MIKROBIOM

Mikrobiologische Therapie
Selbstheilung mit Bakterien
Selbstregulationskräfte der Bakterien im Körper
Darmbakterien der Schlüssel für die Gesundheit

Schleimhaut-Mikrobiom-Gesundheit
Mikrobiom-Resilienz
("Rückstellkraft" des "angeschlagenen" Mikrobioms)
Symbiontenlenkung
Probiotika Gabe


Aus: www.mikrooek.de/

Mikroorganismen - Baumeister, "Gesundheitserreger",
Grundlage unseres Lebens und unserer Gesundheit.
Der Mensch als bewohnter Raum, als Kommunikationssystem
zwischen seinen Zellen und den Mikroorganismen.
Mikrobiom-Darm-Gehirn-Achse - Neurogastroenterologie
Die Mikrobe Mensch!


"Die Mirobielle Revolution

Dr. Anne Katharina Zschocke - D-53947 Nettersheim-Tondorf

Wir stehen als westlich geprägte Menschen mitten in einer (mikrobiologischen) Revolution ["Umwälzung, Veränderung"],
einer Revolution, die für die meisten unbemerkt verläuft, die aber unsere Sicht auf die Welt und uns Menschen völlig verändern
und unser Bild von Krankheit und Medizin vollkommen umwandeln wird - nämlich die wissenschaftlich nachgewiesene Einsicht:

Bakterien sind die Grundlage unsers Lebens und unserer Gesundheit.

Was bislang nur von wenigen Menschen gelebt und oft genug belächelt oder abgelehnt wurde, was bloß in "alternativ"
genannten Therapieformen, Ernährungsratschlägen und Naturheilverfahren eine Nische fand, erlangt auf einmal den Rang
von Zukunftsmedizin:
Unsere Bakterienbesiedelung ist der Schlüssel zu Heilung, und zwar von Krankheiten, die man bis
vor kurzem als unheilbar betrachtete, als "Zivilisationskrankheiten" bezeichnete oder als "ungeklärt" und deren Auftreten
oft genug für die Betroffenen ein lebenslanges Leidenb edeutete.
Lebensmittelunverträglichkleiten und Diabetes,
Übergewicht, Reizdarm und Hauterkrankungen, Autismus, Alzheimer und Bluthochdruck - die Liste der Erkrankungen,
die jetzt mit unserer Bakterinflora in Zusammenhang gebracht werden, wird länger, je länger ihre Bezüge zu Mikro-
organismen erforscht werden. Und dies geschieht schnell.


Weltweit werden die Bakterien des Menschen in immer mehr Forschungsinstituten in den Mittelpunkt des Interesses gestellt.
Von Entzündungen über Stoffwechselstörungen bis zu psychischen Erkrankungen. Auf einmal eröffnen sich völlig ungeahnte
Therapieansätze in der akademischen Medizin mit großer Hoffnung auf Heilung. Und erfreulich ist: Diese Heilung entspringt
keinen menschengemachten Konzepten synthetischer Art, sie ist in Wirklichkeit
eine Rückkehr zur Natur. Sie ist ein staunendes
Erkennen von Beziehungen innerhalb unseres Organismus
und eine Korrektur unseres bisherigen Denkens und Handelns ...

Wenn sie [die mikrobiologische Revolution] klug fortgeführt wird, wird sie zu einer Sternstunde der Menschheit werden
mit einem respektvollen Blick auf
die bereits Millionen Jahre andauernde Verbindung von Mikrobe und Mensch, und
sie wird einen anmaßenden Griff der Menschen nach den Sternen beenden. Anders als politische Revolutionen bringt
sie nicht Unruhe aus friedlichen Zeiten, sondern führt aus wachsendem Konflikt zu friedlicher Koexistenz, Frieden und
Heilung. Sie verläuft ohne Gewalt, aber mit großer Verwunderung und beendet Mord und Totschlag, die seit dem
vorletzten Jahrhundert medizinisches Programm gewesen sind:
die systematische Tötung von Bakterien,
auch in unserem eigenen Körper
.

Mit den aufsehenerregenden neuen Erkenntnissen, die wir in den vergangenen Jahren zur menschlichen Bakterien-
besiedelung erlangt haben, kehren wir uns:
von einer Feindschaft gegen Einzeller zu einem neuen Miteinander, in dem
wir sie als diejenigen Lebewesen anerkennen, die uns ein gesundes Leben überhaupt erst ermöglichen
. Gerechtigkeit
wird wiederhergestellt. Und das Schöne daran ist: Wir können alle dabei gewinnen - mehr Gesundheit, mehr Wohl-
befinden, Geldersparnis, ein grundlegend besseres Leben.


Mit den neuen Erkenntnissen zu unseren Darmbakterien [Teil des Mikrobioms] wandelt sich das Bild, das wir
von Bakterien haben, grundlegend, und rückblickend müssen wir uns eingestehen, dass
wir über hundert Jahre
lang dem Fehlurteil aufgesessen sind, Bakterien seien für uns in erster Linie Krankheitserreger,
sie seien gefährlich und der Körper müsse sich davor schützen
..."

