucy S. Hodge, Deanna M. Grote, Thomas E. Witzig, Martin E. Fernandez-Zapico,
Stephen M. Ansell: "Comprehensive analysis of tumor microenvironment cytokines in Waldenstrom macroglobulinemia identifies CCL5 [RANTES] as a novel
modulator of IL-6 activity" Blood. 2011 Nov 17; 118(20): 5540–5549

D. Aldinucci, A. Colombatti: "The inflammatory chemokine CCL5 [RANTES] and cancer progression" Mediators Inflamm. 2014
K Arima, K Nasu, H Narahara, K Fujisawa, N Matsui, I Miyakawa: "Effects of lipopolysaccharide and cytokines on production of RANTES by cultured human endometrial stromal cells"
Mol Hum Reprod. 2000 Mar;6(3):246-51
I Wertel, R Tarkowski, W Bednarek, J Kotarski: "Relationship between RANTES and dendritic cells in ovarian cancer patients" Front Biosci (Elite Ed). 2011 Jan 1;3:227-32
S Tsukishiro, N Suzumori, H Nishikawa, A Arakawa, K Suzumori: "Elevated serum RANTES levels in patients with ovarian cancer [n=52] correlate with the extent of the disorder"
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Antoine E. Karnoub: "Mesenchymal stem cells within tumour stroma promote breast cancer metastasis" Nature. 2007 Oct 4;449(7162):557-63
SA Eissa, SA Zaki, SM El-Maghraby, DY Kadry: "Importance of serum IL-18 and RANTES as markers for breast carcinoma progression" J Egypt Natl Canc Inst. 2005 Mar;17(1):51-5
Y Niwa, H Akamatsu, H Niwa, H Sumi, Y Ozaki, A Abe: "Correlation of tissue and plasma RANTES levels with disease course in patients with breast or cervical cancer"
Clin Cancer Res. 2001 Feb;7(2):285-9
E Azenshtein, G Luboshits, S Shina, E Neumark, D Shahbazian, M Weil, N Wigler, I Keydar, A Ben-Baruch: "The Chemokine RANTES in breast carcinoma progression:
regulation of expression and potential mechanisms of promalignant activity" Cancer Res. 2002 Feb 15;62(4):1093-102
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and is associated with enhanced tumour formation in nude mice" Br J Cancer. 1999 Mar;79(7-8):1025-31
H Harlin, Y Meng, AC Peterson, Y Zha, M Tretiakova, C Slingluff, M McKee,TF Gajewski: "Chemokine expression in melanoma metastases
associated with CD8+ T-cell recruitment" Cancer Res. 2009 Apr 1;69(7):3077-85



Kernstück einer solchen "Maxillo-Mandibulären-Osteo-Immunologie" ist:
Ihre ätiologische Gewichtung bei vielen Arten immunologischer Systemerkrankungen
Ihre ätiologische Gewichtung bei V3-Neuralgie und atypischem Gesichtsschmerz
Ihre differenzierte histologische Betrachtung
Ihr völliges Fehlen der Akut-Zytokine TNF-α, IL-6, IL-1, womit sie eine Sonderstellung in den
bekannten Immunprofilen systemischer Entzündungen und "silent inflammation" einnimmt.
Das fast ausschließliche Versagen der herkömmlichen 2D-Röntgendiagnostik und die
sehr interpretationsabhängige Diagnostik mit 3D-DVT (Digitale Volums-Tomopraphie)
Ihre fast ausschließlich mit transalveolärer Ultraschalltechnik durchzuführende Diagnostik -
TAU(S) = Transalvolärer Ultraschall (Cavitat-US), eine quantitative Osteodensitometrie
des Kieferknochens (KK).



FDOK =
"Fettig-Degenerative, ischämisch-dystroph bedingte Osteolyse und Osteonekrose im medullären Kieferknochen" stellt ein neuartiges "Entzündungsphänomen"
dar, da die Zellantwort nicht bakteriell oder viral, sondern durch persisitierende metabolische Entgleisungen [im medullären Kieferknochen] ausgelöst wird. Träger dieser
abakteriellen und aviralen Zellantworten sind Zytokine (FTF-2 und MCP-1) sowie in erster Linie das pro-inflammatorische Chemokin RANTES, die durch persisiterende
metabolische Entgleisungen oder Ischämien [Durchblutungsstörungen] im medullären Kieferknochen überexprimiert werden."
(Text Seite 123, Abb. Seite 124 in [2])

[2b] RH Straub, M Cutolo, B Zietz , J Schölmerich: "The process of aging changes the interplay of the immune, endocrine and nervous systems" Mech Ageing Dev. 2001 Sep 30;122(14):1591-1611
Rainer Hans Straub (Hg.): „Lehrbuch der klinischen Pathophysiologie komplexer chronischer Erkrankungen: Band 1: Physiologie und Grundlagen und Band 2: Spezielle Pathophysiologie
(Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie) Vandenhoeck & Ruprecht 2006; „Vernetztes Denken in der biomedizinischen Forschung“ (PNEI) Vandenhoeck & Ruprecht 2006
[2c] Baumann I, Kolowos W, Voll RE, Manger B, Gaipl U, Neuhuber WL, Kirchner T, Kalden JR, Herrmann M.: "Impaired uptake of apoptotic cells into tingible body macrophages
in germinal centers of patients with systemic lupus erythematosus" Arthritis Rheum. 2002 Jan;46(1):191-201
Donnelly S, Roake W, Brown S, Young P, Naik H, Wordsworth P, Isenberg DA, Reid KB, Eggleton P.: "Impaired recognition of apoptotic neutrophils by the C1q/calreticulin
and CD91 pathway in systemic lupus erythematosus"Arthritis Rheum. 2006 May;54(5):1543-56.
[2d] P Matzinger: "The danger model: a renewed sense of self"Science. 2002 Apr 12;296(5566):301-5.
[2e] NG Frangogiannis: "The mechanistic basis of infarct healing" Antioxid Redox Signal. 2006 Nov-Dec;8(11-12):1907-39
[2f] YI Miller, SH Choi, P Wiesner, LS Fang et al.: "Oxidation-specific epitopes are danger-associated molecular patterns recognized by pattern recognition receptors of innate immunity"
Circ Res. 2011 Jan 21;108(2):235-48
[2g] LR Watkins, SF Maier SF:"Beyond neurons: evidence that immune and glial cells contribute to pathological pain states" Physiol Rev. 2002 Oct;82(4):981-1011

Jerry Emler Bouquot, MG LaMarche (1999): "Ischemic osteonecrosis under fixed partial denture pontics: radiographicand microscopic features in 38 patients with chronic pain"
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Oral Surg Oral Med Oral Pathol 1991; 72:582 (abstract)
JE Bouquot, W Martin, G Wrobleski: "Computer-based thru-transmission sonography (CTS) [= TAU/ Trans-alveolärer Ultraschall n. Lechner = CAVITAT n. Jones] imaging of
ischemic osteonecrosis of the jaws – a preliminary investigation of 6 cadaver jaws and 15 pain patients" Oral Surg Oral Med Oral Pathol Oral Radiol Endod 2001; 92:550
JE Bouquot, W Shankland, M Margolis: "Through-transmission alveolar ultrasonography (TAU) – new technology for evaluation of bone density and desiccation. Comparison
with radiology of 170 biopsied alveolar sites of osteoporotic and ischemic damage [n=72 Patienten]" Oral Surg, Oral Med Oral Pathol Oral Radiol Endod 2002; 93:413-414
JE Bouquot, WE Shankland II, M Margolis, W Glaros: "Through-transmission alveolar sonography (TTAS) – A new technology for detection of low bone density of the jaws.
Comparison with radiology for 92 osteoporotic alveolar sites with histopathologic confirmation" In: J Oral Pathol Med. 2002;31:289-290 (abstract)
Brad W. Neville DDS, Douglas D. Damm DDS, Carl M. Allen DDS MSD, Jerry Bouquot DDS MSD: "Oral and Maxillofacial Pathology" Chapter 18: Facial Pain
and Neuromuscular Disease. Neuralgia-inducing cavitational osteonecrosis (NICO) pp 866-868. Series: Neville, Oral and Maxillofacial Pathology
Publisher: Saunders; 3 edition (June 25, 2008)


Komplexizität möglicher relevanter Auslöser einer chronischen Entzündung pdf >>>
Abb. modifiert von Dr. Volker von Baehr Institut für Medizinische Diagnostik Berlin nach Dr. Martin Pall (PdD)
www.inflammatio.de/fileadmin/user_upload/inflammatio/Online_Fortbildungen/2015/2015_02
_11_Devitale_Zaehne_Studienergebnisse.pdf


Sind Wurzelbehandlungen sicher? - Kritische Stimmen zur Endodontie pdf >>>
Kapitel 2 in E Jacobi-Gresser, J Lechner, V von Baehr: "Immunologie und Toxikologie des wurzel-
gefüllten Zahnes - Umwelt-ZahnMedizin und Endodontie" Seite 13-24. DEGUZ Monografie 02 4/2015
Mit freundlicher Genehmigung (22.5.2015): Dr.med.dent. Johann Lechner München


Mehrdimensionale Systemdiagnose des wurzelgefüllten Zahnes pdf >>>
(Methylmercaptan, Thioether, Schwefelwasserstoff)
www.dr-lechner.de/assets/Artikel/Mehrdimensionale-Systemdiagnose-des-
wurzelgefuellten-Zahnes-erschienen-in-ZWR-2012.pdf

Mögliche Auslöser - Tetrade/Trigger des Circulus vitosus der Multisystemerkrankungen

Martin L. Pall (PhD Washington State Universitiy): "Vicious (NO/ONOOO-) Cycle Diagram"
Tetrade/Teufelskreis der Multisystemerkrankungen

NO = Stickstoffmonoxid, ONOO = Peroxynitrite


"Insbesondere Martin L. Pall [1], Professor für Biochemie an der Washington State University,
ist die Erkenntnis zu verdanken, dass immunologische und biochemische Entzündungsphänomene
zentraler Bestandteil von Multisystemerkrankungen sind.

Die 4 zentralen Elemente der Multisystemerkrankung sind:
nitrosativer Stress
oxidativer Stress
erworbene Mitochondriopathie

Entzündung
 
    (Inflammation)

Die von Martin L. Pall geprägte und hier mit dem Fokus auf die Immunologie modifizierte Abbildung zeigt,
dass diese 4-Elemente der Multisystemerkrankung einen Circulus vitiosus darstellen, d.h. sich gegenseitig bedingen
und verstärken. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass bei Betrachtung der Laborergebnisse von Patienten
häufig mehrere oder sogar alle 4-Regulationskompartimente betroffen sind.

Teufelskreis NO/ONOO-Zyklus, oxidativer Stress, mitochondriale, inflammatorische und neurologische Dysfunktion pdf >>>
Martin L. Pall PhD www.thetenthparadigm.org

Der offenkundigste Zusammenhang ist dabei der zwischen der Mitochondriopathie und der systemischen Entzündung.
Dieser bedingt die oft anzutreffende Laborwertkonstellation, dass ein Abfall des intrazellulären ATP mit erhöhten Entzündungs-
markern im Blut (TNF-α oder IP-10) vergesellschaftet ist. Warum es dabei Ausnahmen gibt und warum jedes der Kompartimente
vor allem in der Frühphase einer Erkrankung auch isoliert betroffen sein kann, ist sehr wahrscheinlich durch unsere individuelle
genetische Ausstattung und durch das sich unterscheidende Muster an einwirkenden Triggerfaktoren zu erklären.
 
Multisystemerkrankungen sind chronisch entzündliche Erkrankungen, die primär oder sekundär den gesamten Organismus
in seiner Homöostase- und Regulationsfunktion betreffen. Sie sind geprägt durch
Trigger-induzierte systemische Entzündungs-
reaktionen
und verschiedene pathologisch biochemische Veränderungen im Organismus die ihrerseits wieder zur Chronifizierung
beitragen. Zu den Multisystemerkrankungen zählt man Erkrankungen wie den Diabetes, Erkrankungen des rheumatischen
Formenkreises
, neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose, chronische Infektionen und
entzündliche Darmerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und auch Allergien. Diese Erkrankungen nehmen
in Ländern mit westlichem Lebensstil zu.

Dr. Bodo Kuklinski [2] hat gezeigt, dass
Verletzungen der Halswirbelsäule primär einen nitrosativen Stress
induzieren und die anderen Kompartimente erst sekundär betroffen sind.

Praxisrelevanz des nitrosativen (NO-) Stresses Bodo Kuklinski - pdf >>> Teil I pdf >>> Teil II pdf >>>

Infektionserreger wie Borrelien, Chlamydien oder auch Herpesviren stimulieren dagegen primär die Entzündung.
Der nitrosative und oxidative Stress sowie die Mitochondriopathie sind hier die sekundäre Folge.
Schadstoffe wie z.B. Metalle, Acrylate oder Lösemittel können über zwei Wege als Triggerfaktor manifest werden.
Zum einen primär über das Entzündungskompartiment, insbesondere wenn individuelle allergische Sensibilisierungen
vorliegen (erkennbar an positiven LTT-Befunden) oder aber dosisabhängig über toxikologische Einflüsse.
Da letztere meist mit Störungen zellulärer Enzym- und Regulationsfunktionen einhergehen, ist bei toxikologischen Schadstoff-
einwirkungen oft initial der oxidative Stress und die Mitochondrienfunktion gestört und sowohl das Nitrothyrosin und
die Entzündungsmarker (noch) normal.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich aus dem Muster der 4-Kompartimentsmarker zumindest in einigen Fällen
differentialdiagnostische Schlüsse über die individuell vorliegenden Triggerfaktoren ableiten lassen. Das dieses nicht
in jedem Fall gelingt, liegt daran, dass in der chronifizierten Phase nicht selten mehrere oder alle Kompartimente
betroffen sind, dass die Kompartimente individuell verschieden empfindlich reagieren und dass wir es
in der Praxis häufig mit Mehrfachbelastungen, d.h. multiplen Triggerfaktoren zu tun haben.

Rechts in der Abb. ist dargestellt, dass die chronische Entzündung auch (schädigende) Einflüsse auf
das spezifische Immunsystem hat, insbesondere auf die Fähigkeit zur Erhaltung einer Immuntoleranz.
So erklärt man heute die Zunahme von Allergien und Autoimmunerkrankungen mit dem
sekundären Toleranzverlust. Bei den betroffenen Patienten ist häufig eine Störung
der TH1/TH2-Balance vorhanden mit resultierender TH2-Dominanz."

Aus: www.inflammatio.de/labor/neuigkeiten/multisystemerkrankungen-neis.html
Rationelle Labordiagnostik bei chronisch entzündlichen Multisystemerkrankungen - IMD-Berlin:
www.imd-berlin.de/diag-info-s/200-299/rationelle-labordiagnostik-bei-chronisch-entzuendlichen-multisystemerkrankungen.htm

[1] Martin L. Pall: „Explaining Unexplained Illness. Disease Paradigm for Chronic Fatigue Syndrome (CFS), Multiple Chemical Sensitivity (MCS),
Fibromyalgia (FM), Post-Traumatic Stress Disorder (PTSD), Gulf War Symdrome (GWS), and Others” INFORMA HEALTHCARE New York 2009
[2] Bodo Kuklinski (b.1944, FA innere Medizin, Umwelt- und Nährstoffmedizin): „Das HWS-Trauma. Ursache, Diagnose und Therapie“ AURUM 3.Auflage 2008 (2006)

Warum chronifizieren entzündliche Erkrankungen? pdf >>>
Das Ungleichgewicht pro- und antientzündlicher Mediatoren und damit einhergehende Symptome

Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 24.8.2011

Wie wirken antientzündliche Therapien? - Steroide, Curcumin, Vitamin D und andere -
Die Rolle der Toll-like-Rezeptoren!
pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 07.11.2012


Wie interpretiert man den quantitativen Immunstatus? pdf >>>
Dr. med. Volker von Baehr - IMD Berlin, 5.10.2011

Der Alterungsprozess des Immunsystems und dessen Einfluss auf den Organismus pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - IMD Berlin, 9.11.2011 - www.inflammatio.de

Der Tryptophan-Haushalt und seine Rolle bei Erkrankungen aus dem depressiven Formenkreis:
Ernährung, intestinale Resorption und Blut-Hirn-Schranken-Transport
pdf >>>
Dr. Katrin Huesker - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, am 23.01.2013

Entzündung, oxidativer Stress und der Tryptophan-Kynurenin-Stoffwechsel im Alter pdf >>>
Dr. Katrin Huesker - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, am 06.03.2013


Depression - Die Rolle umweltmedizinischer Triggerfaktoren pdf >>>
Dr. Katrin Huesker - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, am 03.04.2013

Bild: Inflammation-Depression-Psychose pdf
>>>

Dr.Kurt E.Müller - "Die Neuroendokrine Stressachse - wunder Punkt bei Depressionserkrankungen"
IMD-Berlin, am 13.11.2013 - www.inflammatio.de



"Das Trägheitsgesetz der Materie [1638 Galileo Galilei, 1687 Isaac Newton] schuf offensichtlich ein menschliches Phlegma ["Teilnahmslosigkeit"], welches allem Neuen mit Skepsis, Misstrauen, Ablehnung und Feindlichkeit begegnet, während am Alten, bereits Überholten und sogar am Falschen wie an einer Klette festgehalten wird. Wer neue wissenschaftliche Erkenntnisse verbreitet, die den herrschenden dogmatischen Auffassungen und Denkweisen entgegenstehen, der begibt sich in die Gefahr der Bestrafung, Verleumdung und Verachtung. Das jedenfalls lehrt uns die Wissenschafts- und medizinische Historik. [Giordano Bruno (1548-1600 als Ketzer verbrannt; Ignaz Philipp Semmelweis (1818-1865 Irrenanstalt Döbling/Wien, "Retter der Mütter" 1848, Händewaschung mit Chlorkalk) u.a.]

Aus: Karl Hecht (Prof. em. für Neurophysiologie u. für experimentelle und klinische pathologische
Physiologie der Charite, Humboldt Universität Berlin ; b, 1924), Elena Hecht-Savoley (b.1934,
russische Diplomphilosophin, -pädagogin): „Kompendium Naturmineralien – Regulation –
Gesundheit – Urmineral Silizium – Natur-Klinoptilolith-Zeolith und andere Natur- wirkstoffe –
Antworten auf aktuelle Fragen zum wissenschaftlichen therapeutischen Handeln“
22 Epilog S. 388 IFGÖT-Reihe Band 1 SCHIBRI-Verlag 2008
[Meine Ergänzungen]




Die Prädilektionsstellen -
Wetterwinkel des Herdgeschehens


NARBEN nach Verletzungen oder Operationen, bes. nach Eiterungen oder Verzögerung der Wundheilung
(Drain, Dehiszenz, Endoskopische OP). Port-Implantationsnarbe, Nabel - "Erste Narbe des Menschen",
Knochenkallus nach Knochenbruchheilung, Stichkanäle im Ohrläppchen, Piercings usw.

"Narbenentstörung wirkt an den Zellmembranen elektrisch wie ein "Reset", ein Neustart
an einem Computer, der sich "aufgehängt" hat. Dadurch kann die Zellmembran
[und das Grundsystem] ihre Steuerungsfunktion für die Zellfunktionen wieder
oder wieder besser wahrnehmen.


Natürlich ist es eine wunderbare Vorstellung und ein gutes Gefühl, gesundheitlichen Beeinträchtigungen
oder dem Alter durch eine Operation ein Schnippchen schlagen zu können, aber nicht wenige Menschen
zahlen dafür einen hohen Preis, der ihnen vorher nicht bekannt ist. Was viele Betroffene und auch Ärzte
nicht wissen: Narben haben Nebenwirkungen! Narben sind nicht harmlos!