Aus: Dr. Anne Katharine Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“
1. Die Entdeckung des Mirkobioms. Die mikrobielle Revolution Seite 11-13. Knaur MensSana 2014 http://dr-zschocke.de
 www.darmbakterien-buch.de  www.darmbakterien-buch.de [Meine Ergänzungen]
Anna Strunecka (Autismus Forscherin Prag): "Gastrointestinal disorders and autism sprectrum disorders: a causal link or secondary consequence?"
In "Cellular and Molecular Biology of Autism Spectrum Disorders" Benthan Science Publishers 2010, S. 82-99
("Autismus mit funktionellen Verdauungsproblemen [~ 84%], rezidivierenden Durchfällen und Bauchkoliken")
Jane E. Libbey, Thayne L Sweeten , William M Mcmahon , Robert S Fujinami: "Autistic disorder and viral infections" J NeuroVirology 2005 11(1): S.1-10
Andrew Jeremy Wakefield (brit. Gastroenterologe): "Waging War on the Autistic Child: The Arizona 5 and the Legacy of Baron von Munchausen"
Skyhorse Publishing 2012 www.safeminds.org "USA-weite Initiative von Eltern Autismus-kranker Kinder" www.vaxxedthemovie.com
Siehe Zitate: Edward Jenner / Impfung - Einen furchtbaren Fehler >>>
Andrew J. Wakefield et al. study: "Ileal-lymphoid-nodular hyperplasia, non-specific colitis, and pervasive developmental disorder in children" Lancet 1997
Fiona Godlee: "Wakefield’s article linking MMR vaccine and autism was fraudulent" BMJ 2011; 342:c7452 (Retracted)
Tom Verstraeten et al.: "Safety of Thimerosal-Containing Vaccines: A Two-Phased Study of Computerized Health Maintenance Organization Databases"
Pediatrics 2003; 112(5): S. 1039-1048. "Daten von mehr als 400.000 Kindern auszuwerten und auf eine mögliche Verbindung von Impfungen mit
neurologischen Entwicklungsstörungen zu untersuchen ...
Bei Babys, die im ersten Lebensmonat Quecksilber-haltige Impfungen bekommen hatten -
die übrigens immer auch Aluminium enthielten, doch das war nicht Gegenstand der Untersuchung -,
ergab sich im Vergleich zu Kindern, die im ersten
Monat nicht geimpft wurden, ein mehr als 7-fach höheres Autismusrisiko
... Tom Verstraeten erklärte den geschockten [Simpsonwood-Meeting-] Anwesenden
[im Juni 2000, in Atlanta/Georgia], dass es einen signifikanten und linearen Zusammenhang zwischen der Quecksilberbelastung und den Entwicklungs-
störungen gab.
Für jedes Mikrogramm Thimersal [Quecksilber], das die Babys abbekommen hatten, stieg das Krankheitsrisiko um 0,7 %.
Am deutlichsten
war der Trend für Sprachentwicklungsstörungen, gefolgt von ADHS ... und Autismus ... Das Protokoll der Sitzung ... enthält noch viele weitere ähnlich
erschreckende Äußerungen ... Die Verantwortlichen der wichtigsten Gesundheitsbehörden überlegten nicht etwa, wie Kinder geschützt werden
können vor negativen [Impf-] Einflüssen. Sie berieten, wie sie den Ruf der Impfungen schützen könnten - und natürlich auch ihren eigenen
...
Es dauerte mehr als 3 Jahre, bis die Studie von Tom Verstraeten und Kollegen [2000, am Simsonwood Meeting präsentiert!] schließlich im angesehenen
Fachjournal Pediatrics [2003] veröffentlicht wurde. Und scheinbar war statistisch doch noch Einiges möglich gewesen:
Denn als sie das Licht der internatio-
nalen Fachwelt erblickte, waren keine alamierenden Zahlen oder signifikanten Zusammenhänge mehr zu erkennen; bloß ein paar kleine regionale
Irritationen bei "nervösen Ticks" und "Sprachverzögerung", die mit Nachfolgestudien abgeklärt werden sollten. Für Autismus und ADHS war die Entwarnung
absolut ...
die im Nachhinein veränderte und statistisch umgepolte Studie ...
Im August 2014 wandte sich William Thompson [Angestellter der CDC] über das Anwaltsbüro Morgan Verkamp [u.a. Anwalt Kevin Barry Esq. (AA)] ... mit einem
schockierenden Statement an die Öffentlichkeit:
Er gab zu, er und andere in der CDC hätten in ihren Studien betrogen, Daten unterschlagen und Resultate
gefälscht, um Impfungen von dem Ruf freizuwaschen, sie könnten etwas mit der grassierenden Autismus Epidemie
[Autismus USA: 1 : 68 Kinder, Buben: 1 : 42;
laut www.lernen-mit-autismus.de: Europa: 1 : 160]
zu tun haben ... An Studien zum Zusammenhang von MMR [MasernMumpsRöteln] und Autismus war Thompson
persönlich beteiligt. Diese Studien, erklärt er, waren gedacht als Antwort auf die Wakefield-Diskussion [MMR-Impfung ein möglicher Auslöser für Autismus?
Retracted Wakefield et al. study: "Ileal-lymphoid-nodular hyperplasia, non-specific colitis, and pervasive developmental disorder in children" Lancet 1997] und
den Vertrauensverlust in die Sicherheit der Impfungen. Dummerweise ergab sich
bei der Auswertung ein signifikant höheres Autismusrisiko für Jungen
afroamerikanischer Herkunft, die - entsprechend dem offiziellen Impfplan - im Alter unter drei Jahren gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft wurden
.
"Das war ein Resultat, das wir nicht erwartet hatten, und es wurde endlos darüber diskutiert, wie wir das wieder loswerden." Schließlich, erklärt Thompson,
hätten sie
eine Gruppe von [Studien-] Teilnehmern und deren Daten einfach aus dem Protokoll gestrichen - womit das Ergebnis nicht mehr auffällig war.
"Ich war Komplize", gesteht Thompson zerknirscht. "Wir haben niemandem von den signifikanten Resuldaten erzählt. Wenn ich jetzt Familien mit
autistischen Kindern treffe, dann fühle ich eine riesengroße Scham. Denn ich habe möglicherweise dazu beigetragen"
...

Für uns Normalsterblichen ist diese Form der Hörigkeit natürlich ein Desaster:

Unsere Gesellschaft hat diese Instanzen eigens dafür eingerichtet und finanziert, um die bestmögliche Gesundheit der Bevölkerung zu
gewährleisten. Und die üben ihre Kontrollfunktion nicht aus. Sei es, weil ihre führenden Kader durch und durch korrupt sind, sei es,
weil "nicht sein kann, was nicht sein darf" - im Prinzip führt es auf dasselbe hinaus:
die Unfähigkeit, ein aktuelles Problem zu erkennen,
Ursachen voruteilsfrei aufzuklären und einer bestmöglichen Lösung zuzuführen
... Anfang 2015 fragte die deutsche Filmemacherin
Natalie Beer den ehemaligen Präsidenten der WAO (World Autism Organisation), Paul Shattock (~40 Jahre in der Autismusforschung tätig),
der gerade sein Amt an seine Nachfolgerin [Isabel Bayonas] übergeben hat, warum es ... zum Thema Impfungen keine kritischen
Studienansätze gebe? "Wohl vor allem deshalb, weil die Leute Angst haben, was sie finden könnten", antwortete Paul Shattock
mit entwaffnender Offenkeit. "Jeder andere Risikofaktor wäre längst untersucht worden. Aber weil es sich um Impfungen handelt,
schrecken alle zurück: 'Das ist heilig, und es ist uns in keiner Weise erlaubt, das Vertauen der Menschen in Impfungen aufs Spiel
zu setzen'. So denken die Leute, und so läuft das ab."
"
Aus: Bert Ehgartner: "Die Hygienefalle - Schluss mit dem Krieg gegen Viren und Bakterien" 5.7. Kontroverse um die Masern-Mumps-Röteln-Impfung.
Der Fall Wakefield. Die "westliche Krankheit" S.153. 5.8. Das CDC-Komplott. Die [skandalösen] Papiere von Simpsonwood S. 156f, Die Behörde gibt
Entwarnung S. 158, 5.8. Ein Insider [William Thompson Transcripts: Shocking Revelations by the CDC Whistleblower 2014] packt aus S.159f.
Studien als Propaganda-Material S.162f, 5.9. Das unkontrollierte System S.166f, Patientenvertreter [Paul Shattock ] mit Interessenskonflikt S.168f Ennsthaler 2015
(AA) RA Kevin Barry Esq.: "Vaccine Whistleblower: Exposing Autism Research Fraud at the CDC" Foreword by Robert Francis Kennedy, Jr., Preface by Dr. Boyd E. Haley
["Die Vorwürfe von Dr. William Thompson sind so gravierend, dass die Frage der Sicherheit von Impfungen vollständig neu geprüft werden muss!"].
Skyhorse Publishing 2015 [RA K. B. fasst die Aussagen von William Thompson in diesem Buch zusammen!]
www.autismhelpforyou.com/HG%2520IN%2520VACCINES%2520-%2520Simpsonwood%2520-%2520Internet%2520File.pdf
Kreesten Meldgaard Madsen et al.: 1.) "Thimerosal and the occurrence of autism: negative ecological evidence from Danish population-based data" Pediatrics 2003 ;112(3 Pt 1):604-6
2.) "A Population-Based Study of Measles, Mumps, and Rubella Vaccination and Autism" N Engl J Med 2002; 347:1477-1482 (Zwei CDC finanzierte Dänische Studien, die wegen ihres
mangelhaften Designs heftig kritisiert werden! Der dänische CDC Kontaktmann Prof. Poul Thorsen, von der Universität von Aarhus, als ein gesuchter Betrüger! (2004 -2010)
Siehe http://oig.hhs.gov/fraud/fugitives/profiles.asp: "From approximately February 2004 until February 2010, Poul Thorsen executed a scheme to steal grant money awarded
by the Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ... Thorsen is currently in Denmark and is awaiting extradition to the United States"
Quellen: Inernet u. Bert Ehgartner: "Die Hygienefalle" 5.9. Das unkontrollierte System S.165 Ennstthaler 2015
Warren Jones, Ami Klin: "Attention to eyes is present but in decline in 2–6-month-old infants later diagnosed with autism"
Nature 2013 Dec 19;504(7480):427-31 Marcus Autism Center, Children's Healthcare of Atlanta, Georgia, USA
ZITATE:
Edward Jenner/Impfung - Einen furchtbaren Fehler: "Wir brauchen uns nicht zu verteidigen" >>>
Alfred Rockenschaub/Gebären ohne Aberglauben >>> "Stillen mit Mikroben fürs Baby"