Wussten Sie zum Beispiel, dass Narben

eventuell auch Monate und Jahre nach der Operation zu erheblichen gesundheitlichen
Beeinträchtigungen selbst an ganz anderen Stellen im Körper führen können?
chronische Schmerzen, unklare Schwächezustände und vegetative Symptome wie Kälte,
Hitze, Pulsieren, Taubheit von Körperteilen zur Folge haben können?
wichtige biologische Informationsleitungsbahnen Ihres Körpers,
die so genannten Meridiane, ganz oder teilweise blockieren können?
möglicherweise auch Ihr Risiko, an Krebs oder chronischen Krankheiten zu erkranken,
steigern - ein Risiko, welches mit jeder Narbe, die Sie am Körper haben, steigt?
schwere Depressionen, psychische Störungen und weitere häufig als "psychosomatisch" fehl interpretierte
Beschwerden wie beispielsweise Tinnitus, Schwindel oder Blasenstörungen auslösen können?

Eine gestörte Narbe kann auch allgemeine Symptome auslösen, wie zum Beispiel Wetterfühligkeit,
allgemeine Schmerzen im ganzen Körper oder Schweregefühl, Schwindel und Müdigkeit...

Wetterfühligkeit geht oft einher mit Reißen und Ziehen in den Gliedern, Kopfweh, Schweregefühl im Körper,
dumpfes Gefühl im Kopf, das Gefühl, nicht mehr klar denken zu können, Launenhaftigkeit und Reizbarkeit
bei Wetterwechsel oder einer schnell wechselnden Tagesverfassung. Nach Narbenentstörung bildet sich die
Wetterfühligkeit oft deutlich zurück. Wir stehen in einem engeren "elektrischen" Austausch mit der Umwelt,
als wir gemeinhin annehmen, denn Wellen und Ladungen strömen permanent auf uns ein und müssen
verarbeitet werden.
Siehe auch ZITATE: Günther Nenning / Das Mobiltelefon - Handy >>>




Kritische Stellen für Narben

an oder in der Nähe eines wichtigen Akupunkturpunktes an einer Kreuzungsstelle von zwei Meridianen
im Halsbereich, in welchem viele vegetativen Zentren liegen, große Nerven und viele Meridiane verlaufen
an einem wichtigen Reflexpunkt an Händen, Füßen, Ohren, Nase, Mund an einem Beeinflussungspunkt
für ein ganzes Organ oder eines gesamten Wirbelsäulensegmentes am Rücken
an Zehen oder Fingern,
an denen Meridiane enden oder beginnen
in der Nähe großer vegetativer Nervenschaltzentren
tief innen im Bauchraum im Zahnbereich, wo viele Reflexbezüge zu den Organen bestehen
wenn gleichzeitig mehrere Meridiane von der Narbe durchschnitten sind


Fernwirkungen von Narbenstörungen
Schmerzen an anderer Stelle als der der Narbe. Z.B. im Verlauf des Meridians, auf dem die Narbe liegt,
oder eines eng verwandten Meridians, des Wirbelsäulensegmentes, der Reflexzone am Rücken
Bewegungseinschränkungen der Halswirbelsäule oder von Schulter- und Hüftgelenken; auch andere Gelenke.
Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen von Nerven, die mit der Narbenstelle über das vegetative System
oder einem Meridian verbunden sind
Allgemeine Muskulatur-, Gelenks- oder Weichteil-Schmerzen, Fibromyalgie,
Weichteilrheumatismus
Immunstörungen, erhöhte Krankheitsanfälligkeit, wiederkehrende Infekte
Schmerzen am Reflexort, z.B. an Rücken, Füßen, Händen, Nase Auftreten chronischer Organkrankheiten
verschiedener Art
Neurologische Symptome, Taubheit, Kribbeln oder andere Empfindungsstörungen
Energiemangel, Müdigkeit, unklare und nicht klar zuzuordnende Depressivität, fehlende Belastbarkeit
Reduzierte Entgiftungs- und Regulationsfähigkeit des Körpers wegen gestörter Meridian- und Organenergien
Gestörte Temperaturregulation: Kältegefühle in Teilen oder im ganzen Körper, fehlende oder zu massive Schweißbildung
Wetterfühligkeit im ganzen Körper, Windempfindlichkeit Intoleranz gegen Licht oder Sonneneinstrahlung
Schweregefühl im Körper, in den Beinen, Armen oder im Kopf
Schlafstörungen Unklare vegetative, scheinbar "psychosomatische" Symptome
wie z.B. Tinnitus, Verdauungsbeschwerden, Reizblase, Schwindel.

Häufige Störherdenwicklung durch bakterielle Verunreinigung
►Narben nach eiternden Wunden ►offene Knochenbrüche, Fixateur externe
►Darmoperationen, künstlicher Darmausgang ►Blinddarmoperationen
►Mandeloperationen, Polypenentnahme ►Narben von Drainagerohren,
die nach einer Operation das Wundsekret nach außen führen

►chronisch eitrige Kieferhöhlen, Nebenhöhlenfensterungen
►Narben von Gallenblasenoperationen ►Narben von Abszesseröffnungen
►operierte Mittelohrinfektionen

Kleine Narben, die häufig als Störfeld wirken
Furunkelnarben, Abszessnarben Narben nach Warzenentfernungen (oft viral belastet)
Narben von Muttermalentfernungen Bauchnabeleiterungen Ohrlochnarben, Piercings
Tonsillennarben (nach Mandeloperationen) Hundebissnarben
Narben nach stark reagierenden Insektenstichen oder Zeckenbissen
Narben nach Schuss- und Stichverletzungen Schnittverletzungen an Händen und Füßen
Narben nach "Knopfloch-Chirurgie" (Endoskopie), Bauchspiegelungen
Narben nach Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit (Lumbalpunktion)"

Elektrische und elektromagnetische Wirkungen sind offensichtlich die Ursache für viele Vorgänge
in unserem Körper und spielen auch bei der Narbenstörherdentwicklung und -behandlung eine große Rolle.
Meridiane leiten elektrische, elektromagnetische Wellen, Licht und Wärme besser als umgebendes Gewebe.
Auch Biophotonen sind elektromagnetische Wellen und werden auch durch Meridiane gleitet.

siehe LEISTUNGEN:
Akupunktur >>>
siehe ZITATE: Fritz Albert Popp / Biophotonen informatives Laser-Licht der Zellen >>>

Elektromagnetische Einflüsse an den Zellmembranen sind entscheidend für die Zellfunktion.
Narben können die Zellmembranfunktionen stören, denn sie beeinträchtigen die elektrische Spannung
an den Membranen
[Zellmembran-Potential: -70 bis -90mV] und die Meridianenergien.
Eine dauerhafte elektrische Veränderung des Membranpotentials [+/- 200-1000mV], wie bei Narbenstörungen,
kann also zur teilweisen oder ganzen Blockierung der Natriumkanäle und damit auch der Transporteiweißfunktion
führen. Die Zelle kann Informationen nicht mehr richtig verarbeiten und wird nicht mehr richtig ernährt.
Dies kann die gesamte Zellfunktion stören. Die Zellmembran ist der Top-Manager im Zellsystem und zentral wichtig
für die Ernährung der Zelle, deren Funktion und deren differenzierten Kommunikation mit anderen Zellen, die Entgiftung
und die differenzierte Steuerung der Zellen. Die elektrischen Phänomene der Zellmembranen, des Zellzwischenraumes
(Interstitium, Matrix, Grundsystem n. Pischinger), der Meridiane und auch des vegetativen Nervensystems stehen miteinander
in Verbindung und spielen insgesamt bei der Steuerung unseres Organismus eine große Rolle
und: sie sind durch Narben störbar.

Faktoren, die die elektrische Leitfähigkeit beeinträchtigen
Übersäuerung im Zellzwischenraum (Grundsystem) und im ZellinnerenÜbergewicht und Verschlackung
Vitamin-, Mineral- und Spurenelementmangel. Diese sind wichtig, um die Spannung an den Membranen aufrechtzuerhalten.
Neurotoxine von Bakterien, Schwermetallen und Lösungsmitteln verändern die elektrische Leitungsfähigkeit von Nerven,
lähmen Enzyme, hemmen und stören die Eiweißproduktion wie auch die Produktion von Membransubstanzen und
Botenstoffen in Gehirn und Nervenzellen.
Narben führen oft zu Über- oder Unterspannungszuständen an den Membranen.

TIPP: Bewegung, genügend Schlaf, gute Atmung, positive Gedanken und die regelmäßige Einnahme von Antioxidantien
unterstützen alle Stoffwechsel-, Entsäuerungs- und Entgiftungsmaßnahmen. So können Sie verhindern,
dass die Schwachstelle "Narbe" sich zu schnell wieder elektrisch auflädt.


Mit persönlicher freundlicher Genehmigung von Frau Dr.med.Sonja Reitz:
Aus: „Heilung in Sekunden durch Narbenentstörung. Warum Narben krank machen“
Seite 7f, 51, 53, 66, 84, 85.104-122, 133. NGW Hamburg 2008, http://praxisdrreitz.de





26 jährige Patientin (b.1984)
Neuraltherapie von Nabel-, Lap-/Bauchspiegelungs-,
AE-/Blinddarm-OP-, Sectio-/Kaiserschnitt- u. Striae-/
Schwangeschaftsstreifen - Narben.

Betroffene Meridiane: Konzeptionsgefäß (median,
unpaar), paarig: Nieren-, Magen-, Leber- u. Milz
Pankreas Meridian


Infos zu Narben >>>

Bild >>>

Häufig übersehene Krankheitsursache: Narben
pdf >>>
Dr. med. Sonja Reitz Hamburg

Jede Sekundärheilung ist verdächtig!
(p.s Heilung = Sanatio per secundam intentionem)

JEDES INTRAKORPORALE FREMDMATERIAL Z.B.: Granatsplitter, Marknägel, Talkum Puder,
Nahtmaterial, Amalgam, Wurzelreste, impaktierte/eingeklemmte Weisheitszähne, Spirale, Implantate usw.

CHRONISCH INTERNE ENTZÜNDUNGEN
Z.B.: Cholelithiasis, Divertikel, Appendizitis,
Pleuraschwielen, postoperative Narben, Bronchiektasien, alte Tbc Narbe, Raucherbronchitis, Sinusitis,
Tonsillitis, Parodontose usw.

BEI FEHLERNÄHRUNG kann der ganze Darm eine Störfeldbelastung werden !

IM UROLOGISCH - GYNÄKOLOGISCH - ANDROLOGISCHEN BEREICH
alle Entzündungen und Funktionsstörungen. Dammschnitt-, Dammriss-, Vaginalstumpf-Narbe,
paraurethrale Infiltration bei Reizblase u. Drang- (Urge-) Inkontinenz,
paracervicale/r Infiltration/Block - transvaginale Infiltration
an den Frankenhäuser Plexus

Dammschnitt-, Dammriss-Narbe pdf
>>>

Transvaginale Infiltration

 an den Frankenhäuser Plexus (P.uterovaginalis) pdf >>>
(Prof.Dr. Ferdinand Frankenhäuser (1832-1894) - Gynäkologe in Jena u. Zürich)
und paraurethrale Infiltration


Informationen zum "Syndrom nach Gebärmutterentfernung" -
"Posthysterektomiesyndrom n. Wolfgang Ortner"
pdf >>>

Mit freundlicher Erlaubnis von Dr. med. Wolfgang Ortner, FA f. Gynäkologie
ÖNR Österreichische Medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsforschung:
„Neuraltherapie – Arbeitsbuch. Band 1: Grundlagen – Untersuchungstechnik - Störfeld“ FACULTAS 2009


Der Hals-Nasen-Ohr- und Zahn-Mund-Kieferheilkunde-Bereich
ist für die Neuraltherapie von zentraler Bedeutung, weil sich
hier ein Großteil der potentiellen Störfelder/silent
inflammation (~75%) befinden.


IM ZAHN-KIEFERBEREICH
[Auflistung n. Ernesto Adler (1906 - 1996)]
kariesfreies Gebiss mit Platzmangel, zahnloser Kiefer – Restostitis - NICO, Neuralgie induzierende cavitäre Osteomyelitis, gerader, normaler, aber an Platzmangel
leidender 8-er, hypertrophe Tonsillitis, Kompression d. Canalis mandibularis oder des Kieferhöhlenboden am Tuber maxillae, retinierter oder impaktierter 8-er,
gestörte Knochenneubildung - Osteolyse, Überzähliger Zahn, versprengtes oder überstehendes Amalgam, Composites, Zahn- oder 8-er Überlastung d. Prothesen-
abstützung als Brückenträger, Fistel, Perikoronitis, Radix relicta, lockerer Zahn, Sinusitis comitans, apikale Reizzone - Ostitis-Granulom, Kondensation - Reaktions-
ossifikation, chr. lokalisierte oder diffuse Kieferostitis-Restostitis -> Antroskopie!, Wurzelresorption - Rhizoklasie, Stellungs - Okklusionsanomalie, Lückenbiss, Engstand,
Galvanismus, Metall-Legierungen, Zahnstein, Zyste/n, verlagerter Zahn, devitaler und/oder wurzelgefüllter Zahn, Mikroresorption, Parodontose - Zahnbettschwund, Taschen-
bildung, Gingivitis, Pulpitis, hohes Pulpenhorn - Kronen-Amalgam-Composites - defekte Unterfüllung, Primäre-sekundäre- okkulte-subgingivale Karies, Periodontitis, Brücken,
Pulpadegeneration - Kalt-heiß Effekt, Überhitzung, Mangel an Unterfüllung, gestörte Wundheilung n. Zahnextraktion, überstehende Krone/n, Z.n Zahntrauma, abgebrochener Zahn,
Arsen Ostitis – Pulpadevitalisierung, Apizektomie, Zahnstö rfeld in Verbindung m. Trauma, chr. Grundkrankheit.(Zweitschlag), Zahnstörfeld als sensibilisierender Faktor für allerg.
Reaktionen (Rhinitis, Asthma, Neurodermitis usw.) Stiftzahn-transdentale- oder Kiefer Implantate, Immediatprothese, TE-Narbe, Eiweißabbauprodukte: Thioäther/Merkaptane/
Cadaverine) chronisch atrophe Tonsillitis, gangränöser Zahn, iatrogene Ursache, V3-Projektions-symptome Alveolitis, Material (Metalle,Legierungen) Unverträglichkeit,
Geopathie, Dysbiosen, LA ohne Vasokonstriktor-zusatz! (Allergie, Nachschmerz), Überlastung best. Funktionskreise (odonto-viszeral; viscero-odontogen –
Zahn-Somatotopien nach Voll-Gleditsch-Kramer)




"Die wichtigste Frage für die Zahnmedizin muss sein:
Was stört die Selbstregulation?

Ein ganzheitlicher Zahnarzt hat nicht nur die Zähne im Blick,
sondern vor allem die Rückkoppelungsmechanismen im Körper.
Er sucht nach Blockaden und Störfeldern, die er aufhebt.
Dadurch stößt er Prozesse an, deren Ausgang er nicht kennt.

Er vertraut der Dynamik der Selbstheilung und unterstützt sie,
anstatt sie kontrollieren zu wollen.
Um dieses Ziel zu erreichen müssen Zahnärzte neurologische
und immunologische Prozesse verstehen lernen"


Aus: „Gesunde Zähne - Gesunder Mensch: Wie wichtig eine ganzheitliche Zahnheilkunde
ist“ unter Mitarbeit von Dr. Petra Thorbrietz (b.1954) Wissenschaftsjournalistin.
Seite 105. ZABERT SANDMANN 2009


Johann Lechner (b.1949)
Zahnarzt, Heilpraktiker, Autor, München



Warum Ganzheitliche Zahnheilkunde?
Aus: Dr.med. dent. Johann Lechenr: www.dr-lechner.de
Deutsche Gesellschaft für Umwelt-Zahnmedizin: www.deguz.de



Aus: Dr.med. dent. Johann Lechenr: www.dr-lechner.de


Gebiss des Menschen OPTI DENT SUISSE:
www.optimale-zahnbehandlung.ch/index.php/zahn/zahngebiss?start=1

"Die Zahnheilkunde bringt es zwangsläufig mit sich, dass sich der Behandler auf Details konzentriert:
Füllungen und Kronen sollten optimal passen. Zusätzlich muss gute Zahnheilkunde dem mechanischen Anspruch
eines funktionierendem Kauwerkzeuges gerecht werden. Beide Aspekte verführen dazu, sich auf den engen Bereich
des Zahnes zu konzentrieren und die mechanischen Aspekte eines Zahnersatzes in den Vordergrund zu stellen.
Ich versuche, in meiner Praxis den zahnärztlichen Blickwinkel weiter zu stellen, denn ...


"An jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch"

Paracelsus
(1493-1541)
Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker
Laientheologe und Philosoph

Zahnsomatotopien - Die komplexe Wechselbeziehung der Zähne mit dem Gesamtorganismus pdf >>>
Zahnschema n. Reinhard Voll (1909-89), Dr. med. dent. Fritz Kramer, Jochen Gleditsch (b.1928)

PsychoSomaDontie - Die komplexe Wechselbeziehung der Zähne mit dem Gesamtorganismus pdf >>>
Zusammengestellt von Frau Dr. med. dent. Almud Rischer


www.marilynkjonesdds.com/tooth-meridian-chart
Dr. Marilyn K. Jones DDS, Texas General Dentist - Tooth Meridian Chart
"

Dass die Zähne eine wichtige Rolle in der Erhaltung der Gesundheit spielen, ist allgemein bekannt. Die Wechselwirkungen sind vielfältig
und beruhen auf Aspekten der Ästhetik, Mimik, Kaufunktion und der Toxikologie. Forschungen aus den USA schließen die Lücke der Objektivierbarkeit
in der Bewertung von oraltoxischen Belastungen. In diesem Zusammenhang gewinnen die Zähne eine neue Dimension in der Pathogenese von Krankheit
und der Erhaltung der Gesundheit. Prof. Boyd E. Haley hat Zähne als eine potentielle Quelle extrem toxischer Substanzen identifiziert. Es ist das Ergebnis
aus mehr als 35 Jahren Forschung auf dem Gebiet der Protein-Biochemie, Schwermetall-Neurotoxizität und neurodegenerativen Erkrankungen.

Studien zeigen, dass die Dentinkanäle von wurzelgefüllten Zähnen (avital, endodontisch behandelt) und nicht wurzelgefüllten aber paradontal erkrankten Zähnen
viele verschiedene Bakterien beherbergen können. Diese Bakterien sind mit Antibiotika und lokalen Desinfektionsmitteln praktisch nicht zu erreichen. Sie stellen
deshalb ein konstantes Reservoir für bakterielle systemische Infekte dar. Viele dieser Bakterien wurden auch mit Parodontose in Zusammenhang gebracht (z. B.
Streptokokken, Peptostreptokokken, Eubakterien, Bakteroides, Fusobacterium, Aktinomyces). Sie produzieren ständig toxische Metabolite, u. a. flüchtige Schwefel-
wasserstoff-Verbindungen wie Methylmercaptan und Schwefelwasserstoff, kurzkettige Fettsäuren wie Propionsäure und Buttersäure, Polyamine wie Putrescin und
Cadaverin, wie auch weitere bakterielle Eiweisse, wie Proteasen und Phosphatasen, aber auch Antigene (z. B. Lipopolysaccharide).

Neben den Bakterien können diese Toxine resorbiert und systemisch verbreitet werden mit zum Teil ernsthaften gesundheitlichen Folgen wie:
Endocarditis Hämatologische Erkrankungen Infarkt Arthritiden Apoplexie Infektionen von Gelenks-Implantaten
Hypertonie Hirn-Abzessen Arteriosklerose Alzheimer Augenleiden Niedriges Geburtsgewicht Pneumonien

Viele dieser Bakterientoxine und Bakterienproteine können im Sulcusfluid (Sekret, welches sich in den Zahnfleischtaschen bildet)
infizierter Zähne nachgewiesen werden. Dies ist die Grundlage der OroTox Analyse ..." Aus: www.orotox.de

"Die moderne Zahnmedizin – insbesondere in ihrer komplementärmedizinischen Erweiterung mit Methoden der Ganzheitlichen Medizin
– bringt ein umfangreiches diagnostisches und therapeutisches Spektrum mit sich. Aus den oben genannten Gründen versuche ich,
das lokale Geschehen des Zahnkieferbereiches in einen ganzheitlichen Zusammen hang zu stellen. Zur Feststellung dieser
Wechselbeziehungen zwischen Störungen im Zahnkieferbereich und Organstörungen führen wir umfangreiche Tests durch.
Zusätzlich bin ich als Heilpraktiker in dem von mir geleiteten Zentrum für integrative Störfelddiagnostik
"Focodent" tätig. www.focodent.de

Ich gehe beispielsweise davon aus, dass alle in den Mund eingebrachten Materialien möglicherweise subtile Langzeitwirkungen
auf den Körper ausüben, im Sinne chronisch – toxischer Belastungen. Aus diesem Grund vermeide ich die Verarbeitung von Amalgam
als Füllungswerkstoff, trotz seiner mechanischen Vorteile.

Um Irritationen des Immunsystems durch unverträgliche zahnärztliche Werkstoffe zu verhindern, lege ich größten Wert auf die Verarbeitung
maximal biokompatibler Materialien, wie z. B. metallfreie Vollkeramik, insbesondere aus der hochmodernen Zirkonoxid
– Hochleistungskeramik. Weitere Informationen unter. www.zahnmetalle.de


Metallwirkungen auf den Organismus - Toxikologie, Allergie und Autoimmunität pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin 05.03.2014


Tote und wurzelgefüllte Zähne können ebenfalls eine chronisch – toxische Belastung sein. Zusätzlich können alte Extraktionswunden
im Sinne stummer chronischer Entzündungen wirken und die körpereigene Abwehr belasten. Solche Dauerbelastungen nennt man „Zahnstörfelder“.
Dauerbelastungen chronisch- toxischer oder chronisch- entzündlicher Art bringen das schwächste Organ des Organismus
in ein Defizit und können dort Krankheitssymptome auslösen. Weitere Informationen unter www.zahnstörfelder.de, www.totezaehne.de,
www.topas-test.de, www.kieferostitis.de

Tote Zähne - eine Belastung für das Immunsystem?
pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin 20.03.2013


Devitale Zähne als Trigger systemischer Entzündungserkrankungen? Vorstellung von Studienergebnissen
www.inflammatio.de/fileadmin/user_upload/inflammatio/Online_Fortbildungen/2015/2015_02_11_Devitale_Zaehne_Studienergebnisse.pdf
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin 11.02.2015

Der Kieferbereich steht über seine Kaufunktion in einer intensiven Wechselbeziehung zum
gesamten Stütz- und Bewegungsapparat wie Muskulatur und Gelenke der Wirbelsäule.

Störungen in der kindlichen Entwicklung des Mundraumes und im Kiefergelenk des Erwachsenen
bringen vielfältige orthopädische Probleme mit sich.

Unbewusste Konfliktprojektion in den Zahnbereich erfordert eine Miteinbeziehung der emotionalen Stress-Situation des Patienten.
Wir bieten Ihnen in Focodent unterstützend das Austesten von Bach-Blüten- und Aura- Soma-Mitteln, sowie das MindLINK-Verfahren an."
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Siehe auch LEISTUNGEN:
12. Resonanz Psychologie: MindLINK TEST >>>

13. Resonanz Psychologie: PrevenTEST >>>

Platzmangelige Weisheitszähne, - 8er, dentes 18, 28, 38,48


2D-OPT - Orthopantomogramm -
dentale Röntgenaufnahme - sog. 2D-Zahnpanorama-Röntgen

retiniert: jeder Zahn, der nach Abschluss des Wurzelwachstums die Kauebene - Occlusionsebene noch nicht erreicht hat.
a) teilretiniert: ein Teil der Zahnkrone ist durch die Schleimhaut durchgebrochen. b) komplett retiniert: der Zahn ist vollständig
von Schleimhaut bedeckt. impaktiert: der retinierte Zahn ist vollständig von Knochen umgeben. Zahnverlagerung: eine von
der natürlichen Durchbruchsrichtung abweichende Lage des Zahnes. Ist das Wurzelwachstum noch nicht abgeschlossen,
so sprechen wir per definitionem von einen Zahnkeim.


"Der retinierte Zahn: Als retiniert bezeichnet man einen Zahn, der die Mundschleimhaut [Mukosa] nicht durchbrochen hat
und daher keine Kaufunktion besitzt. Störfeldwirksam sind vor allem retinierte Weisheitszähne (Zähne 18, 28, 38, 48).
Zahlreiche Herdmedizinische Untersuchungen (Spitzer, Altmann, Hopfer, Sharkow et al.) bringen sie in Verbindung mit
HWS-Syndromen, Cephalea, Tinnitus, chronische [odontogene] Tonsillitis, unklarem Leistungsabfall [Fatigue] und
Depression bei Jugendlichen. Retinierte Zähne verursachen neurale Störfelder. Bei jedem Wachstumsimpuls drücken
sie gegen ihre Umgebung, verursachen Spannung im Gewebe, Schmerzen und Drucknekrosen. Ebenso besteht
die Gefahr einer Resorption der distalen Wurzel des 7ers [17, 27, 37, 47].

Folgende Erkrankungen sind häufig mit retinierten Zähnen assoziiert:
Globusgefühl [Kloß im Hals]
Cephalea [Kopfschmerzen]
Wirbelsäulenbeschwerden [Cervical-, Thoracal-,
Lumbalsyndom, Lumboischialgie, SIC Irritation ect.]
Juvenile PcP [Primär chronische Polyarthritis, EORA, LORA]
Depression [Verstimmungszustände]
Allgemeiner Leistungsabfall [CFS]
Otalgie [Ohrenschmerzen]

Die häufigsten retinierten Zähne sind neben den 8ern [Weisheitszähne: 18, 28, 38, 48] die Canini [Eckzähne: 13, 23,
33, 43] und der Mesiodens [Odontoid], eine median gelegene, überzählige Zahnanlage zwischen den ersten
oberen Incisivi [Schneidezähnen 11 + 21; seltener zwischen 31 + 41; Prävalenz: 0,15 - 1,9%, 2M : 1F].

Aus: ÖNR Österreichische Medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsforschung:
„Neuraltherapie – Arbeitsbuch. Band 1: Grundlagen – Untersuchungstechnik - Störfeld“
B Die Zahn-Mund-Kieferregion. Häufige Störfelder des Zahn-Kieferbereichs S.184f
FACULTAS 2009 [Meine Ergänzungen]

Jörg Blech (b.1966), ein deutscher Wissenschaftsjournalist und Buchautor, schreibt in seinem Artikel "Geheimnis der Gesundheit"
(Aus: Der Spiegel 40/2009, 26.09.2009: www.spiegel.de/spiegel/print/d-67036870.html) u.a. folgendes:


..."Die Schädel, die Prof. Daniel Eric Lieberman (1), 45 und Professor für Evolutionsbiologie des Menschen an der Harvard Universität in
Cambridge, Massachusetts USA, hervorkramt, stammen aus allen Erdteilen und sind viele hundert Jahre alt... "Sehen Sie nur, wie schön
das angeordnet ist" ... "Und die Backenzähne sind auch alle am rechten Platz"... Zahnspangen waren damals noch nicht erfunden,
und doch hatten die Besitzer der Schädel erstaunlich gerade Zähne - weil sie bei jeder Mahlzeit noch tüchtig kauten. "Die Kiefer brauchen
mechanische Belastung
", erklärt Prof. Lieberman. "Nur so können die Kieferknochen ausreichend wachsen und allen Zähnen Platz bieten."
In Fütterungsstudien
hat Prof. Lieberman diesen Zusammenhang wissenschaftlich nachgewiesen, und zwar an Klippschliefern. Das sind
murmeltierähnliche Pflanzenfresser, die in Afrika und Westasien beheimatet sind und anatomisch gesehen ihre Nahrung ganz ähnlich wie
Menschen mit den Backenzähnen zermalmen. Nun hat Prof. Lieberman heranwachsenden Klippschliefern eine artfremde Kost vorgesetzt:
zerkleinerte Äpfel, Karotten und Süßkartoffeln, die er zuvor in der Mikrowelle weich gekocht hatte. Drei Monate lang gab es diesen Fraß,
dann vermaß Prof. Lieberman die Schädel der Tiere und stellte fest: Im Unterschied zu Artgenossen, die hartes, weil getrocknetes Obst
und Gemüse zu knabbern bekommen hatten, waren die Kiefer der Breifresser kleiner geblieben: um etwa sechs Prozent.
Ähnlich gehemmt sei das Wachstum der Kauleisten von Menschen, die sich von Fast Food und industriellaufbereiteten
Lebensmitteln ernähren
, sagt Prof. Lieberman. Die Betroffenen hätten in der Folge verkümmerte Kiefer und einfach
nicht genug Platz für ihre Zähne - die scheinbar übergroßen Beißer schieben sich kreuz und quer in den Mund ..."
(1) Daniel Eric Lieberman, Gail E Krovitz, Franklin W Yates, Maureen Devlin, Marisa St Claire: "Effects of food processing on masticatory strain
and craniofacial growth in a retrognathic face." Journal of Human Evolution 46 (2004) 655–677 (und von mir persönlich ergänzt!)



"Diese verlagerten Weisheitszähne (18, 28, 38, 48), im aufsteigenden
Unterkieferast (38, 48) durch Druck oder im Oberkiefer (18, 28) durch
Platzmangel bis in die Kieferhöhle reichend, nehmen die ver-
schiedensten Formen an und lösen dementsprechend einen
Reiz auf das Nervensystem aus, was zu den unglaublichsten
Krankheiten führen kann."

Dr. Ernesto Adler
(1906 - 1996)
Pionier der Zahn-StörfeldLehre und neurofokalen Störfelddiagnose
Aus: „Störfeld und Herd im Trigeminusbereich - Ihre Bedeutung für die ärztliche
und zahnärztliche Praxis“ XXI. Anhang zur 4. erweiterten Auflage, Seite 324
Gesellschaft für Ganzheitliche Medizin, 5. erweiterte Auflage 2004 (1973)


Weisheitszahn
(3.Molar, 8er, 18, 28, 38, 48) - Unglückszahn?
"Die Hauptschwierigkeit liegt darin, dass die impaktierten Weisheitszähne nicht schmerzen,
denn die allgemeine Meinung ist, dass ein Herd oder Störfeld schmerzen muss; da nun
die wenigsten überhaupt wissen, dass sie solche Zähne besitzen, gestaltet sich das Thema schwieriger.

Total abgelehnt werden muss - außer bei sichtbarer Zerstörung - aber die Extraktion der davor stehenden Zähne
(2. Molaren). Der Weisheitszahn jedoch, der dann normalerweise "umkippt", muss auch entfernt werden,
weil er andernfalls zum Störfeld wird oder weil es sogar zu einer schlechten Okklusion mit Störungen im Kiefergelenk
kommt (mögliche kieferorthopädische Korrekturen sind natürlich ausgenommen).
Je früher die Extraktion vorgenommen wird, desto besser und "härter" wird die Ossifikation hinter dem 2. Molaren.

Vergleichen wir nun die Kiefer-Röntgenaufnahmen nur bis 3000 Jahre v. Chr.
(Anthropologisches Institut München, Dr. A. Sollmann),
so sehen wir, dass zwischen Weisheitszahn und aufsteigendem Ast ein Raum besteht, der noch für einen anderen Zahn Platz hätte,
während heute bei fast allen Kiefern der Weisheitszahn, auch der normal gewachsene, schon selbst am oder im aufsteigenden (UK-)
Ast steht
. Dieser Faktor ist es aber nicht allein, sondern durch diese "Verschiebung" nähern sich die Zähne immer mehr der Kurve,
die der Mandibularkanal (N.V3) in dieser Region beschreibt, mit anderen Worten, die Zahnwurzeln befinden sich dicht an demselben."
Ernesto Adler: „Störfeld und Herd im Trigeminusbereich - Ihre Bedeutung für die ärztliche und zahnärztliche Praxis“
Gesellschaft für Ganzheitliche Medizin 5. erweiterte Auflage 2004 (1973)


Grenzen der Röntgendiagnostik in der Zahnmedizin

"Grundsätzliche und bekannte Einschränkungen der zweidimensionalen Übersichts-Röntgenaufnahmen (2D-OPG) sind bekannt: Belegt sind
die Einschränkungen einer 2D-OPG hinsichtlich zahlreicher Parameter: apikale Veränderungen können in Panoramaschichtaufnahmen nicht
sicher beurteilt werden, 34% werden nicht erkannt; Endodontologen übersehen in Panoramaschichtaufnahmen in 40% der Zähne mindestens
einen Wurzelkanal. Somit sind ein Drittel bis die Hälfte aller 2D-OPG für die zahnärztliche Diagnostik nicht hinreichend aussagekräftig [1a]. Es gibt
eine nicht zu überblickende Zahl an wissenschaftlichen Publikationen zur Problematik der Röntgendiagnostik, die sämtlich zeigen, dass auch die
allgmein verwendeten periapikalen Röntgenbilder (PA) zur Beurteilung des medizinischen Erfolgs einer [Wurzelfüllung-] WF- Behandlung nicht ge-
eignet sind: Sie sind zweidimensional und geben möglicherweise keine relevanten Informationen in den [senkrecht -rechtwinkeligen] orthogonalen
Ebenen [1b]. In zahnmedizinischen Praxen wird in aller Regel die Struktur des [Kieferknochens] KKs anhand von 2D-OPG beurteilt, mit ausgezeich-
neten Ergebnissen bei kortikalen Schäden. Wie gezeigt werden konnte, sind allerdings erhebliche Einschränkungen bei der Beurteilung des spong-
iösen [medullären] Knochens zu berücksichtigen [1c]. Trotz der jüngsten Fortschritte in der digitalen Röntgen Technik [Digitales 2D-OPG] mit
verbesserter Bildgebung bleiben die Einschränkungen der Darstellung in spongiösem [medullärem] Knochen erhalten [1d].

Fettig-degenerative Osteolysen des KK und ihre Darstellung im Röntgen - FDOK/NICO

FDOK/NICO zeichnet sich durch Fehlen typischer Entzündungszeichen, Auflösung der knöchernen Strukturen und Ausbildung von Hohlräumen im KK
[medullären/spongiösen Kieferknochen] aus, sowie durch [ischämisch-dystrophes] fettig degeneriertes erweichtes Gewebe innerhalb des KK-Medullarraumes.
Sie sind nicht mit einer klassichen Osteomyelitis zu verwecheseln. Für diese Phänomene, deren Ätiologie bislang wenig bekann ist [2a] beschreiben
Bouquot/Roberts das Problem der radiographischen Darstellung der "unsichtbaren Osteomyelitis" und damit praktisch die Beschränkung jeder FDOK
Diagnose: Die radiographischen Erscheinungsbilder können demnach so subtil sein, dass sie ohne beträchtliche diagnostische Erfahrung praktisch nicht
auszumachen sind [2b]. Zur Verkennung der FDOK/NICO als pathologische und pathogenetische Strukturveränderung des KK [medullären Kiefer-
knochens] trägt diese Problematik der Rö-Darstellung bei. Auch andere Autoren weisen darauf hin, dass eine deutliche Diskrepanz zwischen
neutralen Röntgenbefunden und dem strukturell auffälligen Zustand des KK [medullären Kieferknochens] besteht [2c]."

Aus: Johann Lechner, Jerry Elmer Bouquot, Volker von Baehr: „Histologie und Immunologie der kavitätenbildenden Osteolysen des Kieferknochens. Orale und systemische Manifestation
einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Pathomechanismus chronischer Entzündungserkrankugnen“ 8. Kritische Betrachtung zur Röntgendiagnose der FDOK/NICO
8.1 Grenzen der Röntgendiagnostik der fettig-degenerativen Osteolysen [FDOK/NICO] 8.1.1 Grenzen der Röntgendiagnostik in der Zahnmedizin. Seite 263
8.1.2 Fettig-degenerative Osteolysen des KK und ihre Darstellung im Röntgen. S. 263f. "... die erste Arbeit, die die Aussagekraft von zahnärztlichen 2D-OPG im Hinblick auf
kavitätenbildende FDOK [NICO] im KK [medullären Kieferknochen] mit [patho-]histologischen Befunden, TAU [Transalveolären Ultraschall] Messungen der Knochendichte
[des KK] und mit Laboranalysen von Immunbotenstoffen [Zytokinen, Chemokinen, Interleukinen: RANTES, FGF-2, IL-1RA, MCP-1 ect.] überprüft." [S.281]
Band II, 1. Auflage 2015 MDV Maristen Druck u.Verlag Furth ISBN 978-3-931351-30-4
Johann Lechner: "NICO – Ist fehlende röntgenologische Evidenz Beweis fehlender klinischer Existenz?" pdf >>> ZWR - Das Deutsche Zahnärzteblatt 2010; 119 (10)
Johann Lechner, Volker von Baehr: "RANTES and fibroblast growth factor 2 [FGF-2] in jawbone cavitations: triggers for systemic disease?" Int J Gen Med. 2013 Apr 22;6:277-90
E Cotti, G Campisi, V Garau, G Puddu: "A new technique for the study of periapical bone lesions: ultrasound real time imaging" Int Endod J. 2002 Feb;35(2):148-52
[1a] Prof. Dr. Axel Bumann: "Der aktuelle Stand bildgebender Verfahren" Wissenschaft und Fortbildung BZV 2009:59-63
[1b] S Patel, A Dawood, F Mannocci, R Wilson, T Pitt Ford: "Detection of periapical bone defects in human jaws using cone beam computed tomography
[3D-DVT] and intraoral radiography" Int Endod J. 2009 Jun;42(6):507-15
[1c] GM ARDRAN: "Bone destruction not demonstrable by radiography" Br J Radiol. 1951 Feb;24(278):107-9
IB Bender, S Seltzer: "Roentgenographic and direct observation of experimental lesions in bone" I. and II. 1961. J Endod. 2003 Nov;29(11):707-12; discussion 701
EJ Ratner, P Person, DJ Kleinman, G Shklar, SS Socransky: "Jawbone cavities and trigeminal and atypical facial neuralgias" Oral Surg Oral Med Oral Pathol. 1979 Jul;48(1):3-20
EJ Ratner, B Langer, ML Evins: "Alveolar cavitational osteopathosis. Manifestations of an infectious process and its implication in the causation of chronic pain" J Periodontol. 1986 Oct;57(10):593-603
WE Shankland 2nd.: "Craniofacial pain syndromes that mimic temporomandibular joint disorders" Ann Acad Med Singapore. 1995 Jan;24(1):83-112
WE Shankland 2nd.: "Osteocavitation lesions (Ratner bone cavities): frequently misdiagnosed as trigeminal neuralgia--a case report" Cranio. 1993 Jul;11(3):232-6; discussion 235-6
[1d] George Fortune Brodrick Birchwood: "Osteoporotic bone" In: "Understanding osteoporosis and its treatment: a guide for physicians and their patients"
New York: The Parthenon Publishing Group; 1996: 8-11
[2a] R Dotti, DM Müller, A Benini: "Klinik, Ätiologie, Pathogenese, Diagnostik und Therapie der aseptischen Knochennekrosen – eine aktuelle Literaturanalyse" (Clinical appearance,
etiology, pathogenesis, diagnosis and treatment of avascular bone necrosis – review of present literature) Praxis (Bern 1994). 2002 Jan 30;91(5):163-76
[2b] JA Bouquot, AM Roberts: "NICO (neuralgia-inducing cavitational osteonecrosis): radiographic appearance of the "invisible" osteomyelitis" Oral surg Oral Med Oral Pathol 1992;74:600
[2c] SF Schwartz, JK Foster Jr.: "Roentgenographic interpretation of experimentally produced bony lesions" Oral Surg Oral Med Oral Pathol. 1971 Oct;32(4):606-12


Die röntgenologisch unerkannten Osteolysen des Kieferknochens - NICO/FDOK

"Bedenkt man die verbreitete Praxis der Zahnextraktion, die den Zahn entfernt, die Alveole aber unversorgt und ungereinigt lässt
und rechnet man dazu noch die nicht geheilten Extraktions- und Operationswunden im Bereich der Weisheitszähne, dann sollte
es nicht verwundern, wenn nach den akuten Schmerzen, die diese nach sich ziehen chronisch-unterschwellige Prozesse im Kiefer
verbleiben, die sich der Aufmerksamkeit der Zahnärzte bislang entziehen konnten. Und zieht man noch die Nichtanlagen eines
offensichtlich in vielen Fällen von der Natur her vorgesehenen "9-er" Zahnes dazu und bedenkt den bislang für die Wissenschaft
unerklärlichen Widerspruch, dass Bisphosphonate überall im Körper für festeren Knochen sorgen, aber im Kiefer [1] diesen
auflösen, so scheinen diese NICO/FDOK-Osteolysen mehr Zuwendung zu verdienen."