Die Bedeutung der frühkindlichen Darmgesundheit pdf >>>
Aus: www.meindfp.at/proxy/resource/dynasite/mm/mm004/DFP_Darmgesundheit.pdf
Gestörtes Darmmilieu - Reizdarm - Irritable Bowel Syndrome - Mikrobiom
Mangelsyndrom - Mikrobiom-Überforderung - Mikrobiomschock
>>>



Mensch und Mikroben stellen eine symbiontische Lebensgemeinschaft dar.
Die „normale“ Mikroflora des Menschen (Microbiota) enthält auch
opportunistische Krankheitserreger (sog. „Schmarotzer“),
mit welchen der Mensch fortwährend und innig zusammenlebt,
die normalerweise unter Kontrolle neutraler, kommensaler
(ernährungsgemeinschaftlicher) und mutualistischer
(artgemeinschaftlicher) Mikroorganismen stehen
und daher ihre Krankheitserregenden Eigenschaften
nicht entfalten können.



Symbiose [1879, Anton Heinrich de Bary (1831-1888)]:
„Das fortwährende und innige Zusammenleben ungleichnamiger Organismen.“

Mikrobiota = die verschiedenen Mikrobenarten, die sich abhängig vom Milieu, indem sie leben,
vermehren. Deren Vermehrungs-/Verdopplungszeiten liegen in einem Bereich von 20 bis 40 Minuten.
Jede Ernährungsweise (Mischkost, betont pflanzliche-, betont fleischliche-Kost) auch Schwangerschaft,
Geburt und Stillen, Distress ("Überlastungsstress", "Konfliktstress", "zerstörerischer Stress") u.a.,
bringt unweigerlich einen irgendwie gearteten Einfluss auf die Mikrobiota mit sich.

"Für Zucker vermehren sich zuckerverdauende, für Fett fettverdauende, für die Eiweiße eiweißverdauende Mikroben, für alles
gibt es passende Mikroben, auch multibegabte und flexible. Für Metalle sind mehr diese zuständig, für Ballaststoffe jene,
für Pestizidneutralisierung andere als für Quecksilberentgiftung und für Konservierungs-, Aroma- und Farbstoffe. Wohl dem,
der von allen benötigten Mikroben ein ausreichendes Team im Bauch beisammenhat. Hier leuchtet ein, warum eine
Verarmung an Mirkobenarten im Darm immer eine geringere Verträglichkeit und Flexibilität gegenüber Speisen
mit sich bringt. Unser mikrobielles Netzwerk [Mikrobiom] ist wie eine Klaviatur, auf der unsere Nahrung spielt.
Es stellt seine Zusammensetzung kurzfristig nach Beadarf um ... Mikroben und Mensch haben im Laufe ihrer
gemeinsamen Entwicklungsgeschichte ihr Miteinander so entwickelt, dass es einen Spielraum für Nahrung gibt,
in dem das Mikrobiom verschiedenes Essen [1] toleriert. Dieser Spielraum wird durch die Stabilität des Mikrobioms
begrenzt. Bei Mikrobenmangel ist er klein, und geringe Schwankungen führen bereits dazu, dass das Miteinander
dekompensiert. Je nach der Ausgangssituation bleibt es bei zu großen Abweichungen erhalten oder nicht.
Dabei ist das Mikrobiom auf perfekte Art an das angepasst, was Natur und Kultur uns in Tausenden von
Jahren als Lebensmittel entwickelt haben. Was es hingegen nicht kennt, nicht braucht und nicht verträgt,
ist, was in den letzten Jahrzehnten künstlich hinzuerfunden wurde ..."

Aus: Anne Katharina Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“
7. Es geht um die Wurst. Ernährung als Mikrobiomschock. Seite 214f [Meine Ergänzungen]
[1] David LA et al.: "Diet rapidly and reproducibly alters the human gut microbiome" Nature 2014 Jan 23;505(7484):559-63


Mikrobiom - "Unser unsichtbares, systemimmanentes Mikrobengemeinschaftsorgan" [~2,5kg] - bezeichnet die "Gesamtheit aller
den Menschen besiedelnden Mikroorganismen [Mikrobiota] mitsamt ihrem genetischen Gut"
[Gesamtheit bakterieller Gene in und auf
unserem Körper/Humanmikrobiomprojekt (HMP): ~ 4,4 Mill.]
. Damit werden primär die Darmbakterien - Darmflora/Schleimhautflora -
in Verbindung gebracht, aber auch alle Mikroorganismen, die auf der Haut -
Hautflora -leben.


"Nun musste man sich bei der Forschung an unseren Mitbewohnern nicht mehr mit Kulturen in Petrischalen und dem allgegenwärtigen Sauerstoff herumschlagen.
Dem HMP [Humanmikrobiomprojekt] genügten Mittel in Höhe von 170 Millionen Dollar und fünf Jahre, um 1000-mal so viel DNA zu entschlüsseln wie im HGP
[Humangenomprojekt:
DNA-/Gensequenzierung: Bestimmung der Nukleotid-Abfolge in einem DNA Molekül] - und das von Mikroben aus 18 verschiedenen Habitaten
[Lebensbereichen] in unserem Körper. Es sollte zu einer sehr viel umfassenderen Studie der Gene werden, die einen Menschen ausmachen - und zwar der menschlichen
[~21.000 Gene] und der mikrobiellen [~ 4,4, Mill] ... und doch sollten wir durch das HMP mehr darüber erfahren,
was es bedeutet, ein Mensch zu sein, als es aus unserem
eigenen Genom jemals möglich gewesen wäre
... Für [die sehr wichtigen] Mikroben sind wir ein Garten Eden ... Eigentlich wissen wir schon seit etlichen Jahrzehnten,
dass wir aus der Anwesenheit von Mikroben in unserem Körper den einen oder anderen Nutzen ziehen: Sie synthetisieren einige für uns essentielle Vitamine und bauen
zähe Pflanzenfasern ab. Das wahre Ausmaß der Wechselwirkungen zwischen unseren und ihren Zellen kennen wir allerdings erst seit Kurzem, denn erst Ende der 1990er
Jahre gelangen Mikrobiologen unter Einsatz neuer molekularbiologischer Verfahren entscheidende Entdeckungen über unsere seltsame Beziehung zum Mikrobiom.
Die DNA-Sequenzierung [der 16S (ribosomale) rDNA-Gene] erlaubt es uns, die anwesenden Mikroben genau zu identifizieren und in die Hirarchie des Baums des Lebens
einzuordnenen ... Insbesondere zur Beantwortung von Fragen, was die Mikroben eigentlich tun, verwenden wir häufig ... keimfreie (gnotobiotische) Mäuse ... Was es
ausmacht, ein Mikrobiom zu besitzen oder nicht, lässt sich nun am Vergleich der sterilen Mäuse mit normalen Vergleichstieren mit der vollen Bandbreite an Mikroben
genau bestimmen ... Dem von den nationalen Gesundheitsinstituten der Vereinigten Staaten betriebenen Humanmikrobiomprojekt [HMP] verdanken wir die Einsicht,
dass unsere Gesundheit und unsere Zufriedenheit entscheidend von unseren Mikroben abhängen ... Wir sind von unseren Mikroben abhängig; ohne sie
wären wir nur ein Bruchteil unserer selbst.
Was bedeutet es also, nur zu zehn Prozent Mensch zu sein?"
[AC] Alanna Collen: "Die Stille Macht der Mikroben" ("10% Human") 2015