Aus: Dr. Johann Lechner München: „Kavitäten bildende Osteolysen des Kieferknochens. Systemisch-ganzheitliche Wirkungen
der aseptischen Osteonekrosen „Kieferostitis“ und „NICO“ im Kiefer. Dokumentation und Einführung in eine immunbiologisch
und kieferchirurgisch erweiterte Therapie chronischer Krankheiten“ 2.Osteolysen des Kieferknochens - Stimmen Röntgenbild,
Struktur und Funktion immer überein? Seite 33. 1. Auflage 2011 MDV Maristen Druck u. Verlag Furth
[1] "Osteonekrosen des Kiefers unter Bisphosphonaten" Deutsches Ärzteblatt, Jg. 101, Heft 31-32, 02.08.2004
SL Ruggiero, B Mehrotra, TJ Rosenberg, SL Engroff: "Osteonecrosis of the jawsassociated with the use of bisphosphonates: a review of 63 cases"
J Oral MaxillofacSurg 2004; 62: 527-534
HC Schwartz: "Osteonecrosis and bisphosphonates: correlation versus causation" J Oral Maxillofac Surg 2004; 62: 763-764
GD Carter, AN Goss: "Bisphosphonates and avascular necrosis of the jaws" Aust Dent J 2003; 48: 268
RE Marx: "Pamidronate (Aredia) and zoledronate (Zometa) induced avascularnecrosis of the jaws: a growing epidemic"
J Oral Maxillofac Surg 2003; 61: 1115-1117
www.prostatakrebse.de/informationen/html/nw_osteonekrose.html


2012


2D-Digitale OPT - 2D-Digitales Orthopantomogramm -
2D-digitale dentale Röntgenaufnahme - 2D-digitales Zahnpanorama-Röntgen
Männlicher Patient, geb.1990, mit teilretinierten Zähnen 38 u. 48 (UK) und retiniert -impaktierten Zähnen 18 u. 28 (OK)

"Wenn ein Weisheitszahn aus Platzmangel nur teilweise durchgebrochen ist und sich das Zahnfleisch an dieser Stelle
immer wieder entzündet oder wenn sich vielleicht sogar bereits eine "dicke Backe" gebildet hat, muss dieser
chronische Entzündungsbezirk entfernt werden. Auch ein Weisheitszahn, der noch im Kiefer liegt, noch gar nicht
durchgebrochen ist und somit auch keine Pforte für bakterielle Infektionen aus dem Mundraum ist, kann ein Störfeld sein.

Für den Organismus ist der Sollzustand der voll durchgebrochene Zahn.
Kann ein Zahn, aus welchem Grund auch immer, nicht durchbrechen und bleibt im Kiefer liegen,
reagiert der Körper so, als wäre dieser Zahn ein Fremdkörper, und versucht, diesen zu eliminieren.

Dies geschieht in der Regel über eine (chronische) Entzündungsreaktion, die die Eigenregulation belastet
und den Allgemeinzustand verschlechtert, sodass sich um diesen Zahn Zysten bilden können.
Vom Standpunkt der energetischen Beziehung aus betrachtet, liegt der Weisheitszahn auf dem Herz-/Dünndarm-Funktionskreis.
Dies könnte eine Erklärung dafür sein, warum aufgrund von verlagerten Weisheitszähnen symptomatisch therapieresistente
und schulmedizinisch nicht erklärbare Herzprobleme wie z.B. Herzrhythmusstörungen auftreten. Ein gesundes Herz
ist jedoch (nicht nur) für einen Sportler die Basis eines funktionstüchtigen und leistungsfähigen Kreislaufs.


Als Zahnärzte müssen wir uns bewusst sein, dass ein nicht unerheblicher Belastungsfaktor auch von den Zähnen
und von zahnärztlichen Werkstoffen ausgehen kann... Entsprechend der ganzheitlich-systemischen Wirkung unterscheidet
die ganzheitliche Zahnmedizin die chronisch-entzündlichen Störfaktoren und die chronisch-toxischen Störfaktoren als Hindernisse
der Selbstheilung... Letztere... die Umwelt-ZahnMedizin... ist die Medizin von Schadstoffbelastungen aus zahnärztlichen Werkstoffen.
Im Gegensatz zu diesen exogenen Störfeldern mit ihrer allergischen und vor allem chronisch-toxischen Problematik stehen bei
den endogenen Störfeldern die chronisch-degenerativen (Dauer-) Entzündungen der Zahnstörfelder im Vordergrund.

Das Erkennen und die Wertung beider Arten von Störfeldern sind insbesondere bei der Therapie von chronisch Kranken wichtig.
Die Kenntnis der umwelt-zahnmedizinischen Problematik und der chronisch-degenerativen Entzündungen gehören zum Basiswissen
jedes qualifizierten ganzheitlichen Therapeuten... denn das Heer der chronisch Kranken steigt rapide, und mit der üblichen, rein
Symptom orientierten Suppressionstherapie ist dem chronisch Kranken in vielen Fällen nicht wirklich und dauerhaft geholfen."

Karlheinz Graf: „Störfeld Zahn. Der Einfluss von Zähnen und zahnärztlichen Werkstoffen auf die Gesundheit“
Kapitel 6.3.1 Sportmedizinisch relevante Störfelder Seite 184f und im Vorwort Seite IX. URBAN & FISCHER 2010


"Waren früher vereinzelt noch Eckzähne (13,23,33,43) im Knochen stecken geblieben (vor Zorn - siehe Emotionen des Gallenmeridians)
oder kümmerliche Zweier (12,22,32,42) durchgebrochen (klein vor Schreck und Angst - siehe Emotionen des Blasenmeridians),
so treten diese Probleme derzeit absolut in den Hintergrund. Ganz im Trend liegt heute der
Zahn der Weisheit (18,28,38,48),
ob retiniert, impaktiert oder schon gar nicht mehr angelegt. Es wäre einfach, in solchen Fällen ausschließlich biologische Gründe
zu betrachten, wobei Vererbung, Tendenz zu Längenwachstum, Minder- und Mangelernährung sicher eine Rolle spielen.
Die persönliche Art des Patienten, sein individuelles Schicksal und seine geografische und familiäre Herkunft
spielen ebenfalls eine Rolle. Doch was in meinen Augen besondere Aufmerksamkeit verdient, ist die zunehmende Vermassung
der Menschheit und das entsprechend riesige Potential dieses morphogenetischen Feldes.
Als Zahnärzte sind wir Zeitzeugen einer galoppierenden Evolution, die kein Ende nimmt.

Nun sind die Weisheitszähne dem Feuerelement zugeordnet und gehören zum Herzmeridian, der emotionale Werte beinhaltet wie
Selbstwert, Achtung oder Liebe. Die massive Tendenz zu Nichtanlagen, zumindest die zunehmende Zurückhaltung und Verlagerung der
Achter
,
findet sein Gegenstück in der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung. Das Herz, das Gefühl oder wie sie es nennen mögen,
wird nicht mehr gebraucht, daher ist Platz für vermeintlich Wichtigeres. Dass der Retromolarbereich - (regg. 19,29,39,49,
"Reunion aller 12 Meridiane") - die Funktion und Aufgabe des Weisheitszahnes übernimmt, damit nach hinten und kranial verlagert,
bedeutet, dass Herz und Hirn im übertragenen Sinn quasi zwangsweise zusammenkommen.
Und entsprechende Kommunikationsstörungen finden wir allenthalben sogar in der schulmedizinischen Fachpresse
(Cranio-mandibuläre Dysfunktion, Bruxismus und wie sonst noch)."


Christoph Schnurrer: "Der Mund ist das Tor zur Seele", Teil 9: Zahn - Nichtanlagen. S.30,31 COMED Nr.06/2010


"Schon Dr. A. H. Sollmann [1] hat 1966 in der Zeitschrift "Medizinische Klinik" (Nr.2, 51-54,1966) die Arbeit "Kieferwinkel und vertebragene
Krankheiten
" veröffentlicht und beschrieb, dass der Kieferwinkel und vertebragene (von der Wirbelsäule kommende) Krankheiten in engem
Zusammenhang stehen
. So können pathogene Prozesse im Bereich des Weisheitszahnes eine so genannte Herdvergiftung erzeugen, die dann
seitenidentisch Rückenleiden erzeugen kann. Wirbelsäulenerkrankungen haben ebenfalls oftmals den Weisheitszahn als eigentlichen Urheber,
vor allem, wenn sich in dessen Bereich osteolytische Prozesse abspielen. ("Sollmann blickt auf ein Kollektiv von über 1.000 kieferchirurgisch im
9-er/Kieferwinkelgebiet sanierten Patienten zurück. Operativ-makroskopisch zeigte sich stets eine "echte abkaterielle, geruchlose, ölig-degenerative
Ostitis = FDOK. Er setzt die "osteolytischen Herde im Retromolarraum" kausal-pathogenetisch in Bezug zu Nervenwurzelerkrankungen im gesamten
Bereich der Wirbelsäule [2, 1]) So ist hier z.B. eine Ostitis häufig die milieubestimmende und vorbereitende Ursache für einen Bandscheibenvorfall.
Andererseits gibt es nach einer englischen Studie keinen Herzinfarkt ohne ein abgelaufenes Weisheitszahngeschehen. Ein Störfeld in dem Bereich
kann aber ebenso für eine massive Dünndarmproblematik stehen. Es ist also äußerst wichtig, einen Herd in größeren Zusammenhängen zu sehen,
um nicht zu vergessen, ein verstecktes Krankheitsbild in der Anamnese zu enttarnen. Hieraus versteht sich, dass man immer daran denken muss,
dass ein Herd, egal, ob ein Zahn noch vorhanden ist oder nicht oder schon gezogen wurde (!!!), dass ein Herd der aus einem osteolytischen Prozess
(FDOK = NICO) besteht, nur operativ entfernt werden kann. Dies kann sofortigen Therapieerfolg bringen und eine dauerhafte erfolgreiche Ausheilung
verursachen. Der Nobelpreisträger (1935) Hans Spemann (1869-1941) berichtete in seinem Festvortrag 1935 in Stockholm, dass entwicklungs-
geschichtliche Zusammenhänge bestehen, die in die neurovegetativen Zusammenhänge des menschlichen Kieferwinkels mit einer fernen Organ-
wirkung hineinpassen. Auch schon vor dieser Zeit war und ist bekannt, dass alles im Organismus sich in einer ständigen vegetativ gesteuerten
Unruhe befindet. Die alten Griechen beschrieben dies mit παντα ρει - panta rhei, alles fließt, alles ist in stetigen Fluss. Dies bedeutet für
den Kieferknochen, dass er in stetiger Bewegung ist und er somit diGlobue Zähne ebenfalls in Bewegung hält."

Aus: Prof. Prof. h.c. Dr. med. dent. Werner Becker (b.1942), Niehler Damm 275, D- 50735 Köln-Niehl
www.prof-becker-koeln.de/Publikationen-3.html, www.bnz.de
[1] Arno H. Sollmann: Kieferwinkel und vertebragene Krankheiten. Med. Klinik, 61. Jg., Nr. 2, 51-54 (1966)
Arno H. Sollmann: Craniocaudale Herdbeziehung im Organismus. Erfahrungsheilkunde 20 (1971) 7
Arno H. Sollmann, M Trapp-Kolb: Die Osteolyse des Kieferwinkels und ihre kausal-pathogenetische Bedeutung
für wirbelsäulenbedingte Nervenwurzelerkrankungen" München; Med Welt Nr.29; 1622-1624
[2] Johann Lechner, Jerry Elmer Bouquot, Volker von Baehr: "Histologie und Immunologie der kavitätenbildenden Osteolysen des Kieferknochens.
Orale und systemische Manifestation einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Pathomechanismus chronischer Entzündungserkrankugnen"
3. Histologie des Kieferknochens. 3.3 Ischämisch erkrankter Kieferknochen - Diagnostische Begriffe und Kriterien. 3.3.3 Fettige Degeneration.
d) Öl-Zysten bei Nekrose im Markraum Seite 68. Band II, 1. Auflage 2015 MDV Maristen Druck u.Verlag Furth ISBN 978-3-931351-30-4

Weisheitszahn-Probleme OPTI DENT SUISSE:
www.optimale-zahnbehandlung.ch/index.php/zahn/zahngebiss?start=21
www.optimale-zahnbehandlung.ch/index.php/zahn/zahnprobleme?start=28

Wurzel-/Endodontisch behandelte Zähne
sog. "Tote" Zähne


WFZ - Wurzel-Füllung-Zahn/Zähne
Wurzelbehandelte Backen-/Stockzähne/Molare

"Wurzelbehandlung - State of the Art in der Therapie einer irreversiblen Pulpitis ist die Wurzelbehandlung (Endodontie).
Die Wurzelbehandlung stellt keine ursächliche [kausale] Therapie dar. Es wird der Versuch unternommen, einen
geschädigten Zahn für eine gewisse Zeit symptomfrei im Mund zu erhalten. Die Behandlung besteht in einer Pulpen-
exstirpation ["Ausräumung der Pulpa"] in Lokalanästhesie. Bei den Molaren [Stockzähnen] wird okklusal trepaniert,
bei den Incisivi [Schneidezähnen] palatinal oder lingual. Der Wurzelkanal wird aufbereitet und nach
Desinfektion bis zum Apex [Wurzelspitze] möglichst dicht mit Wurzelfüllmaterial gefüllt.

Wurzelgefüllte Zähne weisen folgende Merkmale auf:
dunkle Verfärbung (nach längerer Verweildauer)
okklusales Bohrloch bei Kronen
radiologisch: röntgendichte Wurzelfüllung

Auch eine lege artis durchgeführte Wurzelbehandlung stellt ein potentielles Störfeld dar.

In den [Zahnbein-] Dentinkanälchen verbleiben große Mengen von Detritus [1], der in den umgebenden Knochen diffundiert
und dort eine chronische Entzündungsreaktion ["silent inflammation", NICO, FDOK] verursacht und unterhält.

Cave: Wenn der Patient auf die Zahnerhaltung [durch Wurzelbehandlung] besteht, sollte er über den Umstand
aufgeklärt werden, dass damit eine "chronische Entzündung" im Körper belassen wird, die gesundheitliche
["systemische"] Risiken in sich birgt ..."

Aus: ÖNR Österreichische Medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsforschung:
„Neuraltherapie – Arbeitsbuch"
Band 1: "Grundlagen – Untersuchungstechnik - Störfeld“
B Die Zahn-Mund-Kieferregion. Häufige Störfelder des Zahn-Kieferbereichs. S.184f
FACULTAS 2009 [Meine Ergänzungen]
[1] Als Detritus bezeichnet man die Gesamtheit der nach einer Gewebenekrose verbleibenden,
durch Autolyse nicht weiter abbaubaren zellulären Zerfallsprodukte, die beispielsweise den
Inhalt von Abszessen oder Pseudozysten bilden. Aus: http://flexikon.doccheck.com/de/Detritus

Endodontie aus Sicht der Umwelt-Zahnmedizin pdf >>>
Dr.med.dent. Lutz Höhne - ZWR - Das Deutsche Zahnärzteblatt 2010; 119 (4)


Das Toxische Schock-Syndrom: Beispiel einer verzögerten Fokalinfektion aus wurzelgefülltem Zahn pdf >>>
Dr.med.dent. Johann Lechner Praxisklinik Ganzheitliche ZahnMedizin München CO.med September 2016
Robert J. Kulacz (DDS), Thomas E. Levy (b.1953, US-amerikanischer Kardiologe, MD, JD): 1. “The Roots of Disease – Connecting Dentistry & Medicine” Xlibris Corporation 2002
2. “The Toxic Tooth - How a root canal could be making you sick” with a Foreword by: Boyd E.Haley, PhD, Medfox Publishing; 1 edition 2014. http://peakenergy.com/index.html

"Zahnherde und Endodontieversager ["Wurzelfüllungsversager"] entstehen meistens durch bakterielle Infektionen mit gramnegativen Anaerobiern.
Der modernen zahnärztlichen Endodontie ["Lehre vom Zahninneren", "Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes und des periapikalen Gewebes"]
ist das Problem der Bakterienansiedlung in den Tubuli [Dentinkanälchen ] wurzelgefüllter Zähne (WFZ) bewusst und es werden ständig neue
Verfahren entwickelt, um diese Gefahren zu minimieren. Das histologische Bild zeigt deutlich die Situation: Zerfallendes Eiweiß [Protein]
löst akute Entzündungsprozesse mit erhöhten TNF-α Spiegeln aus, chronisch entstehen flüchtige Schwefelwasserstoffverbindungen
und biogene Amine [Mercaptane, Thioether, Cadaverine], die Immunreaktionen stimulieren.
Zur Klärung eines möglichen Zusammenhangs zwischen Zahntoxinen aus WFZ [Mercaptane, Thioether, Cadaverine] und der Initiierung
einer chronischen Entzündungsreaktion
, stellt das IMD-Berlin - www.inflammatio.de - die Effektorzelltypisierung auf Mercaptane und Thioether
als Testverfahren [1a] bereit. Bei dieser nicht Erreger-bedingten spezifischen Effektorzelltypisierung auf Mercaptane und Thioether werden
Lymphozyten des Patienten mit einer geeigneten Dosis der Toxine [Mercaptane, Thioether] stimuliert und nach 24 Stunden die Zytokine [TH1-] INF-γ
und [TH2-Treg-] IL-10 im Kulturüberstand bestimmt. Positive Reaktionen im Vergleich zu einem nicht stimulierten Kontrollansatz sprechen für das
Vorliegen einer Sensibilisierung. In diesem Fall ist damit zu rechnen, dass es auch im Organismus bei Kontakt zu diesen Substanzen zu
Entzündungsreaktionen kommt, da die Typ IV-Immunreaktion [n.Coombs u. Gell] auf die modifizierten Eiweiße [Mercaptane, Thioether]
als Ursache eines chronischen Entzündungsherdes anzusehen ist ... Die Effektorzelltypisierung [TH1-INF-γ, TH2 Treg-IL-10] im Labor
kann damit durch Zahntoxine verursachte Immunaktivierungen und Immunfehlfunktionen abklären ...

[1a] Sensibilisierung auf Mercaptane Thioether - Herddiagnostik bei wurzelgefüllten Zähnen und lokalen Entzündungsprozessen:
www.inflammatio.de/fachbeitraege/umwelt-zahnmedizin/endodontie



Abb. 7.2-9: Verteilung auf systemisch-immunologische Krankheitsbilder
bei 182 Merc/Thio sensibilisierten Patienten


Die Ergebnisse der Merc/Thio-Sensibilisierungstests [2011/12] zeigen, dass 50% der Patienten [n=182] unseres Kollektivs [n=354]
mit WFZ entzündlich förderndes oder lakonisch dämpfendes Immunverhalten aufweisen. Diese Feststellung ist klinisch relevant:
Bei den 182 Patienten mit WZF und Sensibilisierung auf Merc/Thio zeigt Abb. 7.2-9 die Verteilung auf systemisch-immunologische
Krankheitsbilder. Wegen dieses Zusammenhangs scheint eine Überprüfung auf potenzielle immunologische Sensibilisierungsreaktionen
bei jedem Patienten mit WFZ unter systemischen Aspekten angezeigt
, denn bei jedem zweiten Patienten mit Tumoren, Rheumaerkrankung,
neurodegenerativen Erkrankungen, Immunschwäche und Infektanfälligkeit sowie atypischem Gesichtsschmerz liegt eine immunologische
Beeinträchtigung durch [WurzelFüllungsZähne] WFZ vor ...