Der Begriff Mikrobiom wurde 2001 vom Nobelpreisträger (1958: für die Entdeckungen über genetische Neukombinationen bei Bakterien)
Joshua Lederberg (1925 - 2008 New York), einem US-amerikanischen Molekularbiologen und Genetiker geprägt. Er behauptete,
nach Beendigung des Humangenomprojekts [= HGP 1990-2003 John Craig Venter et al.; Humangenetik: Das entschlüsellte Genom
(Erbgut, Gene) des Menschen: ca. 23.000 Gene = 3,27 × 10
9 Purin- (Guanin, Adenin) u. Pyrimidin- (Cytosin, Thymin, Uracil) Basen-
paare], dass auch die
"Mikroflora des Menschen" berücksichtigt werden müsse [Epigenetik: alle Vorgänge, die unabhängig von
der Basenfolge auf den Genen bei der Vererbung eine Rolle spielen; wie "Mikrobiom", "Umwelteinflüsse", "Substratangebote"
(Nährmedium), "pH", "Ballaststoffe" usw.], da diese "Teil des menschlichen Stoffwechselsystems" sei
und daher maßgeblichen "Einfluss auf den Menschen" habe.


Dr. Anne Katharina Zschocke schreibt 2014 dazu in ihrem Buch "Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit" [s.u]
"Ein Mikrobiom entsteht - Ein neues Organ - Da ist es also, unser neu entdecktes Organ: Es ist unsichtbar, aber wiegt
etwa zwei Kilogramm. Wir fühlen es nicht, aber ohne es hätten wir kein Gefühl. Es bewegt sich ständig, doch das
bekommen wir nicht mit. Jedenfalls wissen wir noch nicht genau, woran wir es merken sollen. Ist es gesund,
fühlen wir uns wohl. Wenn wir uns nciht wohl fühlen, mag dies an seinem Zustand liegen. Den allerdings
erkennen wir noch nicht. Das Mikrobiom gibt uns noch Rätsel auf. Es ist Neuland, auf dem sich
Altbekanntes erst langsam zu einem anderen Bild zusammenfügt ... [S.41]

Die Regulation der Bakteriengene geschieht im Zusammenwirken mit der Umwelt und ist durch verschiedense Wirkstoffe
auslösbar. Das zeigt, warum das Humangenomprojekt (HGP) nicht erfolgreich sein konnte: Die lebendige Wirklichkeit
ist erheblich vielschichtiger, als die lineare Aufreihung von Basenpaaren zu einer DNA
... [S. 26]

Was bedeutet dies alles für uns?
Ziemlich Gewaltiges: Es stellt unser bisheriges gültiges Menschenbild gänzlich auf den Kopf. Wir hielten uns
für eigenständige Wesen, die weitgehend unabhängig von der Umwelt in unserer weltlichen Umgebung leben,
und
stellen jetzt fest, dass wir in Wirklichkeit lebendiger Teil eines großen Ganzen sind: nämlich innig
verwoben mit der universellen mikrobiellen Welt ... Je gesünder es [das Mikrobiom] ist,
desto gesünder sind wir." [S.35f]


"Es ist nicht verwunderlich, dass das erste Lebewesen, dessen Gene im Jahre 1995 vollständig sequenziert wurden ein Bakterium
[Haemophilus influenzae/J. Craig Venter u. Hamilton O. Smith] war. Schließlich sind Bakterien die Lebewesen mit dem kleinsten Gengut.
Man kannte nun die Basenfolge in seinem genetischen Material, jedenfalls in dieser Mikrobe im Moment der Bestimmung. Nur: Eine
wirklich relevante Aussage war das nicht.
Bakterien können untereinander jederzeit beliebig Gene austauschen, E. coli enthält beispiels-
weise regelmäßig etwa 15 Prozent Gene von anderen Bakterien, da konnten die Gene in einem anderen Bakterium derselben Art oder
desselben Bakteriums zu einem anderen Zeitpunkt auch anders aussehen. Bakterien zu benennen ist, wie in einen Bach zu greifen,
um eine Welle zu untersuchen.

Mikroorganismen, also Wesen, die wir mit bloßem Auge nicht sehen, präzise zu benennen ist bereits, seit man sie kennt,
eine große Schwierigkeit. Man benötigt eine angemessene [mikroskopische] Vergrößerung, um sie überhaupt zu erkennen.
Dabei lassen sie sich beispielsweise nach ihrer Form unterscheiden. Außerdem unterscheidet man verschiedene bio-
chemische Merkmale oder unterschiedliche Stoffwechselleistungen, eine unterschiedliche Zusammensetzung der Zellwand
oder verschiedene Oberflächenstrukturen. Dies alles sagt aber noch nichts über ihre Aktivitäten aus.

Als man schließlich genetische Techniken [Gen-Sequestrierung] entwickelt hatte, versuchte man Bakterien anhand
ihrer Gene zu klassifizieren. Doch auch dies blieb zunächst unbefriedigend, weill
ganz verschieden klassifizierte
Bakterien sich auf einmal als gentisch ähnlich entpuppten
. E. coli als harmloser Darmbewohner undd Shigella,
die an der bakteriellen Ruhr beteiligt ist, haben zu 100 Prozent die gleiche DNA, obwohl sie völlig verschiedene
Wirkungen im Darm zeigen. Bei Einzellern handelte es sich also eher um einen Genpoll, um viele Gene, verteilt
auf lauter Einzeller, unter denen sie je nach den Umständen austauschbar sind. Man wurde geradezu genötigt,
von Bakterien anders zu denken als von Individuen wie Katz und Maus, Zebrafink und Regenbogenforelle.
Dies gestaltete sich naturgemäß schwierig.

Als das Humangenomprojekt begann, erwartete man aufgrund der komplexen Erscheinung des menschlichen Körpers,
weit über hunderttausend verschieden menschliche Gene zu finden. Nachdem das Projekt abgeschlossen war, wurde
man jedoch mit der ernüchternden Tatsache konfrontiert, dass sich die Zahl der Gene in menschlichen Chromosomen
gerade einmal auf gut 20.000 belief, unwesentlich mehr als beim Genom der Maus.
Wie konnte dies möglich sein? Der Mensch: so komplex wie eine Maus?
Der Mensch hatte sich in seiner grenzenlosen Selbstüberschätzung weit übernommen.

Wie konnte es sein, dass ein so hoch entwickeltes Lebewesen mit derart komplexen Abläufen
bloß so wenig Gene besitzt? Ist der Homo sapiens gar nicht die Krone der Schöpfung?