Vier hypothetische Osteo-immunologische Szenarien um einen WFZ
Gegenüber einem Befund während oder kurzfristig nach einer WF [Wurzelfüllung] kommen mittel- und längerfristig
mehrere veränderte Situationen zytokingesteuerter Signalgebung im Kiefer und im Körper in Betracht.

a) Im Kiefer des mit WF zu versorgenden Zahnes befindet sich häufig eine apikale Entzündung; diese ist akut und lokal begrenzt und ist deshalb
meist ohne systemische Wirkung. Auch Mikroverletzungen durch die instrumentelle [Wurzel-] Kanalaufbereitung und Einimpfungen bakteriell
[kontaminierten] verseuchten Materials in den periapikalen Knochen ist möglich.

b) Auch auf die xenobiotischen Wurzelfüllungen reagiert der periradikuläre Knochen mit erhöhter Expression von inflammatorischen Zytokinen.
Huang et al. [2005] finden, dass alle gängig verwendeten Materialien bei Kontakt zu Expression von inflammatorischen Zytokinen
aus kultivierten Knochen Zellen führen.

c) Diese akute Entzündungs- und Schmerzsituation spiegelt sich in einer Erhöhung von Akutzytokinen
wie IFN-γ und TNF-α in Phase 1 einer WF [Wurzelfüllung] wieder (siehe Abb. 7.2-12)



Interpretation einer erfolgreichen Phase 1 einer WF für den Kliniker:

Hier liegt nach Abklingen der Akutsituation eine gelungene WF vor, ohne langfristige systemische Auswirkungen,
entweder über immunologische Sensibilisierung auf [TH1-] INF-γ und/oder [TH2-Treg-] IL-10. Auch die lokale Situation
im Kieferknochen erfordert keine weitere Behandlung. Die Röntgenkontrolle ist unauffällig.

d) In einer zeitlich weiterlaufenden Phase 2 kann das Immunsystem durch die entstehenden biogenen Amine Thioether (Thio)
und Mercaptan (Merc) im WFZ weiter negativ stimuliert werden, indem verstärkt IFN-γ und/oder IL-10 gebildet werden.
(siehe Abb. 7.2-13)



Interpretation nicht erfolgreicher Phase 1 und Phase 2 einer WF für den Kliniker:

Für den Kliniker ist diese Situation einfach: Die durch die Unvollständigkeit der WF verursachte apikale Ostitis
["Wurzelspitzen Entzündung"] wird bereinigt, indem der schmerzende Zahn entfernt wird [Exodontie, Zahnextraktion].
Es besteht eine klare klinische und röntgenologische medizinische Indikation zur Bereinigung der Akutsituation
der infalmmatorischen Zytokinexpression.

e) Inwieweit ein mittelfristiger Abbau apikaler Läsionen bis zur röntgenologischen "Ausheilung" nur das Abklingen der TNF-α und IFN-γ
getragenen Akutsituation, aber nicht die längerfristige systemische Sensibilisierung auf Merc/Thio repräsentiert, bleibt
im Röntgenbild ungeklärt. (siehe Abb. 7.2-14)



Interpretation einer augenscheinlich erfolgreichen Phase 1 und einer Merc/Thio
sensibilisierten Phase 2 einer WF für den Kliniker:

Nach erfolgreichem Abklingen der entzündlichen Akutsituation verbleibt eine chronisch-subtoxische Belastung durch die
lokal angereicherten Zahntoxine Merc/Thio
, nachzuweisen über erhöhte flüchtige Schwefelwasserstoffverbindungen mit dem
Oro-Tox-Test (www.orotox.de). Lokale Anreicherung führt mittel- bis längerfristig zu einer dauerhaften Überstimulation
von inflammatorischen IFN-γ oder antiinflammatorischen IL-10 Signalen im Immunsystem.

Die klinische Beurteilung des WFZ wird erschwert und verfälscht durch:
Mechanische Festigkeit des WFZ, was zur Diagnose einer
vermeintlich störungsfreien Osteointegration führt
Röntgenologische Unauffälligkeit des WFZ
Keine Schmerzhaftigkeit des WFZ auf Druck
Systemisch-immunologische Symptome stehen nicht
unmittelbar mit WF in Verbindung, sondern treten erst nach
einer gewissen Zeit auf über erhöhte IFN-γ/IL-10 Expression

f) Inwieweit ein mittelfristiger Abbau akikaler Läsionen bis zur röntgenologischen "Ausheilung" auch die längerfristige Expression von
RANTES/CCL-5 in einer systemisch relevanten Phase 3 repräsentiert oder verschleiert, soll in diesem Kapitel diskutiert werden.
(siehe Abb. 7.2-15)



Interpretation einer erfolgreichen Phase 1 und einer zunehmenden RANTES/CCL-5
Expression aus neu entwickelten FDOK in Phase 2 einer WF für den Kliniker:

Diese Situation entsteht, wenn fortgesetzte ["Alarmzytokine"] TNF-α oder [TH1-] IFN-γ Triggerung die RANTES Signalgebung
aus dem periapikalen Areal chronisch fortlaufend verstärkt. Dieses sich mittel- bis langfristig neu entwickelnde FDOK/NICO Areal
ist röntgenologisch nicht erkennbar ... Der Kliniker sitzt hier zwischen zwei Stühlen: Einerseits die röntgenologische Unauffälligkeit
des WFZ, andererseits die positive TAU-Messung [Transalveolärer Knochendichte Ultraschall]. Die aufgeführten Fälle zeigen allerdings,
dass unter systemisch-immunologischen Aspekten, diese Patienten einem doppelten "Mediatoren-Beschuss" ausgesetzt sind:
Zum einen hohe RANTES Expression aus FDOK am WFZ, zum zweiten die Stimulation der IFN-γ/IL-10 im Immunsystem ..."

g) Für eine Interaktion von IL-10 und RANTES sprechen Untersuchungen bei allergischen und viral bedingten Atemwegserkrankungen: Hier
fanden Forscher eine signifikant positive Korrelation zwischen IL-10 und RANTES im pathophysiologischen [Entstehungs]mechanismus [1b]."


Aus: Johann Lechner, Jerry Elmer Bouquot, Volker von Baehr: „Histologie und Immunologie der kavitätenbildenden Osteolysen des Kieferknochens. Orale und systemische Manifestation
einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Pathomechanismus chronischer Entzündungserkrankugnen“ 7. Synergetik einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie.
7.2 Synergetische Osteoimmunologie endodontisch behandelter Zähne 7.2.1 Nichterreger-bedingte spezifische Effektorzelltypisierung auf Mercaptane und Thioether. Seite 245
7.2.1.1 Interpretation der vier möglichen Ergebniskonstellationen im Mercaptane/Thioether Stimulations-Test. Seite 247. 7.2.1.2 Klinik des Mercaptane/Thioether Stimulations-Tests.
Seite 248, Abb 7.2-9 Seite 249. 7.2.2 Zytokinprofil und Mercaptane/Thioether-Sensibilisierung bei WFZ Seite 252-255, Abb 7.2-12 u. 7.2-13 Seite 253
Abb. 7.2-14 Seite 254, Abb. 7.2-15 Seite 255. Band II, 1. Auflage 2015 MDV Maristen Druck und Verlag Furth ISBN 978-3-931351-30-4
Johann Lechner: "Validation of dental X-ray by cytokine RANTES – comparison of X-ray findings with cytokine overexpression in jawbone" Clin Cosmet Investig Dent. 2014; 6: 71–79
Johann Lechner: "NICO – Ist fehlende röntgenologische Evidenz Beweis fehlender klinischer Existenz?" pdf >>> ZWR - Das Deutsche Zahnärzteblatt 2010; 119 (10)
TH Huang, CC Yang, SJ Ding, M Yeng, CT Kao, MY Chou: "Inflammatory cytokines reaction elicited by root-end filling materials" J Biomed Mater Res B Appl Biomater. 2005 Apr;73(1):123-8
Johann Lechner, Volker von Baehr: "Stimulation of proinflammatory cytokines by volatile sulfur compounds in endodontically treated teeth" Int J Gen Med. 2015 Mar 10;9:109-18
Elisabeth Jacobi-Gresser, Sabine Schütt, Katrin Huesker, Volker von Baehr: "Methyl mercaptan and hydrogen sulfide products stimulate proinflammatory cytokines
in patients with necrotic pulp tissue and endodontically treated teeth" J Biol Regul Homeost Agents. 2015 Jan-Mar;29(1):73-84
www.inflammatio.de/fileadmin/user_upload/inflammatio/Publikationen/Jornal_of_Biological_Regulators_Homeostatic_Agents_DRUCK.pdf
[1b] H Murai, A Terada, M Mizuno, M Asai, Y Hirabayashi, S Shimizu, T Morishita, H Kakita, MH Hussein, T Ito, I Kato, K Asai, H Togari: "IL-10 and RANTES are elevated
in nasopharyngeal secretions [Respiratory syncytial virus (RSV) infection] of children with respiratory syncytial virus infection" Allergol Int. 2007 Jun;56(2):157-63
A KleinJan, MD Dijkstra, SS Boks, LA Severijnen, PG Mulder, WJ Fokkens: "Increase in IL-8, IL-10, IL-13, and RANTES mRNA levels (in situ hybridization)
in the nasal mucosa after nasal allergen provocation" J Allergy Clin Immunol. 1999 Mar;103(3 Pt 1):441-50


2009 bis 2015

Patient A. D. b.1935:
chr.rez.Cervicobrachialsyndrom, Lumboischialgien, Vertigo, Tinnitus,
Infektanfälligkeit, Allgemeines Müdigkeitssyndrom VHF, KHK,
AOKL-, TKKL-, MKL-Insuffizienz, art. Hypertonie

Sind Wurzelbehandlungen sicher? - Kritische Stimmen zur Endodontie pdf >>>
Kapitel 2 in E Jacobi-Gresser, J Lechner, V von Baehr: "Immunologie und Toxikologie des wurzel-
gefüllten Zahnes - Umwelt-ZahnMedizin und Endodontie" Seite 13-24. DEGUZ Monografie 02 4/2015
Mit freundlicher Genehmigung (22.5.2015): Dr.med.dent. Johann Lechner München


Tote Zähne - eine Belastung für das Immunsystem?
pdf >>>
www.inflammatio.de/fileadmin/user_upload/inflammatio/Online_Fortbildungen/
Vortraege_2013/ 2013_03_20_Tote_Zaehne_eine_immunologische_Belastung_fue.pdf
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin 20.03.2013


Devitale Zähne als Trigger systemischer Entzündungserkrankungen? Vorstellung von Studienergebnissen
www.inflammatio.de/fileadmin/user_upload/inflammatio/Online_Fortbildungen/2015/2015_02_11_Devitale_Zaehne_Studienergebnisse.pdf
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin 11.02.2015

Tote Zähne - Der Irrtum der Wissenschaft
Aus: www.totezaehne.de

Seit 1998 ist es wissenschaftlich anerkannt, dass 90% der oberen Molaren [Backenzähne] einen vierten Wurzelkanal in der mesio-bukkalen Wurzel haben.
Das bedeutet, das bis dahin 90% der oberen wurzelgefüllten Backenzähne auch bei bester Versorgung und röntgenologischer Kontrolle, als massive
bakteriologische und toxikologische Störfelder anzusehen waren: In 90% der Fälle wurde offensichtlich ein ganzer Kanal nicht richtig desinfiziert und versorgt.
Die wissenschaftliche Lehrmeinung in der zahnärztlichen Endodontie entsprach also über Jahrzehnte nicht den biologischen Tatsachen.
[Unter Endodontie/Endodontologie versteht man einen Teilbereich der Zahnheilkunde (Stomatologie), der sich mit Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes
- Krankheiten des Zahnmarkes (Pulpa), bzw. des Wurzelsystems (Endodont) - und des periapikalen Gewebes beschäftigt]


Reflektieren wir diese Tatsache unter dem Aspekt bioenergetischer Testmethoden - deren Ergebnisse und Anwendung von schulmedizinischer Seite
permanent kritisiert werden - ergibt sich folgendes Bild: Die Repräsentanten der "Zahnärztlichen Wissenschaft" haben bis 1998 -
nach heutiger gültiger wissenschaftlicher Aussage - bei 90% der oberen wurzelgefüllten Molaren eine Fehlaussage getroffen.

Diese lautet: "Drei sorgfältig abgefüllte Wurzelkanäle - bei röntgenologischer Kontrolle - sind ein Nachweis dafür,
dass keine chronisch bakteriellen und toxischen Belastungen von diesen Zähnen ausgehen".

Demgegenüber steht die Tatsache bioenergetischer Testmethoden - wie sie von der GZM - www.gzm.org - vertreten werden - die besagen,
dass circa 90% dieser wurzelgefüllten oberen Molaren Störfelder sind. Obwohl die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse beweisen,
dass die bisherige Ansicht der "Wissenschaftsvertreter" falsch und die Ergebnisse der bioenergetischen Testmethoden richtig waren,
werden diese Methoden - www.dr-lechner.de - Patienten Info/ BioenergetischeStörfeldtests - nicht angemessen diskutiert.

Die Irrtümer der "Wissenschaft" werden hingenommen, die Aussagen komplementärer Methoden weiterhin unreflektiert
als "Behandlungsfehler" und unwissenschaftlich" dargestellt."
Aus: www.totezaehne.de/

"Besonders kritisch ist die Kombination von Wurzel gefüllten Zähnen mit
benachbarten Amalgamfüllungen. Das in den toten Zähnen entstehende Mercaptan
wird durch den Stoffwechsel von Bakterien in Methyl-Mercaptan umgewandelt,
eines der stärksten Nervengifte."
(Johann Lechner ebenda S67)

Das Quecksilber (Hg: Hydrargyrum) aus Amalgam-Füllungen kann sich mit
den in wurzelbehandelten/devitalen Zähnen - durch Bakterienabau - entstehenden
Bakterientoxinen (Schwefelwasserstoff, Methanthiol) zu noch toxischeren
und systemisch
wirksamen (lipophilen) Substanzen (Methyl-Mercaptane, Thioether) verbinden.



Aus: "THE TOXICITY OF ORAL INFECTIONS AND AMALGAMS" by Dr. Boyd Haley,
Professor Emeritus Chemistry and Biochemistry, University of Kentucky
Seite 5. 12 June 2010 Munich, Germany


The Toxicity of oral Infections and Amalgams
Dr. Boyd E. Haley (b.1940, Professor Emeritus Chemistry & Biochemistry, University of Kentucky)  pdf >>>
OroTox Tagung, am 11. u.12. Juni 2010 München

"Der Wurzelbehandelte Zahn, ein devitaler (toter) Zahn als exogenes wie auch als endogenes Störfeld,
stellt ein mehrfaches Regulationshindernis für die Selbststeuerung des Organismus dar.

Bei einem devitalen Zahn sind fünf unterschiedliche Belastungsqualitäten zu beachten

toxische Belastung durch "Leichengifte" [Thioäther, Merkaptane, Cadaverine ] aus dem Kanalsystem des Zahnes

Mehrfachbelastung aus den Wurzelfüllmaterialien in den Zentralkanälen


obligate bakterielle Besiedelung in einem nervtoten Zahn

daraus resultierende entzündliche Belastung durch apikale Ostitis [NICO]

informatorische und energetische Belastung

Ein nervtoter Zahn ist ein toxikologisches Depot und damit ein gesundheitliches Dauerproblem.
Wegen der permanenten toxischen Belastung durch Wurzelfüllmaterialien sollte stets gründlich abgeklärt werden,
inwieweit die Erhaltung des Zahns um den Preis einer chronischen (Dauer-)Belastung der Eigenregulation sinnvoll ist.

Die diagnostische Einschätzung eines wurzelbehandelten Zahns nach schulmedizinischen Gesichtspunkten erfolgt ausschließlich
mithilfe von
Röntgenaufnahmen, die jedoch weder allergische, noch bakterielle oder toxische Belastungen abbilden können
und somit für die gesundheitliche Beurteilung eines wurzelbehandelten Zahns nur sehr eingeschränkt geeignet sind.

Faustregel
"Je gravierender die chronische Störung ist,
desto weniger sinnvoll ist die Erhaltung nervtoter Zähne.
Die Entfernung devitaler Zähne bei chronisch Kranken
hat bestimmten Regeln der Vor- und Begleitbehandlung
zu folgen.


Karlheinz Graf: „Störfeld Zahn. Der Einfluss von Zähnen und zahnärztlichen Werkstoffen auf die Gesundheit“
Seite 90-102. URBAN & FISCHER 2010

Primärliteratur: Dr. K. Gäbelein (Biochemiker): "Sind Thioäther toxische Stoffe im Sinne des Herdgeschehens?"
Ärztliche Praxis 5/1956; "Toxische flüchtige Verbindungen der Pulpengangrän" Zahnärztliche Praxis 12/1956


Elisabeth Jacobi-Gresser, Johann Lechner, Volker von Baehr: "Immunologie und Toxikologie des wurzelgefüllten Zahnes -
Umwelt-ZahnMedizin und Endodontie"
DEGUZ Monografie 02 4/2015 ISBN: 978-3-931351-33-5

Immune messengers in Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis (NICO)
in jaw bone and systemic interference.
EuJIM pdf >>>  deutsch: pdf >>>
Dr.med. dent. Johann Lechner, Dr. Wolfgang Mayer: EuJIM - European Journal of Integrative Medicine 2 (2010) 71-77
www.europeanintegrativemedicinejrnl.com/article/S1876-3820%2810%2900026-0/abstract


RANTES and fibroblast growth factor 2 in jawbone cavitations: triggers for systemic disease?
Johann Lechner, Volker von Baehr. Int J Gen Med. 2013 Apr 22;6:277-90. doi: 10.2147/IJGM.S43852. Print 2013.
"This study suggests that Jawbone cavitations (JC) might serve as a fundamental cause of inflammatory diseases (IDs), through Regulated upon activation,
normal T-cell expressed, and secreted/ fibroblast growth factor (RANTES/FGF-2) production. Thus, JC and implicated immune messengers represent an integrative aspect
of IDs and serve as a possible cause. Removing JCs may be a key to reversing IDs. There is a need to raise awareness about JC throughout medicine and dentistry."

www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23637551
"Systemisch-entzündliche Signale aus dem Kieferknochen - Gibt es einen Zusammenhang zwischen fettiger Degeneration im Kiefer und Systemerkrankung?"
Zusammenfassung DEGUZ - Monografie (Deutsche Gesellschaft für Umwelt Zahnmedizin - www.deguz.de/)
Gewebeproben aus fettig-degenerativ osteolytischen Kieferknochen Spongiosa/NICO wurden auf ihren Gehalt an Zytokinen mittels bead-basierter Luminex Analyse untersucht.
Auffallend war der isoliert hohe Gehalt an Chemokin RANTES/CCL5 und FGF-2 in allen 31 NICO Gewebeproben, sowohl gegenüber 5 anderen Zytokinen als auch drei gesunden Kontrollen.
Von 14 dieser Patienten wurden auch die Serumwerte von RANTES und FGF-2 unmittelbar vor der chirurgischen NICO-Probenentnahme bestimmt.
NICO Gewebewerte von RANTES liegen im Mittel beim Fünffachen gegenüber Vergleichswerten aus pathologischen Gewebewerten von Brustkrebskollektiven, Cervixkarzinom Kulturen,
Synovialflüssigkeit bei rheumatischer Arthritis und Endometriose-Kulturen. NICO Gewebewerte von FGF-2 liegen beim Mehrfachen gegenüber Vergleichswerten aus pathologischen Gewebewerten von
Prostatakarzinomen, Bronchialasthma, Brustkrebs und Cerebrospinalflüssigkeit bei Multipler Sklerose. Die Mittelwerte der 14 Serumproben von RANTES und FGF-2 liegen ebenfalls deutlich über den Grenzwerten
und über den Werten eines Kollektivs von Gesunden aus der Literatur. RANTES wird in der wissenschaftlichen Literatur bei vielen Systemerkrankungen als pathologische Schlüsselstelle angesehen;
FGF-2 spielt bei Angiogenese von Tumoren eine Schlüsselrolle. Das Immunsystem wird als Antwort auf Gefahrensignale aktiviert, dass verschiedene angeborene molekulare Reaktionswege in Gang setzt;
diese kumulieren in einer inflammatorischen Zytokinproduktion und aktivieren möglicherweise Anpassunsgreaktionen des Immunsystems. Die Autoren schließen aus den Daten, dass NICO
als lokale krankhafte Gewebebildung im Kieferknochen existiert und die systemisch-destruktive Signalgebung auf andere Organe Auswirkungen, im Sinne einer pathogenetischen Induktion
von Autoimmunprozessen haben kann. Die diskutierte immunologische Wirkung von Fettzellen ist offensichtlich auch auf die fettig-degenerativ veränderten NICO Areale auszudehnen;
die Kieferknochenareale der NICO scheinen den Wirkungen antigen-präsentierender Kompartimente zu entsprechen


Warum und Was ist OroTox? pdf >>>
OroTox Tagung 11./12.6.10 München

OroTox - Dentalanalyse - Ein praxisorientierter, moderner In-VitroDiagnostik Schnelltest pdf >>>
OroTox-Flyer Dr.med. dent. Johann Lechenr München 2017

Zahntoxine und Gesundheit pdf >>>
D r. med. John van Limburg Stirum, K i l c h b e rg CH
OroTox Tagung 11./12.6.10 München


Diagnose und Wirkung von Zahntoxinen pdf >>>
Dr. J. Lechner, OroTox Tagung 11./12.6.10 München

Herzinfarkt und wurzelbehandelte Zähne Zahntoxinen - Ein wenig bekannter Zusammenhang zur Prävention
pdf >>>
Dr.med. dent. Johann Lechner, München, zaenmagazin 8.Jhg. 1/2016

Allergie auf Metalle und Kunststoffe - Pathogenese, systemische Auswirkungen und Diagnostik  pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 20.2.2013

Worin sind allergene Schwermetalle und Kunststoffe enthalten? pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin - www.inflammatio.de

Metallwirkungen auf den Organismus - Toxikologie, Allergie und Autoimmunität pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin 05.03.2014

Metallfreisetzung aus Endoprothesen - die aktuelle Studienlage pdf >>>
Dr. Katrin Huesker - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin 26.11.2014



"Titanimplantate werden routinemäßig bei Knochenbrüchen sowie zahnärztlichen Eingriffen eingesetzt.
Auch wenn es unstrittig ist, dass Titanoxidpartikel in das Implantationsgebiet als Abrieb freigesetzt werden
und dass bei Entzündungs-Highrespondern lokal eine verstärkte Partikelinduzierte Entzündung resultiert,
wird über die systemische Bedeutung der Titanfreisetzung bisher nur spekuliert.
Im Juli 2011 erschien in der Zeitschrift "Analytical and Bioanalytical Chemistry" ein Beitrag über eine neue Methode auf Basis der
Isotopenverdünnungsanalyse und der Massenspektrometrie (IDA-ICP-MS), mit der bei 40 Gesunden und 37 Patienten mit Titanimplantaten
(Oberschenkel, Oberarm) der Titangehalt im Blut gemessen wurde [1] Während bei den Kontrollpersonen ein sehr geringer Titangehalt
im Blut messbar war, wiesen alle Patienten mit Implantaten eine deutlich erhöhte Konzentration auf.
Die Untersuchungen bestätigen somit, dass sich Titanoxid über den Blutkreislauf im Organismus verteilt.
Für die Routinediagnostik steht die Bestimmungsmethode aktuell leider noch nicht zur Verfügung."

Aus: Newsletter Juli/August 2011 Institut für Medizinische Diagnostik MVZ Berlin www.imd-berlin.de

[1] Nuevo-Ordóñez Y, Montes-Bayón M, Blanco-Gonzalez E, et al.: "Titanium release in serum of patients with different bone fixation implant
and its interaction with serum biomolecules at physiological levels" Anal Bioanal Chem. 2011. doi: 10.1007/s00216-011-5232-8





Titanpartikel im Gewebe induzieren eine lokale und/oder systemische Entzündungsreaktion
An der Oberfläche implantierter Titanmaterialien findet metallischer Abrieb statt. Diese Titanoxidpartikel haben eine Größe
zwischen 1 und 10 µm und sind nahezu immer im umgebenden Knochen- oder Weichgewebe des Implantats zu finden.

Die Gewebemakrophagen phagozytieren die Titanoxidpartikel in der Umgebung von Titanimplantaten (partikulärer Debris).
Heute weiß man, dass die häufigste Ursache der individuellen Überempfindlichkeit gegenüber Titan eine
überschießende pro-entzündliche Reaktivität der Gewebemakrophagen auf diese Abriebpartikel ist [Periimplantitis].
Aus: www.inflammatio.de/fachbeitraege/umwelt-zahnmedizin/titanunvertraeglichkeit.html

"Implantatallergie" [Typ-IV Allergien] - Arbeitsgruppe AllergoMat (Leitung Prof. Dr. med. P. Thomas):
www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Dermatologie-und-Allergologie/de/AbteilungenSprechstunden/Implantatallergie/index.html


Die Pathogenese der Titanunverträglichkeit - Teil I
pdf >>>
Dr. Sabine Schütt - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 15.05.2013

Die Pathogenese der Titanunverträglichkeit - Teil II
pdf >>>
Dr. Sabine Schütt - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, 29.05.2013

Verträglichkeit von Titanimplantaten
pdf >>>
Dr. J. Lechner München GZM - Praxis und Wissenschaft 9.Jg. 1/2004

"In Verbindung mit den spezifischen Gewebebedingungen einer FDOK/NICO - trophischen Störung mit Ischämie und Hypoxie und damit verbundener
ph-Wert Veränderung im FDOK Areal - weist Dr. Detlev Repenning [1a] auf einen wichtigen Sachverhalt hin: Titan baut in neutralen Medien, also
bei einem pH-Wert 7 und unter oxidativen Bedingungen, eine schützende Oxidschicht auf. Diese schützt das Grundmaterial vor Korrosion.
Sinkt der pH-Wert und weist das umgebende biologische Medium kein Oxidations-, sondern ein Reduktionspotential auf, kann Titan
keinen [schützenden] Oxidfilm mehr bilden und das Titan korrodiert.
Titan neigt in saurer, reduktiver Umgebung stark zur Korrosion ...
Bedingungen dieser Art treten gerade dann auf, wenn Titanimnplantate in eine chronisch ischämische Knochenumgebung einer FDOK/
NICO im Kiefer
gesetzt werden. Chemisch bedeutet das ischämische Milieu, dass das biologische Medium kein oxidatives Potential bzw.
aktiven Sauerstoff mehr aufweist und im pH-Wert abgesenkt ist. Die Histologien der Knochenproben um alle 14 Titan-Implantate zeigen
Übereinstimmung in zwei Punkten:
Es liegt immer ein Ischämie vor, in den Befunden als trophische Störung bezeichnet.
und wir haben in keinem Fall Anzeichen einer spezifischen oder floriden Entzündung.
Skurk et al. schreiben dazu:
"RANTES Expression erfolgte spontan und fortlaufend in den meisten Proben von reifen Adipozyten aus den omentalen ["Großes Netz"]
und subkutanen [Unterhautfettgewebe] Depots, wobei die RANTES Freisetzung abhängig war von der Größe der Fettzellen. Hypoxie
verursacht eine ca. 36% iger Erhöhung von RANTES. Menschliche Adipozyten [Fettzellen] exprimieren RANTES und können somit
als neue zelluläre Quelle dieses Botenstoffes identifiziert werden [1b] ...


Zusammenfassung zu Kapitel 7.1: Synergistische Osteoimmunologie zahnärztlicher Implantate
Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein rein mechanisch orientierter Beurteilungsmaßstab für Titanimplantate wissenschaftlich nich hinreichend ist.
Optische Untersuchungsmethoden, wie Röntgen [2D-OPT, 3D-DVT] oder auch elektronenmikroskopische Untersuchungen, zeigen nicht die über
Mediatoren (Zytokine, Chemokine, Interleukine) ablaufenden medullären [Kieferknochen-Mark] Steuerungsprozesse, die Titanimplantate
a) durch das Trauma der Implantation an sich
b) über mögliche Stimulation von TNF-α und/oder IL-1β
c) über dadurch provozierte Überexpression des systemisch wirksamen RANTES/CCL-5
d) und durch ihre Partikelfreisetzung [mit Knochengewebe Makrophagen-Stimulation] hervorrufen!

Bewertung und Indikationsstellung von titangetragenen Implantaten muss auch unter systemisch-vernetzten Gesichtspunkten einer subklinisch und
lokal schmerzfrei ablaufenden Signalübertragung gesehen werden. Unter dem Gesichtspunkt einer modernen medizinischen Systemtheorie muss
das Interesse an der Pathologie der Zelle vom Interesse an der zytokinbasierten Steuerung der Zelle abgelöst werden. Werden diese Zusammenhänge
negiert, können fatale systemisch-immunologische Folgen für den Implantatträger auftreten, verdeckt von einem rein mechanistisch
getragenen Aspekt des festsitzenden Implantats ...
[1]

[1] Johann Lechner, Jerry Elmer Bouquot, Volker von Baehr: „Histologie und Immunologie der kavitätenbildenden Osteolysen des Kieferknochens.
Orale und systemische Manifestation einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Pathomechanismus chronischer Entzündungserkrankugnen“
5.4 Osteoimmunologie der Titan-Implantate 5.4.1 Histololgie der Titan-Implantate Seite 181f
7.1 Synergistische Osteoimmunologie zahnärztlicher Implantate. Zusammenfassung zu Kapitel 7.1 Seite 244
Band II, 1. Auflage 2015 MDV Maristen Druck und Verlag Furth ISBN 978-3-931351-30-4
[1a] Dr. Detlev Repenning, Lübeck: "Materialempfindlichkeit bei (Titan-)Implantaten Teil 1 u. Teil 2
www.zmk-aktuell.de/zahnheilkunde/implantologie/story/materialempfindlichkeit-bei-titan-implantaten-teil-1/print.html
www.zmk-aktuell.de/zahnheilkunde/implantologie/story/materialempfindlichkeit-bei-titan-implantaten-teil-2.html
[1b] T Skurk, I Mack, K Kempf, H Kolb, H Hauner, C Herder: "Expression and secretion of RANTES (CCL5) in human adipocytes
in response to immunological stimuli and hypoxia" Horm Metab Res. 2009 Mar;41(3):183-9 "

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TNF-alpha release in a human macrophage cell line" Biomed Tech (Berl). 2004 Dec;49(12):340-4 [Ti-particles provoked in both sizes (0.2 microm and 2.5 microm)
the greatest TNFalpha response ... There was no difference in TNFalpha-secretion comparing Al2O3-particles of different sizes (0.6 microm and 2 microm),
but a 1000 times greater concentration of the 0.6 microm sized particles were needed ... Using Al2O3- and Ti-particles of the same size and concentration,
Ti provoked a significant higher TNFalpha response. ZrO2 showed no effects on TNFalpha release]
Elisabeth Jacobi-Gresser, Katrin Huesker, Sabine Schütt: "Genetic and immunological markers predict titanium implant failure: a retrospective study"
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Nicholas A. Ashford, Claudia S. Miller: "Chemical Exposures: Low Levels and High Stakes" Wiley-Interscience 2nd Edition 1998

Die Immunologie des Titans - Titanunverträglichkeit - Mythos oder Realität? pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin - www.inflammatio.de

Titan als möglicher Verursacher lokaler und systemischer Gesundheitsstörungen -
eine aktuelle praxisorientierte Zwischenbilanz pdf >>>
Dr.med. Frank Bartram FA für Allgemeinmedizin/Umweltmedizin
www.bartram-umweltmedizin.de

Retrospektive Praxisstudie zur Evaluation immunologischer Parameter bei Patienten
mit Titan-Implantatverlust und vermuteten titanassoziierten Entzündungserkrankungen
pdf >>>
Dr. med.dent. Elisabeth Jacobi-Gresser/Mainz, Dr. Katrin Huesker IMD Berlin, Dr. Sabine Schütt IMD Berlin:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=jacobi-gresser Titanstudie April 2008 bis März 2010,
www.jacobi-gresser.de; www.imd-berlin.de; www.inflammatio.de;


Unverträglichkeit ein Symptom gestörter Selbstfindung? pdf >>>
Dr. med. dent. Norbert Guggenbichler Bad Homburg GZM - Praxis und Wissenschaft · 11. Jg. 3/2006

Zweiteilig reversibel verschraubte Zirkonoxid-Implantate -"Wir haben gelernt, in Keramik zu denken" pdf >>>
Dr.med.dent. Ulrich Volz/Konstanz. Dental Tribune Swiss Edition Nr.12/4.12. 2013.
www.dental-tribune.com   www.zahnklinik.de

Keramik-Implantat statt wurzelgefüllter Zahn - Daten und Fälle zu einer systemisch-immunologischen Alternative pdf >>>
Dr. Dr.med.dent. Johann Lechner, München, Ganzheitliche Zahnheilkunde COMED Dez.2013

"
... die Umsetzung von gesicherten Erkenntnissen in der Medizin in die Praxis in einigen Bereichen viel zu lange dauert.
Das mag auch daran liegen, dass zahlreiche Experten eher Meinungsbildner sprich Mietmäuler sind, die keine
wissenschaftliche Erkenntnisse verbreiten, sondern Thesen, die dem Marketing von Firmen dienen,
in deren Lohn und Brot sie stehen. Das ist zumindest in einigen Bereichen keine Übertreibung,
sondern Realität ..."


Prof. Dr. Wolfgang Becker-Brüser
(b.1949)
Deutscher Arzt und Apotheker
Seit 1996 ist er Geschäftsführer, Herausgeber und Chefredakteur der medizinischen
Fachzeitschrift Arznei-Telegramm www.arznei-telegramm.de


"Die röntgenologisch unerkannten Osteolysen des Kieferknochens (NICO/FDOK):
Bedenkt man die verbreitete Praxis der Zahnextraktion, die den Zahn entfernt, die Alveole aber unversorgt und ungereinigt lässt
und rechnet man dazu noch die nicht geheilten Extraktions- und Operationswunden im Bereich der Weisheitszähne,
dann sollte es nicht verwundern, wenn nach den akuten Schmerzen, die diese nach sich ziehen chronisch-unterschwellige Prozesse
im Kiefer
verbleiben, die sich der Aufmerksamkeit der Zahnärzte bislang entziehen konnten.
Und zieht man noch die Nichtanlagen eines offensichtlich in vielen Fällen von der Natur her vorgesehenen "9-er" Zahnes dazu
und bedenkt den bislang für die Wissenschaft unerklärlichen Widerspruch, dass Bisphosphonate überall im Körper
für festeren Knochen sorgen, aber im Kiefer [1] diesen auflösen , so scheinen diese NICO-Osteolysen mehr Zuwendung zu verdienen."


Aus: Dr. Johann Lechner München: „Kavitäten bildende Osteolysen des Kieferknochens. Systemisch-ganzheitliche Wirkungen der aseptischen Osteonekrosen „Kieferostitis“
und „NICO“ im Kiefer. Dokumentation und Einführung in eine immunbiologisch und kieferchirurgisch erweiterte Therapie chronischer Krankheiten“
Seite 33: 2.Osteolysen des Kieferknochens - Stimmen Röntgenbild, Struktur und Funktion immer überein? 1. Auflage 2011 MDV Maristen Druck & Verlag Furth

[1] "Osteonekrosen des Kiefers unter Bisphosphonaten" Deutsches Ärzteblatt, Jg. 101, Heft 31-32, 02.08.2004
SL Ruggiero, B Mehrotra, TJ Rosenberg, SL Engroff: "Osteonecrosis of the jawsassociated with the use of bisphosphonates: a review of 63 cases"
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GD Carter, AN Goss: "Bisphosphonates and avascular necrosis of the jaws" Aust Dent J 2003; 48: 268
RE Marx: "Pamidronate (Aredia) and zoledronate (Zometa) induced avascularnecrosis of the jaws: a growing epidemic"
J Oral Maxillofac Surg 2003; 61: 1115-1117
www.prostatakrebse.de/informationen/html/nw_osteonekrose.html

N
ICO/FDOK - Chronische "Kieferostitis" - TAUS/CAVITAT pdf >>>
NICO - Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis nach Prof. Jerry Elmer Bouquot
DDS, MSD, DABOMP, FAAOMP, FICD, FACD, FADI, FRSM (UK)
CAVITAT - Kieferknochen-Ultraschall-Knochendichtemessung nach Robert J. Jones
= TAU(S): Trans-alveoläre(r) Ultraschall/Knochendichtemessung n. Lechner


"Das Problem der "blanden", also nicht spürbaren NICO/FDOK-Osteolysen des Kieferknochens ist ähnlich kleinen Wellen,
die ständig sanft an die Küste schlagen: Es ist ein ausgesprochen niedriges Aktivitätsniveau, das über Jahre einwirkend den Strand wegspült
und andere schlimme Folgen hervorruft. Jeder Arzt und jeder Patient denkt, dass eine Infektion im Kiefer doch spürbar sein muss,
in der gewohnten Form von Scherzen, Schwellungen oder Überempfindlichkeiten.

►NICO/FDOK ist aber ein vollständig stummes Geschehen, es bleibt von Arzt und Patient gleichermaßen unerkannt
und löst deshalb unendlich lange Leidenswege aus.
►NICO/FDOK ist kein akut-entzündliches Geschehen, das in die bekannten Vorstellungen einer "Entzündung" passt.

Warum ist gerade der Kieferknochen für die Bildung und Streuung von krankmachenden Immun-Botenstoffen (Zytokine) so interessant?
►Der Kieferknochen hat ein zehnfach höheres "Turnover" - also eine weitaus höhere Stoffwechselrate - als die langen Röhrenknochen des Körpers.
Dies zeigt die besondere Stellung des Kieferknochens und kann bedeuten, dass die von den Fettzellen der NICO produzierten Entzündungsmediatoren
weitaus dramatischere Wirkungen im Körper zeigen, als die Fettzellen ("endokrines Organsystem") von Bauch und Hüfte. Dieses Konzept ist besonders faszinierend,
da es einen neuen und möglicherweise einfacheren Weg zur Verhinderung und Vorbeugung von Krankheiten nahe legt:
►Anstelle verschiedener Behandlungen von beispielsweise Herzerkrankungen, Alzheimer und Darmkrebs könnt es ein einziges Mittel geben, das gegen alle drei
Erkrankungen hilft:
Die Ausschaltung chronischer Entzündungsherde, die auf den Gesamtorganismus über so genannte Entzündungsmediatoren (Zytokine) wirken.
►Dabei könnten die unbekannten und unerkannten NICO-Areale auf Grund ihrer morphologischen und histologischen Charakteristika
ein Angelpunkt für diesen medizinischen Ansatz sein.

Wenn ich hunderte von Untersuchungsbefunden aus NICO/FDOK-Arealen meiner Sanierungsoperationen zusammenfasse,
ergibt sich folgendes Bild:
►Die Kieferostitis (NICO/FDOK) ist eine Mangelversorgung in Form einer chronischen Stoffwechselstörung im Kieferknochen.
►Dies führt im Gewebe des Markknochens zu einer Ischämie.
►Dieser zeigt Fettgewebe, das vergleichbar ist mit einer fettigen Degeneration innerhalb des gesamten Kieferknochens.
►Deutlich vermehrt sind regelmäßig die Fettzellen ("endokrines Organsystem"): Sie sind "schaumig" verändert
als Zeichen einer energetischen Schieflage im Mikrostoffwechsel
►Morphologisch ist dieser Zustand vergleichbar mit einer minderwertigen Knochen-Narbe.
►Als Folge des völlig gelähmten Knochenstoffwechsels, bestehend aus Ischämie und fettiger Degeneration, enthält der erweichte Kieferknochen
einer NICO häufig anaerobe Bakterien und Toxine (CH3S: Methyl-Merkaptan), wie sie auch in toten und wurzelgefüllten Zähnen vorkommen ...