Die Antwort fand sich im Unerwarteten und lautete:
Wir verdanken unsere Komplexität den Genen der in uns lebenden Bakterien [dem Mikrobiom].
Sie enthalten die fehlende Anzahl, etwa hundertmal so viele wie die auf unseren menschlichen Chromosomen.
Wir sind ein Team.
Neben seinen zelleigenen Genen besitzt der Mensch die Gene von den Billionen Bakterien,
die in und auf seinem Körper leben
. Sie sind es, die Organentwicklungen bewirken und Verdauung und Verhalten
ssteuern,
die das Immunsystem bewegen und vieles mehr. Sie sind an allen wichtigen Körperfunktionen beteiligt:
an Stoffwechsel und an Muskelaktivitäten, Hormonhaushalt, Gehirnfunktion und Nervensystem
... wir sind ein
lebendiges Miteinander von Mikroben und Körperzellen, und ohne diese Bakterien ist der Mensch nichts ...
WWir stehen durch
die Bakterien in uns im großen Zusammenhang aller Mikroben der Erdeund tragen in uns
eine Art [unsichtbares] Organ
, das wir bislang als solsches nicht erkannt hatten: die Gesamtheit aller Bakterien
mmitsamt ihrem genetischen Gut, mit ihren Stoffwechselaktivitäten, ihrer Flexibilität und Anpassungsfähigkeit:
Mit ihrer Fähigkeit, sich untereinander über alles Mögliche auszutauschen, und mit allem, was wir noch
nicht kennen ...
"MIKROBIOM" ... die akademisch wissenschaftliche Bestätigung dafür, dass wir Menschen
Beziehungswesen sind. Dass
wir untrennbar mit den Kleinstlebewesen dieser Welt verbunden und aufeinander
angewiesen sind
, uns gemeinsam entwickeln, und dass nur in einem gesunden Miteinander gesundes Leben
gedeihen kann
. Diese zu Bescheidenheit anregende Gewissheit muss die Gesellschaft jetzt erst mal verdauen
[und dann unbedingt aufnehmen] ... Für unsere Gesundheit ist nicht nur wichtig, dass wir mit Bakterien in und auf
unserem Körper zusammenleben und welche es sind, sondern auch, was diese Bakterein, unsere Körperzellen
und beide im Kontakt miteinander gerade tun ...
Es gibt als ob beim Vorhandensein derselben Gene verschiedene
Ausprägungen, und es existiert eine Veränderung in der Vererbung ohne Änderung der Gene
... beispielsweise
durch plötzlich veränderte Umweltbedingungen [auch im Darm] ... Wie wir die Bedingungen in unserer Umwelt
schaffen, prägen sich vorhandene genetische Informationen aus oder nicht ... Es geht um Beziehung.
Nicht Bakterien allein, nicht der menschliche Körper allein, vielmehr die Gesamtheit macht Gesundheit aus.
Genauer gesagt:
Der Kontakt von außen kommender Bakterien mit den uns innewohnenden Bakterien und
beider Kontakt zu unseren Körperzellen sind die physische Grundlage unseres Seins..."

Aus: Dr. Anne Katharine Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“
1. Die Entdeckung des Mirkobioms. Wir verdanken unser Leben den Bakterien Seite 18-21. Epigenetik, EHEC und das Leben im Darm
S. 23f, 26, 28. Aus Bakterein"flora" wird "Mikrobiom" Seite 35f. 3. Ein Mikrobiom entsteht. Ein neues Organ Seite 41
Knaur MensSana 2014   http://dr-zschocke.de   www.darmbakterien-buch.de [Meine Ergänzungen]
[AC] Alanna Collen: „Die stille Macht der Mikroben: Wie wir die kraftvollsten Gesundmacher bei der Arbeit unterstützen können“ („10% Human:
How Your Body's Microbes Hold the Key to Health and Happiness“ Harper 2015) Vorwort: Geheilt S. 19f, 25ff, 34 RIEMAN Verlag 2015

a) E. Jiménez , L. Fernández, M.L. Marín, R. Martín, J.M. Odriozola, C. Nueno-Palop, A. Narbad, M. Olivares, J. Xaus, J.M. Rodríguez:
"Isolation of commensal bacteria from umbilical cord blood of healthy neonates born by cesarean section" Curr Microbiol. 2005 Oct;51(4):270-4
Wir sind also im Mutterleib nicht steril, wie bisher - seit 1900 - behauptet, sondern bekommen die Bakterienflora schon präpartal aus dem mütterlichen Blut
via Nabelschnur übertragen. Es wäre von den damaligen Wissenschaftlern seriöser gewesen, nicht "absolutistisch" zu behaupten, dass der Foetus sich
unter sterilen Bedingungen entwickelt, sondern wissenschaftskritisch zuzugeben, dass "Wir mit den derzeitigen (damaligen) mikrobiologischen Methoden
keine Keime nachweisen können (konnten)".

b) C. Bearfield, E.S. Davenport, V. Sivapathasundaram, R.P. Allaker RP: "Possible association between amniotic fluid micro-organism infection and microflora in the mouth" BJOG
2002 May;109(5):527-33. "Ob das erhöhte Risiko für eine Fehlgeburt mit der Art und Zahl der Bakterien im Fruchtwasser zusammenhängt oder direkt ein gestörtes Mikrobiom
ursächlich ist, wissen wir noch nicht. Es würde aber einleuchten, dass ein Kind nicht gesund heranwächst, wenn es Bakterien dazu braucht, die bei einem gestörten mütterlichen
Mikroiom fehlen. Bakterien sind schließlich in vielerlei Hinsicht an der Schwangerschaft beteiligt. So gibt es bakterielle Stoffwechselprodukte, die die Prostaglandin-
sysnthese fördern. Prostaglandin ist das Hormon, das die Wehen einleitet. Und das Immunsystem kann auf Bakterien mittels Eiweißen reagieren, die
ebenfalls Wehen auslösen und zu einer frühzeitigen Geburt führen können ..." [AKZ S.50]

c) Ljubomir Petricevic, Konrad J. Domig, Franz Josef Nierscher, Iris Krondorfer, Cathrin Janitschek, Wolfgang Kneifel, Herbert Kiss.:
"Characterisation of the oral, vaginal and rectal Lactobacillus flora in healthy pregnant and postmenopausal women" Eur J Obstet Gynecol
Reprod Biol. 2012 Jan;160(1):93-9 (Wiener Studie). "Unsere Darmflora bestimme demnach auch die Scheidenflora mit, was bedeuten würde,
dass man sie durch eine Mikrobiomänderung im Darm ändern könne." [AKZ .S52]

Alastair Crisp, Chiara Boschetti, Malcolm Perry, Alan Tunnacliffe, Gos Micklem: "Expression of multiple horizontally acquired genes
is a hallmark of both vertebrate and invertebrate genomes" Genome Biol. 2015 Mar 13;16:50
"Die britischen Forscher griffen das Thema "Horizontaler (Lateraler) Gentransfer (HGT, LGT) erneut auf und konnten auf weit umfangreichere Genom-Datenbanken zurückgreifen, als Wissen-
schaftler zuvor in einer Studie zum Humangenom (2001: 113 HGT-Gene). Sie verglichen die Genome (Gesamtheit der Gene) von 12 Fruchtfliegenarten, 4 verschiedenen Fadenwürmern
und 10 Primatenspezies, darunter Schimpansen und der Mensch. Dabei verglichen sie deren Gene mit Erbanlagen von Mikroorganismen. 33 neue HGT-Gene konnten sie nachweisen.
Alastair Crisp sagt: "Überraschenderweise ist der horizontale Gentransfer keineswegs selten, und es scheint, als habe er zur Evolution vieler, möglicherweise
sogar aller Tiere beigetragen. Das heißt, dass wir unsere Vorstellung von Evolution überdenken müssen."
Horizontaler Gentransfer (HGT) = lateraler Gentransfer (LGT) beschreibt eine Übertragung von Genen (Erbmaterial), die nicht entlang der Abstammungslinie
(wie z.B: von Mikrobe auf Mensch) erfolgt. Im Gegensatz dazu erfolgt der vertikale Gentransfer von Vorfahren zu den Nachkommen [Eltern auf Kind].
Quellen: http://www.genomebiology.com/2015/16/1/50, www.spiegel.de/wissenschaft/natur/gentransfer-mensch-uebernahm-zahlreiche-gene-von-bakterien-a-1023395.html