In der Praxis des Autors werden immer wieder - nach operativer Säuberung schmerzloser und röntgenologisch unauffälliger zahnloser Kieferbereiche -
verblüffende Verbesserungen systemischer Beschwerden rheumatiformer, neuralgiformer und anderer chronisch entzündlicher Systemerkrankungen beobachtet.
Diese zeichnen sich strukturell durch eine fettig-degenerative Osteonekrose des Spongiosaanteils aus. Bislang gibt es in der medizinischen und zahnmedizinischen
Literatur wenig wissenschaftlich gesicherte Erklärungen für die oben genannten systemischen Therapieerfolge.

Die Fragestellung unserer
Pilotstudie München
[1] war deshalb:
Lassen sich grundsätzlich Immunbotenstoffe, Zytokine, Wachstumsfaktoren in Proben des degenerierten Kiefergewebes nachweisen?
Können die nachweisbaren Immunbotenstoffe Hinweise auf Entzündungsprozesse in dem degenerierten Kiefergewebe geben?
Welche Immunbotenstoffe treten in dem NICO-Gewebe auf und lassen sich darüber möglicherweise Zusammenhänge zu Systemerkrankungen herstellen?

Zur Klärung systemischer Zusammenhänge wurden bei insgesamt sechs Probanden osteolytisch und fettig-degenerative Spongiosaanteile aus verschiedenen
Kieferbereichen entnommen. Diese Gewebsproben wurden mittels beadbasierter Multiplex-Technologie [Multiplex bead-based protein assays] auf
27 Immunbotenstoffe untersucht. Die Ergebnisse der Zytokinmuster waren überraschend: Alle sechs Proben zeigen übereinstimmend die höchsten Konzentrationen
für IL1-RA (Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist) und RANTES [Regulated upon Activation Normal T-cell Expressed and Secreted, CCL-5: Chemokine (C-C motif) ligand 5].
Daneben waren in allen sechs Proben deutlich FGFbasic [Fibroblast Growth Factor basic, bFGF, FGF2 or FGF-β ] und PDGFbb [Platelet-Derived Growth Factor] nachweisbar.
Trotz der hohen Zahl von 27 untersuchten Mediatoren fallen die sehr geringe Streuung und die spezifische Konzentration der Entnahmeproben auf IL1-RA und RANTES auf.

Nachdem die Pilotstudie [1]
überraschend eindeutige und inhaltlich weiterführende Ergebnisse erbrachte, war es zur Selbstkontrolle angezeigt, eine Folgestudie
mit einem anderen Labor durchzuführen. Hierzu wurden wiederum NICO-Fettklumpen aus dem Operationsgut meiner Praxis entnommen und sofort tiefgefroren.
Für diese Studie haben wir 11 weitere NICO-Proben untersucht (IMD Berlin -Institut für Medizinische Diagnostik Berlin, Dr. Volker von Baehr).
Die Fragestellung war die gleiche wie bei Studie 1 [1], die Untersuchungsmethoden und Apparaturen ebenfalls. Die Ergebnisse aus Labor 2 waren identisch
mit den Resultaten der Pilotstudie aus Labor 1. Damit war gesichert, dass unser methodischer und inhaltlicher Ansatz im Prinzip richtig ist und eine weiter-
gehende Interpretation des NICO-Phänomens über Immunmediatoren wissenschaftlich nicht grundsätzlich von der Hand zu weisen ist ...

Entscheidend bei der systemischen Interpretation der Ergebnisse ist die Feststellung,
dass es sich bei der NICO/FDOK um einen schleichenden und chronisch-unterschwelligen Prozess handelt,
weshalb sich in unseren Untersuchungen auch bestätigt, dass die proentzündlichen Akutzytokine wie TNF-α und IL-1 nicht erhöht sind.
Bei der RANTES, MCP-1 [Monocyte Chemoattractant Protein-1], FGF-2 und PDFG [Platelet Derived Growth Factor] Immunlage in den NICO-Arealen
handelt es sich um ein vollkommen anderes Geschehen, als die unspezifische Entzündungsreaktion bei Periimplantitis [Titan]
und Perimuksoitis [Titan] mit TNF-alpha und IL-1 Aktivierungen."

"Diese Assoziationsketten führen zu einer neuartigen "
Maxillo-Mandibulären-Osteo-Immunologie", zu deren Aufdeckung die herkömmlichen bildgebenden
Verfahren nicht ausreichen. Kernstück einer solchen ist:
a) Ihre ätiologische Gewichtung bei vielen Arten immunologischer Systemerkrankungen.
b) Ihre ätiologische Gewichtung bei Trigeminusneuralgie und atypischem Gesichtsschmerz. c) Ihre differenzierte histologische Betrachtung.
d) Ihr völliges Fehlen der Akutzytokine TNF-Alpha, IL-6, IL-1, womit sie eine Sonderstellung in den bekannten Immunprofilen systemischer Entzündungen
und "silent infalmmation" einnimmt.
e) Das fast ausschließliche Versagen der herkömmlichen 2D-Röntgendiagnostik und die sehr interpretationsabhängige
Diagnostik mit 3D-DVT [Digitale Volumstomographie, Cone Beam Dental CT].
f) Ihre fast ausschließlich mit transalveolärer Ultraschalltechnik [TAU(S);
CAVITAT] durchzuführende Diagnostik [2]
."

Die Konsequenz, das sich daraus ergebende "Diagnostische Quartett n. Dr. med. dent. Johann Lechner":
1. Digitales 2D-OPG [Digitale Orthopantomograpie, Panoramaschichtaufnahme (PSA)]
und 3D-DVT [Dreidimensionale Digitale Volumentomographie]
2. TAUS/CAVITAT - Transalveolärer Ultraschall zur qualitativen Kieferknochen Dichtemessung
3. Toxicity Prescreening Assay - TOPAS-Test (OroTox): lokale enorale Toxinmessung (z.B. von WF-Zähnen)
4. Osteo-Immunologisches Zytokinprofil/Labor und Histopathologie des maxillo-mandibulären OP Materials (NICO/FDOK)

Aus: Dr. Johann Lechner München: „Kavitäten bildende Osteolysen des Kieferknochens. Systemisch-ganzheitliche Wirkungen der aseptischen Osteonekrosen „Kieferostitis“
und „NICO“ im Kiefer. Dokumentation und Einführung in eine immunbiologisch und kieferchirurgisch erweiterte Therapie chronischer Krankheiten“ 5. NICO und Systembezug.
5.2. Fettzellen und "stumme chronische Entzündung" oder "silent inflammation" 5.2.3 NICO - Die vergessene Quelle der "stummen chronischen Entzündung (SCE)" Seite 20f.
5.3. Systemische Aspekte der NICO des Kieferknochens - Eine Mediatorenbasierte Hypothese systemisch-kausaler Zusammenhänge. 5.3.1 Pilotstudie München (Lab 1) Seite 123
www.integrative-zahnheilkunde.de www.dr-lechner.de www.orotox.de
[1] J.Lechner, W. Mayer: Immune messengers in Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis (NICO) in jaw bone and systemic interference.
pdf >>>
EuJIM - European Journal of Integrative Medicine 2 (2010) 71-77. 5.3.2. Folgestudie Berlin (Lab2) Seite 125. 5.3.3 Gesamtdarstellung beider Studien (Lab1 plus Lab2)
Seite 127. 1. Auflage 2011 MDV Maristen Druck & Verlag Furth

[2] Johann Lechner, Jerry E. Bouquot, Volker von Baehr: „Histologie und Immunologie der kavitätenbildenden Osteolysen des Kieferknochens. Orale und systemische
Manifestation einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Pathomechanismus chronischer Entzündungserkrankugnen“ Band II, 9. Schlussbetrachtung zu einer
Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Seite 303. 1. Auflage 2015 MDV Maristen Druck & Verlag Furth ISBN 978-3-931351-30-4
Bilal Al-Nawas, M. O. Klein, H. Götz, J. Vaterod, H. Duschner, K. A. Grötz, P. H. Kann: "Dentale Implantation: Ultraschall Transmissionsgeschwindigkeit [UTG im Unterkiefer
und im Beckenknochen von Schweinen] zur Erfassung kritischer Knochenqualität – ein Tiermodell" Ultraschall Med 2007; DOI: 10.1055/s-2006-927218
www.degum.de/aktuelles/presse-medien/pressemitteilungen/im-detail/news/kieferknochen-im-test.html

NICO/FDOK – Ist fehlende röntgenologische Evidenz Beweis fehlender klinischer Existenz? pdf >>>
Dr. med. dent. Johann Lechner München, ZWR - Das Deutsche Zahnärzteblatt 2010; 119 (10)

"Die Existenz der NICO/FDOK wird heute in der Main-Stream-Zahnheilkunde weitestgehend verkannt.
Der Grund hierfür ist, dass das normale Röntgenbild die im Spongiosaraum ablaufenden NICO-Prozesse
nicht zeigt. Spongiosa: schwammartig gekammerte Innere Schicht von Knochen. Der Autor vergleicht daher
bei mehreren klinischen Fällen Röntgenbilder und andere bildgebende Verfahren mit einem Computer
gestützten Ultraschall-Verfahren namens CAVITAT, das in der Aufdeckung osteolytischer NICO-Areale
überlegen scheint. Unter einem systemischen Aspekt der Zahnmedizin untersucht der Autor NICO-Proben
unter dem Gesichtspunkt erhöhter Immunbotenstoffe (Cytokine, Immune Messengers) mit dem Ergebnis
hoher RANTES-Spiegel. Diese sind ein Hinweis für entzündliche Aktivitäten und NICO/FDOK kann daher
als systemisch Entzündungsförderndes Geschehen betrachtet werden".


Zahnstörfelder: Erkennung mittels Transitions-Alveolar-Ultraschalldiagnose
(TAU(S) = Transalveolärer Ultraschall = Cavitat) und Optionen der Therapie
pdf >>>
Dr. med. dent. Norbert Guggenbichler Bad Homburg, SANUM-Post 91/2010

Neuralgie induzierende Hohlraum bildende Osteonekrosen (NICO) –
Immunmediatoren und Systementgleisungen
pdf >>>
Dr. med. dent. Johann Lechner, Umwelt·Medizin·Gesellschaft 2/2011

Mangelnde röntgenologische Darstellung der ischämisch dystrophen, fettig-
degenerativen Osteolysen des spongiösen/medullären Kieferknochens = FDOK
= Neuralgie induzierende Cavitäten bildende Osteomyelitis = NICO


"Abbildung 8.4-2 zeigt einen Patientenfall bei atypischem Gesichtsschmerz [AtGs, AFN - Atypical Facial Neuralgia]
im Unterkiefer rechts, seit 8 Jahren und wie wenig bei der FDOK-Diagnostik 2D-OPG [digitale zweidimensionale
Orthopantomogramm, Zahn(panorma) Röntgen] zur Lokalisation beitragen können:




Abb. 8.4-2: Linke Bildhälfte: Präoperatives 2D-OPG mit intraoperativem Bild
Unterkiefer rechts 46-49 nach Exkochleation [Auskratzen/Kürettage einer Knochen-
höhlung (Alveole) mit einem scharfen Löffel] von FDOK/NICO; rechte Bildhälfte:
2D-OPG direkt postoperativ im Vergleich zu TAU(S) präoperativ.
TAU = Transalveolärer Ultraschall, eine qualitative und quantitative Osteodensitometrie des
Kieferknochens: grün: "gesunde" Knochenhartsubstanz; gelb: ischämische Prozesse;
orange: osteonekrotische Areale;
rot:
kavitäre Osteonekrose/Osteolyse (FDOK/NICO)

Im Vergleich mit dem intraoperativen Bild (Abb.8.4-2: links unten), das die Ausdehnung der FDOK/NICO Osteolyse zeigt,
sind die Spongiosa/Medulla-Defekte weder auf dem prä- noch auf dem postoperativen 2D-OPG, trotz der Ausräumung
[Exkochleation] der fettig-degenerativen Osteolyse (FDOK/NICO), nachvollziehbar wiedergegeben.

Die [2D-Röntgen] Bilder dieses Patientenfalls sind ein weiterer Beleg, dass die intakten Kortikalisschichten [harte äußere Knochen-
schicht] keinen Rückschluss auf die Dichte der der Spongiosa-Strukturen [schwammartig innere Knochenschicht/Medulla] zulässt
und eine nicht vorhandene Gesundheit der medullären/spongiösen Situation vorspiegeln [falsch negativ]
.

Dagegen zeigt TAU (Transalveoläre Ultraschall Knochendichtemessung/Osteodensitometrie -Abb. 8.4-2 rechts unten)
vor der operativen Eröffnung deutlich die Auflösung der Spngiosa [rot: NICO/FDOK]. Auch in diesem Fall zeigt die [postoperative]
Histologie die gewohnten FDOK/NICO Charakteristika: "Begutachtung regg. 46/47: Vitales, zum Teil deutlich reaktiv osteosklerotisch,
verbreitertes Knochengewebe ohne Anhallt für einen derzeit aktiv gesteigerten Knochenumbau. Die Markräume ausschließlich
mit Fettgewebe, hier zum Teil Kaliberschwankungen der Adipoz
yten, die auch eine fibrilläre Degeneration des Zytoplasmainhalts
erkennen lassen, was an eine gallertige Atrophie erinnert
. Insofern passen die Befunde zu trophischen Störungen."

Aus: Johann Lechner, Jerry Elmer Bouquot, Volker von Baehr: „Histologie und Immunologie der kavitätenbildenden Osteolysen des Kieferknochens.
Orale und systemische Manifestation einer Maxillo-Mandibulären Osteoimmunologie. Pathomechanismus chronischer Entzündungserkrankugnen“
8. Kritische Betrachtung zur Röntgendiagnose der FDOK/NICO. 8.4 Belastungsfreie Knochenanalyse mit TAU - Strahlendosis bei Volumentomographie
[DVT] und Computerscan [CT]. Seite 296. Band II, 1. Auflage 2015 MDV Maristen Druck u.Verlag Furth ISBN 978-3-931351-30-4


"Da chronische Entzündungen [auch "silent inflammation"] stets eine Belastung des Gesamtorganismus
[systemische Belastung] darstellen, sollten herdwirksame Pathologien [auch Osteonekrosen: NICO/FDOK]
im Zahn-Kierferbereich unter folgenden Umständen [nach dem "Diagnostischen Quartett"
von Dr. med. dent. Johann Lechner, siehe oben] entfernt werden:


Malignome
entzündlich rheumatische Erkrankungen/Kollagenosen
schwere Herzerkrankungen
schwere Nierenerkrankungen
entzündliche Augenerkrankungen
lymphatische Systemerkrankungen
multiple Sklerose (MS)
bei Leistungssportlern
vor Transplantationen
vor endoprothetischen Eingriffen


Der Patient soll darüber aufgeklärt werden, dass der Erfolg einer chirurgischen [Störfeld-] Herdsanierung
zeitlich verzögert (unter Umständen erst ein halbes bis ein Jahr nach der Operation) auftreten kann."

Aus: ÖNR Österreichische Medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsforschung: „Neuraltherapie – Arbeitsbuch"
Band 1: Grundlagen – Untersuchungstechnik - Störfeld“ V/B Die Zahn-Mund-Kieferregion. 8 Störfelder des Zahn-Kieferbereichs.
Therapie der Störfelder im ZMK-Bereich. Seite 214, FACULTAS 2009 [Meine Ergänzungen]


Signal induzierte Systemerkrankung - Entzündungsbotenstoffe aus dem Kieferknochen bei Multipler Sklerose pdf >>>
CO.med Fachmagazin für Komplementärmedizin August 2013. Mit freundlicher Genehmigung (20.1.17)
Dr.med.dent. Johann Lechner, Grünwalder Str. 10A, D-81547 München, www.dr-lechner.de



"Die Schwierigkeit in der aktuellen Medizin ist noch immer der "Name" der Krankheit,
mit anderen Worten, die unter diesem Namen geführte Therapie.


Es heißt, "vor jeder Krankheit stehe die Diagnose" - es müsste heißen,
"vor jeder Therapie stehe die ätiologische Diagnose".
[ätiologisch: ursächlich, begründend, kausal]

Das wird in vielen Fällen selbstverständlich auch so gehandhabt -
aber jeden Tag sind wir weiter davon entfernt:

1. weil der Arzt heutzutage weniger Zeit hat

2.
es gibt für jedes Symptom, für jede Krankheit ein Medikament,

3. geht das Studium - meistens - vom "Endbefund" des Pathologen aus,
der immer stimmt - nur nicht der Anfang.



Ernesto Adler
(1906 Neudeck bei Karlsbad - 1996 Lloret de Mar Spanien)
Pionier der Zahn-Störfeld-Lehre und neurofokalen Störfelddiagnose
Aus: „Störfeld und Herd im Trigeminusbereich - Ihre Bedeutung für die ärztliche
und zahnärztliche Praxis“ Seite 161, Gesellschaft für Ganzheitliche Medizin
5. erweiterte Auflage 2004 (1973)




Infiltrationstechniken
------------------------------------------------------------------------------------

Die Hautquaddel:

Es wird mit einer Spritzennadel in die Haut (intracutane Quaddel) nahezu parallel zur Hautoberfläche eingestochen
und dann ca. 0.2-0,6ml des Betäubungsmittels (Procain, Lidocain) infiltriert, so dass eine blass-weißliche Schwellung -
ähnlich einem Insektenstich oder wie beim Brennesseln- entsteht.


Die Therapie reicht von einer einmaligen Quaddelung (z.B.: Schmerzpunkt im Muskel-TP) bis zu einer
oder mehreren Quaddelreihen (Dornenkranz nach Hopfer an der Stirn, am Rücken, um Gelenke usw.)



• Die subcutane und die submuköse Infiltration

Der Einstich erfolgt entweder in das Unterhautzellgewebe (Subcutis) oder in das Unterschleimhautgewebe (Submukosa)
von Mund, Rachen, Zahnfleisch und evtl. Nase. Dadurch werden zahlreiche dort in der Subcutis / Submucosa endend
und beginnend verlaufende nervale Leitungsbahnen, z.B.: für die Haut / Schleimhaut, Subcutis selbst, beeinflusst.


• Die Tiefeninfiltration:

a) präperiostal (Infiltration an die Knochenhaut)
b) intramuskulär (in die verhärtete Muskelzone)
c) periartikulär (in das Gelenk)
d) perineural (um den Nerv)
e) perivasal (um das Gefäß)
f) peri-peritoneal (an das Bauch-)
g) peri-pleural (und Rippfell)
usw


• Die Injektion

Injiziert wird z.B.: intraartikulär (ins Gelenk), wobei diese Anwendung unter streng sterilen Kautelen
erfolgen muss und dem ausgebildeten Spezialisten überlassen werden soll.



Nach dem Ort der Infiltration/Injektion

spricht man von

SEGMENTTHERAPIE
Quaddeltherapie, Infiltration von Triggerpunkten, Insertionen, Periost,
Nervenwurzeln/Spinalganglien, Gelenken, Strukturen der Wirbelsäule


STÖRFELDTHERAPIE
Injektion in/an eine störfeldverdächtige Region

SYSTEMISCHER NEURALTHERAPIE
Intravenöse Injektion, Infusion, paravasale Injektion

Injektion an vegetative Ganglien
Ganglion stellatum (cervicothoracicum) Technik n. Peter Dosch (1914-2005)
Ganglion cervicale superius Technik n. Göbel, usw.


Der Begriff  "Störungsfeld" (Störfeld) stammt von Prof. Dr. med. dent Curt Scheidt (1901-1964, Hamburg).
[Buch: "Problem und Fragestellung bei Verdacht auf odontogene Herdkrankheiten" J.F.Lehmanns Verlag, München-Berlin, 1942].

Prof. Dr. Dieter Gross (1914-1986, Internist), damaliger Oberarzt bei Prof. Wilhelm Nonnenbruch (1887-1955, Internist)
in der Weserbergland-Klinik, verwendete für Störungsfeld den Begriff "Irritations-Zentrum".