ZITATE: Edward Jenner/Impfung - Einen furchtbaren Fehler: "Wir brauchen uns nicht zu verteidigen" >>>

Ein internationales Team von Wissenschaftlern [1] entdeckte anhand verschiedener Darmmilieus -
"Human Microbiome Project" -
, bei Personen aus 4-verschiedenen europäischen Ländern
und aus der Literatur von Japanern und Amerikanern [insgesamt 33 Probanden!], dass es
"nur" 3-grundlegende Entero-Typen (nicht Nation- und Kontinent spezifisch!) geben soll,
die man unterscheiden könne -
"Künstliches Konstrukt von 3-Enterotypen".
Maßgeblich sei die Gruppe der Bakterien, die bei einem Menschen am häufigsten im Darm
angesiedelt ist: Bacteroides, Prevotella oder Ruminococcus.
Die Zugehörigkeit zu einer Bakteriengruppe hat Folgen
für die
Effektivität der Energiegewinnung
und die
Bildung von Vitaminen.


Menschen, die dem Entero-Typ 1 (Bacteroides: obligat anaerobe, pleomorphe, gramnegative Stäbchenbakterien)
angehören, scheinen die lebensnotwendige Energie verstärkt aus Kohlenhydraten und Proteinen zu gewinnen.
Sie bilden bevorzugt die B-Vitamine Biotin, Vitamin B2 (Riboflavin) und Pantothensäure (B5).


Beim Entero-Typ 2 (Prevotella: obligat anaerobe, gramnegative Stäbchen; früher zu den Bacteroides spp gezählt)
überwiegt der Abbau von Zucker-Protein-Komplexen [Muzinabbau] in der Darmschleimhaut sowie die Bildung von
Vitamin B1 (Thiamin) und Folsäure (Vitamin B9).

Der Entero-Typ 3 (am häufigsten; Ruminococcus: obligat anaerobe kugelige bis ovale Kokken, in Paaren oder Ketten
angeordnet) nutzt ebenfalls den Abbau von Schleimhaut- Proteinen [Muzinabbau], dabei sind die entstehenden
Zuckermoleküle besonders effektiv.


Erstaunlich für die Forscher war, dass diese drei Arten unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit, dem Heimatland
und der Ernährung zu finden sind. Die Forscher hatten die Darmflora von Personen aus vier europäischen Ländern
(Dänemark, Frankreich, Italien, Spanien) untersucht und mit Proben aus Asien (Japan) und den USA verglichen.
Möglicherweise kann die Bakterienart der Darmflora erklären, warum die Wirkungen
von Medikamenten und Nährstoffen bei Menschen unterschiedlich sind.



[1] Manimozhiyan Arumugam, Jeroen Raes, Eric Pelletier et al: "Enterotypes of the human gut microbiome"
Nature 473, Pages: 174–180. Date published: 12 May 2011;
www.embl.de

"Dies alles macht deutlich, wie schwierig es ist, auf dem Wege labortechnischer Untersuchungen ["Human Microbiome Project"]
zur wahren Erkenntnis des Mikrobioms zu kommen. Statistisch analysierte Daten von Gensequenzen aus dem Stuhl können
von der Realität einer lebenden Person ziemlich weit entfernt sein. So sagen die Forscher am Schluss ihrer Studie [1] ganz
deutlich, dass es sich schließlich um Stuhlanalysen handele, die keine Aussage über das Miteinander in der Schleimhaut
[
Mikroben Teamwork] zulassen. Und sie äußern sich selbst kritisch darüber, dass die Zahl der verschiedenen Gen-
sequenzen pro Person zwischen 53 und 295 weit auseinanderliegt, also unabhängig von einerr
Artenvielfalt [Biodiversität]
die
genetische Vielfalt im Stuhl eines Menschen sehr unterschiedlich ausgebildet sein kann. Zu den Ernährungsgewohn-
heiten der Probanden wurden keine Zusammenhänge untersucht. Ganz abgesehen davon sagt das Vorhandensein von
Genen im Stuhl noch nichts über ihre Aktivität aus. Die Informationen sind da, aber ob und wann sie abgelesen werden,
ist damit noch nicht gesagt [Epigenetik]. Interessant an den Ergebnissen dieser Studie [1] ist der Nachweis, dass
Bakterien offensichtlich in Gruppen gemeinsam wirken und dass es gewissee
Stoffwecheselteams im Darm gibt, die
gemeinsam Aufgaben in der Ernährung erfüllen als Ausdruck des vernetzten und kommunizierenden Miteinanders.

Man könnte jetzt untersuchen, wie die unterschiedlichen Gruppen [Entero-Typ 1, -Typ 2, -Typ3] ihrerseits zusammen-
arbeiten. Da alle Funktionsgruppen [Energiebildung, Vitaminbildung] in allen Enterotypen vorkamen, nur unterschiedlich
ausgeprägt, wäre eine interessante Fragestellung: Wie flexibel ist die Verzahnung oder wie weit wirken diese Gruppen
getrennt? Und wer oder was bestimmt, welcher Anteil ausgeprägt wird? Kann es sein, dass ein Mikrobiomschock [Ernähr-
ung, Fasten, Überessen, Vergiftung, Blutmangel, Operation, Schockereignisse, Schwangerschaftskomplikationen, anti-
biotische Substanzen (in Human-, Veterinärmedizin, Antibiotika als Mastbeschleuniger) usw.] das Gesamtsystem
im Darm so sprengt, dass inselartig voneinander getrennte Bakteriengruppen innerhalb des Darms sozusagen jede
"ihr Ding", ihren Stoffwechsel machen, ohne noch als Gesamtheit wirken zu können? Oder dass einzelne
Bakterienteams schlichtweg außer Gefecht gesetzt werden?

Die Studienergebnisse wurden stattdessen medial hochgepriesen ... So bedient
das künstliche Konstrukt
von drei Enterotypen
[2], welche im Körper die Nahrungsverwertung bestimmen, die Sehnsucht des Menschen,
dieses ungreifbaren Wuselns von Mikroben in uns selbst Herr zu werden, indem man es klassifiziert, kategorisiert
und schließlich kontrolliert. Schon wird der Enterotyp zur Entschuldigung für Übergewicht genommen
und in Ernährungsratgebern erwähnt.
Die Darmmikroben lächeln sicher gnädig darüber ..."