Es hat sich aber bis heute Störungsfeld (Störfeld) durchgesetzt,
obwohl man im Englischen von einer "Irritation Zone" spricht.



"Du warst der Beginn der Lawine
und wir, Deine Schüler,
müssen sie weiterrollen
zum Wohle der Menschheit"

Dr. med. dent. Ernesto Adler
(1906-1996, Barcelona)
in einem Brief an Dr. med. Ferdinand Huneke


Links:

Internationale Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke e.V.

ÖNR - Österreichische Medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsforschung
www.neuraltherapie-blog.de

Neuraltherapie nach Huneke e.V. BRD
Schweizerische Ärztegesellschaft für Regulationsmedizin - Neuraltherapie
SANTH Schweizerische Ärztegesellschaft für Neuraltherapie


www.inflammation-at-interfaces.de
www.inflammatio.de/

Zahnschema - Mund - / Zahnsomatotopien

Zahnsomatotopien - Die komplexe Wechselbeziehung der Zähne mit dem Gesamtorganismus
pdf
Zahnschema n. Reinhard Voll (1909-89), Dr. med. dent. Fritz Kramer, Jochen Gleditsch (b.1928)

PsychoSomaDontie - Die komplexe Wechselbeziehung der Zähne mit dem Gesamtorganismus pdf
Zusammengestellt von Frau Dr. med. dent. Almud Rischer

http://www.ziv.at/ganzzahn/zahnschema/zahnschema.htm

www.integrative-zahnheilkunde.de/psychosomadontie.html

Zahnschema n. Reinhard Voll (1909-89), Dr.med.dent.Fritz Kramer, Jochen Gleditsch (b.1928)
Die komplexe Wechselbeziehung der Zähne mit dem Gesamtorganismus pdf

Mundakupunktur nach Jochen Gleditsch (b.1928) pdf

Meridiane als Regelkreise n. Jochen Gleditsch (b.1928) pdf


Weitere Informationen
:
unter INFOS Ganzheitliche Zahnheilkunde
>>>
Meine "unvollständige" Literaturliste >>>

Der Begriff
Somatotopie - Mikroakupunktursysteme - MAPS n. Jochen Gleditsch
[ECIWO`s, Homunkulus, Holographie, Fraktale] bezeichnet die kartographische Darstellung des Gesamtorganismus
auf einem Teil seiner Oberfläche, d. h. dass alle Körperabschnitte, alle Organe und die gesamte Körperoberfläche
nochmals auf einen Haut- bzw. Schleimhautareal oder Knochen repräsentiert/projiziert
sind.

Fraktal - "Selbstähnlichkeit": Begriff stammt von Benoit B. Mandelbrot (1924-2010) einem französischen Mathematiker polnischer Herkunft.
(lat. fractus: gebrochen, frangere: brechen, in Stücke zerbrechen) Natürliche oder künstliche Gebilde oder geometrische Muster,
die einen hohen Grad von Selbstähnlichkeit aufweisen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein Objekt aus mehreren verkleinerten Kopien
seiner selbst besteht (z.B.: Blumenkohl). Überall findet man Wiederholungen einer bestimmten Struktur (Auge eines Hurrikans,
Wasserstrudel, unser Sonnensystem, mechanisches Modell eines Atoms usw.) in sich selbst (Selbstähnlichkeit),
wie ein Zweig am Ast eines Baumes, den Verzweigungen unseres Blutkreislaufes, den Hügeln eines Berges usw.


Am besten darstellbar und erforscht ist diese Theorie durch die Entwicklung der Ohrakupunktur.
Es ist das alleinige Verdienst des französischen Arztes Dr. Paul Nogier (1908-1996) aus Lyon,
den Rest einer antiken Behandlungsweise von Krankheiten über topostabile Areale der Ohrmuschel,
in Nordafrika aufgespürt, zu einem lehrfähigen System entwickelt zu haben.


Sie auch unter Akupunktur >>>


Paul Nogier
(1908-1996)


Im Jahre 1956 stellte er erstmals auf dem Akupunkturkongress in Marseille das Ohr in seinen reflektorischen Beziehungen zu den Körperregionen
("Punktkartographie auf der Ohrmuschel",Aurikulotherapie) vor und zeigt die sich daraus ergebenden therapeutischen Möglichkeiten auf.


Im Ergebnis seiner Forschungen projizierte er das Bild des Embryos im Uterus auf die Ohrmuschel und schuf so ein sehr anschauliches
und relativ leicht erlernbares Akupunkturkonzept für Diagnostik und Therapie, dessen Wirksamkeit bei mehreren Krankheitsbildern
nachgewiesen werden konnte.


Paul Nogier entdeckte, dass die Ohrpunkte reaktiv und empfindlich werden, wenn in dem zugeordneten Körperareal eine Störung vorliegt.
Wenn man nun diesen reaktiven Punkt im Ohr nadelt, lässt sich ein therapeutischer Effekt erzielen.


Auch andere Somatotopien (Handfläche, Röhrenknochen Periostpunkte, Fußsohle, Mund mit Zähne, Nase, Schädel, Regenbogenhaut (Iris),
usw.) wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannt und in das Gesamtkonzept der Akupunktur aufgenommen.



Jochen M. Gleditsch
(b.1928)


So entdeckte der Münchner Zahnarzt und Facharzt für HNO Jochen M. Gleditsch (b.1928) bereits Ende der 50er Jahre (20.Jhd.)
Somatotopien im Mundbereich
und entwickelte die nach ihm benannte
Mundakupunktur.

Die Mundakupunktur wurde von J. Gleditsch im Rahmen seiner Tätigkeit in der Schmerzambulanz des Klinikums Großhadern seit 1979 erprobt.
Zur intraoralen Akupunktur werden schwach dosierte Lokalanästhetika (z.b.: Procain o. Lidocain mit 0.9% NaCl) ohne Vasokonstriktor injiziert,
indem kleine Quaddeln gesetzt werden. Es wird zwischen Akupunkturpunkten, die den Zähnen im Vestibulum vorgelagert sind
und Retromolarpunkten unterschieden. Für die Vestibulumpunkte gelten dieselben Zahn-Kiefer-Wechselbeziehungen,
wie von Reinhard Voll und Fritz Kramer ermittelt (siehe vorher Zahnschema - Mund - Zahnsomatotopien).


Nach Ausschluss von Aphthen oder Prothesendruckstellen werden mittels Palpation die indizierten Akupunkturpunkte aufgesucht,
die sich durch Druckdolenz ("Druckempfindlichkeit") auszeichnen. Dazu kann mit der Injektionskanüle das Areal um den Punkt
sanft abgetastet werden ("Very-Point"-Technik), bis der Patient verbal oder mimisch reagiert. Bei einer Dentitio difficilis
(Erschwerter Zahndurchbruch) oder einer postoperativen Schwellung, zum Beispiel im 8er-Bereich,
lässt sich oft durch kontralaterale Akupunktur Linderung erreichen.




"Die Patienten wünschen es sich:
Zahnmedizin muss Teil eines ganzheitlichen Gesundheitskonzepts werden.
Anstatt sich nur mit Reparieren und Ersetzen zu beschäftigen, muss es ihr Ziel sein,
Krankheiten zu verhindern und lebenswichtige Körperfunktionen zu stabilisieren.

Das wird vor allem bei der Behandlung chronischer Krankheiten eine wertvolle Hilfe sein.
Ganz wichtig dabei: Das Ausmaß und die Art der Eingriffe müssen sich am Individuum orientieren.
Es gibt keine Therapien, die für alle Menschen gleich gut oder schlecht sind."


Johann Lechner (b.1949)
Zahnarzt, Heilpraktiker, Autor, München
Aus: ebenda, Seite 23


Seit einigen Jahren verbreitet sich die Japanische Schädelakupunktur nach Dr. Toshikatsu Yamamoto (b.1929, japanischer Anästhesist)
aus Nichinan Miyazaki/Japan in Deutschland. In den 1960er Jahren entwickelte er die Yamamoto New Scalp Acupuncture (YNSA).
Die von ihm entwickelte YNSA - Methode wird vor allen bei Schmerzerkrankungen und neurologischen Erkrankungen eingesetzt.



Dr. Toshikatsu Yamamoto
(b.1929)


Schon 1958 hatte in China Dr. YunPeng Fang (1909-1990, Vater der "Chinesischen Schädelakupunktur")
spezifische Stimulationspunkte auf der Oberfläche des Schädels, im Bereich des Haaransatzes
und im Bereich der Schädelnähte, erstmals entdeckt und therapeutisch eingesetzt.




Prof. Dr. Yingqing Zhang
(1947-2004)
ECIWO Biology Institute of Shandong University, Jinan, Shandong 250100, P. R. China
eciwo@sdu.edu.cn
, www.eciwo.sdu.edu.cn

Zhang’sche Röhrenknochen Periostpunkte Somatotopie = Manuelle Röhrenknochendiagnose =
ECIWO – Embryo containing the information of the whole organism = MAPS Handlinie II

Ang’sche Embryo System of TCM Medicine = E-System Akupunktur

Christian Scheweling (b.1971), deutscher Heilpraktiker, dreijährige Akupunkturausbildung, Diplom der Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V. (AGTCM). Mehrere Auslandaufenthalte führten ihn u.a. zu Prof. Dr. Yinqing Zhang (China) und zu Dr. Tee Tong Ang (Singapur), von denen er die Prinzipien der ECIWO - und der Embryo-System-Akupunktur lernte.

Sein Buch: „ECIWO und Embryo-System-Akupunktur - Neue Ansätze in der Medizin, Biologie und Krebstherapie nach Prof. Zhang und Dr. Ang“ Joy Verlag, 1.Auflage 2008. ISBN: 978-3-928554-69-5.
"... ist bahnbrechend, da der Biologe Prof. Dr. Yingqing Zhang (1947-2004) durch den ECIWO Ansatz zeigt, wie sich Krebszellen in gesunde Zellen entwickeln können. Die Akupunktur und Reflexzonentherapien wird durch ECIWO wissenschaftlich erklärbar gemacht. Prof. Dr. Yingqing Zhang war aufgrund seiner ECIWO Forschungen Anfang der 1990er Jahre vom Nobel-Institut in Stockholm für den Nobelpreis nominiert worden ... Die ECIWO Theorie wurde in den 1970er Jahren von dem Biologen Prof. Dr. Yingqing Zhang (China) entwickelt und befasst sich mit dem Aufbau und der inneren Kommunikation von Organismen ... Das Buch wendet sich an Akupunkteure, Mediziner, Biologen und Reflexzonen-therapeuten.“ Aus: www.weltbild.at/3/15495469-1/buch/eciwo-und-e-system-akupunktur.html




ECIWO Kopf

Aus: Christian Scheweling (b.1971), deutscher Heilpraktiker: „ECIWO und Embryo-System-Akupunktur - Neue Ansätze in der Medizin, Biologie und Krebstherapie nach Prof. Zhang und Dr. Ang“ Joy Verlag, 1.Auflage 2008. ISBN: 978-3-928554-69-5

Mit persönlicher freundlicher Erlaubnis des Verfassers.
(e-mail vom Mo 24.1.2011)




ECIWO Blasenmeridian



ECIWO Mensch

ECIWO-Theorie: Bindeglied zwischen klassischer und Mikrosystemakupunktur pdf >>>
Mit persönlicher, freundlicher Erlaubnis von Christian Scheweling, Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V. Naturheilpraxis 10/2009

Die ECIWO Akupunktur - bioholographische Therapie geht zurück auf einen neuen Ansatz in der Biologie, der von dem chinesischen Prof. Dr. Yingqing Zhang (1947-2004) 1973 erstmals vorgestellt wurde. „Die Grundlage von ECIWO ist die Annahme, dass der Körper immer wieder dieselben Entwicklungsschritte in jedem einzelnen Körperabschnitt wiederholt und jede funktionelle und anatomische Einheit des Körpers dem Embryo in einem bestimmten Entwicklungsabschnitt entspricht. Diese embryoähnlichen Einheiten - "Miniatur-Körper" - werden ECIWO's genannt.“ Yingqing Zhang: “ECIWO biology and medicine. A new theory of conquering cancer and a completely new acupuncture therapy.” Neimenggu People's Press, Jinan, 1987

ECIWO ist die Abkürzung für "Embryo containing the information of the whole organism" - der Embryo enthält die Information des gesamten Organismus. Prof. Zhang hat sich bei seinen Forschungen von Ähnlichkeitsstrukturen in der Tier- und Pflanzenwelt leiten lassen.

So beobachtete er bei verschiedenen Pflanzen, dass sich aus einem kleinen Teil der Pflanze eine neue Pflanze züchten lässt. Dieser kleine Teil enthält offensichtlich die gesamte Information, die nötig ist, um eine vollständige Pflanze zu schaffen. Dieselbe Beobachtung kann man auch bei Würmern machen. Wird ein Wurm zerschnitten, wächst aus beiden Teilen ein neues Tier. „Jeder große Organismus besteht aus unzähligen kleinsten Untereinheiten (ECIWOs), welche die vollständige Information zur Schaffung des großen Organismus beinhalten. Diese kleinen Untereinheiten (ECIWOs) nannte Zhang Embryos (Pan-Embryo-Theorie).“

"ECIWOs haben die Fähigkeit zur Entwicklungs-Diapause." Dieser Entwicklungsstopp (Diapause) kann bei Insekten und Pflanzen sehr lange dauern (obligatorisch genetisch-hormonell bedingte Diapause: Schmetterlingspuppe; fakultative, durch Mangel bedingte Diapause: annuelle Fische (Saisonsfische): Eierlegende Zahnkarpfen (Killifische), Pflanzen-Samen usw.). "ECIWOs in höheren Lebewesen (Säugetiere, Mensch) stellen nie den Stoffwechsel ein, sondern nur die Weiterentwicklung." Im Menschen bedeutet dies, dass sich die meisten ECIWOs, die sich bis zu ihrem Soll-Zustand (z.B.: Organe) entwickelt haben, schon bei der Geburt in der Diapause befinden.

Für die Medizin ergibt sich aus den Forschungen Prof. Zhangs, dass es kleinste Untereinheiten gibt, von denen aus der Gesamtorganismus zu beeinflussen ist.
Er stellte diese seine Theorie am Kongress über ECIWO-Biologie im Mai 1990 in Singapur vor.

Die Entdeckung ist die, dass die verschiedenen Abschnitte eines Röhrenknochens eines Menschen 1:1 mit den verschiedenen Bereichen des ganzen Körpers
korrespondieren
. Die Anordnung solcher Abschnitte auf einem Röhrenknochen folgt der Gliederung des Gesamtorganismus. Dies ermöglicht eine neue Orientierung
für Diagnose und Therapie - der gesamte Körper ist über Punkte entlang von Röhrenknochen zu behandeln.

Bei einer Erkrankung wird auf jedem Röhrenknochen eine bestimmte Zone empfindlich, so z.B. bei Magenbeschwerden genau die Mitte des Knochens
(siehe folgende Abbildung: stomach/Magen).


ECIWO am II. Mittelhandknochen der li Hand pdf>>>

"Röhrenknochen haben Ähnlichkeit mit 3-4 Wochen alten Embryos.
Wie in einem echten Embryo sind alle Organe in einem ECIWO angelegt,
entwickeln sich allerdings aufgrund von genetisch-biologischen Prozessen
nicht weiter und befinden sich in Diapause (Entwicklungsstopp)."


ECIWO Biology Institute of Shandong University
Jinan, Shandong 250100, P. R. China

Das erstaunliche dabei ist, dass diese Punkte eine ungemein gute therapeutische Wirkung aufweisen. Eine Studie kann dies verdeutlichen: Yingqing Zhang: “ECIWO biology and medicine. A new theory of conquering cancer and a completely new acupuncture therapy” Neimenggu People's Press, Jinan, 1973-1987

Region der Erkrankung

Erfolgreich behandelte Fälle

Nicht erfolgreich behandelte Fälle

Erfolgsquote

Kopf

116

9

92.8

Nacken

13

3

81.3

Lunge

401

23

94.6

Leber

81

5

94.2

Magen

554

40

93.3

Nabelbereich

25

1

96.2

Taille

558

42

93.0

Bein, Fuß

191

12

94.1

Total

1939

135

93,5

Das Embryo System of TCM Medicine ( E-System Akupunktur) von Dr. Tee Tong Ang (b.1943 in Johore-Pontian, Malaysia)
verbindet ECIWO mit klassischer Akupunktur und führt mit einfachen Behandlungen zu verblüffenden Ergebnissen.
Dr. Tee Tong Ang ist heute als Chefarzt im Chinese Nature-Cure Institute in Singapur tätig.


Tee Tong Ang: ”The Latest E-System Acupuncture” published by Chinese Nature-Cure Institute; Singapore 2000


Dr. Tee Tong Ang
(b.1943)
Chinese Nature-Cure Institute in Singapur
ttang@chinesenaturecure.com
www.chinesenaturecure.com/web/index.php?option=displaypage&Itemid=50&op=page&SubMenu



Die
Somatotopie des Fußes
"In jedem Fuß ein Mensch" - "Das Abbild des Menschen in den Füßen -
Hominis imago in pedibus" Form des Fußes = "Form des sitzenden Menschen
" -
wird schon sehr lange therapeutisch genutzt durch die Fußreflexzonenmassage
.
Schon bei den Indianern war die "Fußreflexzonenmassage" bekannt.

Die sog. Fußreflexzonenmassage ist eine komplementärmedizinische Diagnose- und Heilmethode,
die unter anderem auf der Erkenntnis des amerikanischen Mediziners William Fitzgerald
(1872-1942 Hartford/Connecticut, Ausbildungsjahre in Wien, Paris u. London, Buch:
"Zone Therapy" - "Die Zehn vertikalen Körperzonen" von 1917, zusammen mit seinem Kollegen
Dr. Edwin Bowers) basiert, dass der Fuß, die Haut des Fußes, in etliche kleine Areale
aufgeteilt werden kann, die jeweils durch "Nervenstränge" mit einem Organ
über das Rückenmark und Gehirn verbunden sind.


Ausgehend von der Linie in der Mitte werden nach jeder Seite fünf Zonen definiert.
Daumen und Großzeh sind Zone 1, kleiner Finger und kleiner Zeh gehören zur Zone 5 usw.
Jeder Finger bis zum entsprechenden Zeh stellt quasi eine eigene Zone dar.
Quelle: www.forum-naturheilkunde.de/aktuell/reflexzonen.html

Dr. Shelby Riley
, der eng mit Fitzgerald zusammenarbeitete, verfeinerte die Technik.
Dr. Rileys Assistentin Eunice D. Ingham (1889-1974) entwarf eine spezielle Karte, auf der die Reflexzonen der Füße
genau aufgeführt sind. Sie unterteilte die Füße entsprechend ihrer Zonen und Wirkungen auf den Körper.

Buch: "Geschichten, die die Füße erzählen" (Stories the feet can tell through Reflexology 1938)
3.Auflage Drei Eichen Verlag 2002



Eunice D. Ingham
(1889-1974)


Hanne Marquardt
(b.1933)

Eine ihrer Schülerinnen war die deutsche Krankenschwester Hanne Marquardt (b.1933, Krankenschwester,1951-54 in England,
staatl. geprüfte Masseurin und Heilpraktikerin, 1970: "Die 3 horizontalen Körperzonen"), welche die Methode nach dem zweiten Weltkrieg
nach Deutschland brachte und hier zum Durchbruch verhalf.
"Buch: Reflexzonenarbeit am Fuß" Haug 2007(1975), "Praktisches Lehrbuch der Reflexzonentherapie am Fuß"
6., überarbeitete u. erweiterte Auflage Hippokrates 2005



Quelle: www.forum-naturheilkunde.de/aktuell/reflexzonen.html

Alle Organe und Körperteile sind in den Füßen entsprechend ihrer Lage als Reflexzonen vertreten.
Die Reflexzonen sind auf den Fußsohlen, Fußrücken sowie am Innen- und Außenrist zu finden.
Die Zehen spiegeln die Kopforgane wider, die Ferse entspricht mehr den unteren Organen.