Aus: Anne Katharina Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“
7. Es geht um die Wurst. Stuhl- und Schleimhautmikroben. Seite 210-212, 2007 [Meine Ergänzungen]

[2] Jack A. Gilbert et al.: "Meeting report for the 1st skin microbiota workshop, boulder, CO October 15-16 2012" SIGS 2014
Taichi A. Suzuki, Michael Worobey: "Geographical variation of human gut microbial composition" Biology Letters 2014
S.Y. Huh et al.: "Delivery by caesarean section and risk of obesity in preschool age children: a prospective cohort study"
Archives of Disease in Childhood (Arch Dis Child) 2012 Jul;97(7):610-6
David LA et al.: "Diet rapidly and reproducibly alters the human gut microbiome" Nature 2014 Jan 23;505(7484):559-63




Die Wiederherstellung des "natürlich und gesunden"
Darmmilieus ist das "einfache" Wirkprinzip
der Mikrobiologischen Therapie.



Die „Gesundheitserregenden“ Eigenschaften ausgewählter Bakterienstämme
werden therapeutisch genutzt, um das "Abwehrsystem" und
die Darmflora zu regulieren.


"Vielfalt im friedlichen Miteinander,
in Kommunikation und Kooperation
ist das tatsächliche Erfolgsrezept
in der Natur"

Anne Katharina Zschocke
„EM - Die Effektiven Mikroorganismen: Bakterien als Ursprung und Wegweiser alles Lebendigen.
Mikroorganismen verstehen und praktisch anwenden“ AT Verlag 2012
http://dr-zschocke.de/   www.darmbakterien-buch.de


"Die Beseitigung von Kleinstlebewesen [Mikroben], sei es durch Antibiotika
oder durch Desinfktion, und die Vorstellung, ohne sie könnten wir in
"unserer Welt" ungestörter und gesünder leben, ist vielleicht
der größte Irrtum des vergangenen Jahrhunderts ...
Um in der Zukunft wieder Heilung zu finden, sind wir auf
ein würdiges Miteinander in unserer Kommunikation
mit den Mikroorganismen angewiesen"

"Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung"
9. Wenn sich das Mikrobiom erschreckt. Die fehlgedeutete Mikrobenwelt. Seite 296
KNAUR 2014

"Die Zusammensetzung des Mikrobioms unterliegt, abhängig von den Lebensgewohnheiten, aber auch vom Lebensalter, bestimmten Änderungen.
In den ersten drei Lebensjahren entwickelt sich, mit der zunehmenden Diversifizierung der Ernährung, auch die Diversität [Vielfalt der Mikroorganismus Arten]
des menschlichen Mikrobioms. Interessant ist, dass Italiener jeglichen Alters etwa zwei- bis dreimal so viele Bifidobakterien im Darm haben wie andere Europäer –
ein Befund, der weniger genetisch als vielmehr durch die Art der zugeführten Nahrung erklärbar ist. Bestimmte Erkrankungen, z.B. Schlaganfälle, können aus bisher
noch nicht geklärten Gründen zu einer Dysbiose, meist einer Verarmung der Diversität des Mikrobioms, führen. Ähnliche Phänomene sind bei betagtenn Insassen von
Pflegeheimen, aber auch beii Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen [Colitis ulcerosa, Mb. Crohn, Zoeliakie/Sprue] bekannt. Eine Reduktion der Biodiversität
[Artenvielfalt] begünstigt die Besiedelung des Darms mit pathogenen Erregern wie z.B. Clostridium difficile und wirft ein neues Schlaglicht auf die nosokomialen Voraus-
setzungen solcher Infektionen [auf "im Krankenhaus erworbener Infektionen"]. Neu ist auch die Erkenntnis, dass Vitamin D die Sekretion antibiotisch wirksamer Peptide
wie Cathelicidine, Defensine oder Calprotectinim Darm anregt und damit die Zusammensetzung des Mikrobioms moduliert. Eine Störung dieser Mechanismen könnte
z.B. der Entwicklung eines M. Crohn Vorschub leisten, welcher in sonnigen Gegenden mit wenigen Ausnahmen seltener vorkommt, was für die Colitis ulcerosa
hingegen nicht bekannt ist ..."

Aus: Dr. Ingrid Novotna, Dr. Arnold Puri: "Was essen? Belastende intestinale Probleme werden von den Betroffenen oft als Nahrungsmittel-Unverträglichkeit interpretiert.
Viele Patienten meiden dann unnötigerweise eine Reihe von Lebensmitteln." DFP Allgemeinmedizin medizin. Seite 18f, ärztemagazin 7/2015


"Jede Ernährungsweise [Diät = Lebensweise] bringt unweigerlich einen irgendwie gearteten
Einfluss auf die Mikrobiota mit sich. Dabei kann eine ausgewählte Nahrungszusammenstellung
bei einem Menschen wahre Wunder bewirken und ihn von Pfunden [Kilos] und Krankheiten befreien,
dieselbe Diät bei jemand anderem jedoch gar nichts nutzen. Dies hängt vom
Zustand des Mikrobioms ab.
Weiß man aber vorher nicht, in welchem Zustand es ist - und das kann man im Einzelnen gar nicht genau wissen -,
und weiß man nicht, wie eine bestimmte Diät auf welche Mikroben wirkt, ist das Ergebnis unvorhersehbar.

Es gibt ja genau deshalb unzählige verschiedene Diäten, weil es unzählige Menschen gibt, deren Darm unter-
schiedliche Bedürfnisse hat
, insbesondere, wenn er einmal aus dem Lot geraten ist. Daher ist es unmöglich,
eine bestimmte Diät als die für jeden allheilende Wunderkur und der Weisheit letzten Schluss zu empfehlen ...
Solange die Darmbakterien fehlen und unterversorgt sind, können diese Diäten nicht wirken, und sobald Ihre
Mikrobenflora wieder stimmt, brauchen Sie diese Maßnahmen nicht mehr
. Sie wissen selbst am besten,
was Ihnen schmeckt und guttut ...
Denn was geschieht bei diesem Diätenwahn? Man lebt nach Vorschrift.
Was auch immer an inneren Impulsen auftaucht, wird unterdrückt und einem Korsett von Restriktionen unterworfen,
das den gesamten Essensplan von außen bestimmt.
Wie wirkt das auf den Darm?
Richtig: Es versetzt ihn in Stress
und unter Druck. Das ist das Gegenteil dessen, wessen ein heilungsbedürftiges Mikrobiom bedarf.
Unser Darm möchte in genussvoller Entspannung ernährt sein und nicht
in innerem Widerstand in einer ausgetüftelten Diätkur
..."

Aus: Anne Katharina Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit -
Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“
7. Es geht um die Wurst. Ernährung als Mikrobiomschock
Seite 217f, 2007 [Meine Ergänzungen]




"Die moderne Industrienahrung unterscheidet sich gravierend von traditioneller Nahrung.
Bei der Herstellung traditioneller Nahrung von Müttern, Vätern, Köchinnen und Köchen geht es in erster Linie darum,
dass sie schmeckt und bekömmlich ist. In manchen Weltgegenden wie etwa China kommt noch ein umfangreiches
überliefertes Wissen über die gesundheitlichen Vorzüge der Nahrungsmittel und Zubereitungsformen hinzu.

Bei der industriell hergestellten Nahrung kommt es in erster Linie darauf an, dass die Produkte lange halten.
Für die Verlängerung des so genannten "Shelf Life" im Supermarkt (zu Deutsch etwa: die Lebensdauer im Regal)
werden von den Food-Fabriken für die Nahrung bestimmte Zutaten und Zubereitungsweisen gewählt, die gravierende
Auswirkungen auf die Bakterienfamilien im Darm [Darm-Immun-System, viszerales Gehirn (ENS)] und ihre Aktivitäten
haben. Lange haltbar sind beispielsweise Zucker und Mehl - doch sie erhöhen offenbar die Gefahren für den Darm.

Nach einerr italienischen Untersuchung mit 3336 Krebspatienten und 3526 Gesunden stieg bei jenen, die besonders viele
Weißmehlprodukte wie Pasta, Pizza, Brot und Reis gegessen hatten, das Risiko für Enddarmkrebs um 30 %,
Magen- und Dickdarmkrebs um 50 %, Schilddrüsenkrebs gar um 100%. Auch die zahlreichen Zusatzstoffe, die zur
Verlängerung des Regallebens der Produkte eingesetzt werden, können das Darmmilieu beeinflussen.

Am Darm kommt kein Zusatzstoff vorbei ... Diese Zusatzstoffe [E493, E494, E470, E476, E421, E966, E953, E412, E466-
E469, E407, E220-E228, E620-E625, E951] führen dazu, dass sich bestimmte aggressive Bakterien munter vermehren,
die den Darm angreifen - und sogar bei Ölbohrfirmen gefürchtet sind, weil sie die Pipelines anfressen ... Die Folge ist, unter
anderem, das "Leaky-Gut-Syndrome" [Verlust der Mucosabarriere, erhöhte Darmpermeabilität], der durchlöcherte Darm.
[Dem Leaky Gut geht immer eine Schädigung der die Darmepithelzellen (Enterozyten) bedeckenden Schleimschicht
voraus, die von der Qualität des Mikrobioms abhängt.] Wenn aber der Darm durchlöchert ist, können Krankheitserreger,
Schadstoffe, Allergene ungehindert in den Körper dringen - und auch schädliche Opiate, die bei Autisten zu den charakter-
istischen Symptomen führen. Selbst Hyperaktivität kann durch den löchrigen Darm befördert werden,
weil die auslösenden Allergene sich leichter [im Körper] verbreiten können ...

Kopfhirn [ZNS] undd Darmhirn [ENS] stehen in ständigem Austausch, interessieren sich für die gleichen Sachverhalte,
regen sich über die gleichen Ereignisse auf, freuen sich auch gleichzeitig und leiden gemeinsam. So können äußere
Umstände, Gefühlslagen, Erfahrungen die Darmtätigkeit [Durchfall, Magenkrämpfe, Reizdarmsyndrom, Blutungen, Übelkeit,
Erbrechen] beeinflussen. Selbst in der Nacht reißt der Kontakt nicht ab: Der Darm träumt mit. Parallel zu den nächtlichen
Gehirnwellen in 90-Minuten-Abständen, in denen das Auge schnelle Bewegungen vollführt (Rapid-Eye-Movements, REM), bewegt
sich auch der Darm, in kurz aufwallenden, schnellen Muskelbewegungen ... Wenn dort unten Unordnung herrscht, leidet oben
auch der Geist, und wenn mit den grauen Zellen im Kopf etwas nicht stimmt, dann nimmt das auch den Bruder im Bauch mit.

Ist das Hirn droben geschädigt, zeigen sich merkwürdigerweise auch Schäden im Darm. Bei Alzheimer- und Parkinson-Patienten,
bei denen bekanntlich wesentliche Gehirnfunktionen gestört sind, fanden sich die gleichen Typen von Gewebeschäden im Bauch,
jene Plaques und Neurofibrillen, die sich im geschädigten Gehirn zeigen. Manche Mediziner hoffen schon auf eine Frühdiagnose
von Demenz - durch Darmbeschau. Auch bei BSE, dem Rinderwahn, ist der Darm extrem befallen. Bei Autismus ist der Darm
ebenfalls betroffen: Viele Patienten leiden an chronischer Verstopfung, an Entzündungen oder auffälligen Zellveränderungen in der Darm-
schleimhaut. Auch bei hyperaktiven Kindern zweigten sich oft Entzündungen im Darm oder erhöhtes Wachstum von Lymphgewebe,
was auf eine allergische Reaktion hindeutet Umgekehrt schlagen Probleme im Verdauungstrakt auch aufs Gemüt: 40 % der Reizdarmpatienten
leiden an Angsterkrankungen, manche gar an Panikstörungen. Mit Morbus Crohn, einer chronischen [Dünn-] Darmentzündung, gehen ebenfalls
oft seelische Probleme einher - und eine Psychotherapie bessert oft auch das Brennen im Bauch. Psychopharmaka wirken häufig auch auf den Darm.
Das in Amerika verbreitete Antidepressivum Prozac [Fluoxetin] etwa führt bei einem Viertel der Patienten zu Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung.
Auch Drogen wie Heroin oder Morphium docken an die Opiatrezeptoren des Verdauungstrakts an - und verursachen ebenfalls Verstopfung [Obstipation].
Ein Migränemittel beruhigt auch überaktive Eingeweide, Betäubungsmittel können Entzündungen im Darmtrakt in Schach halten. Das erste Medikament
gegen die Volkskrankheit Reizdarm ist eigentlich eine Psychodroge, wurde ursprünglich als Medikament gegen Angst entwickelt. Wenn die [psycho-
emotionale] Anspannung nachlässt, beruhigt sich auch der Bauch."

Aus: Hans Ulrich Grimm (b.1955, dtsch. Journalist, Autor): „Die Ernährungslüge. Wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringt“
Kapitel 9. Organ des Jahres. Unterkapitel: Das Darmhirn: Der Bauch denkt mit. Auszugsweise aus Seite 229-234. KNAUR 2011 (2003)
Zu E-Nummern: http://das-ist-drin.de/glossar/e-nummern/


„Your Gut Has a Mind of Its Own - The Second Brain - A Groundbreaking New Understanding
of Nervous Disorders of the Stomach and Intestine“
Harper Perennial 2003 (1999)
 
Prof. Michael d. Gershonnn
(b.1936)
US-amerikanischer Anatom, Patho- und Zellularbiologe
Pionier der Neuro-Gastroentrologie
ENS - Enterales Nervensystem - Bauchhirn
(ca. 100 Millionen Neurone)

 Die Mikrobiom-Darm-Gehirn Achse
"MGBA - Microbiota-GutBrain-Axis"
"Darm-Hirn-Achse" hat man die Nervenverbindungen genannt, die zwischen dem Gehirn und dem Bauch vermitteln
und die dazu führen, dass wir als ein Mensch leben
, als eine Wesenheit, die in einem Fließgleichgewicht befindlich
immerzu damit beschäftigt ist, Reize aus Geist und Seele, der Umgebung und dem Körper miteinander in Einklang
zu bringen. Damit das gelingt, enden an der dem Blut zugewandten Unterseite der Darmepithelzellen Nerven, die
über die Zelle Informationen entgegennehmen über das, was "oben" in Schleimhaut und Darminnerem so geschieht.
Über den Vagusnerv [Parasympthikus] leiten sie diese ins Gehirn sowie gleichzeitig in andere Regionen des Körpers
weiter. Der Mensch als Ganzes wird über die Vorgänge im Darm informiert, kein Brötchen, keine Wurst, keine
Limonade und kein Antibiotikum kann unge"sehen" durch unseren Körper wandern. Immer isst der gesamte
Organismus mit ... Im Gehirn werden alle Signale aus dem Bauch koordiniert und mit Gefühlen, Erinnerungen,
Ideen und Vorstellungen verknüpft. Das sind plastische Vorgänge, die sich einprägen und auch wieder ändern
können. Vom Gehirn aus kehren Reflexe wieder in den Darm zurück. Man kennt inzwischen eine ganze
Hierarchie von Reflexbögen, die den Darm mit den verschiedenen Ebenen des Körpers in Rückkoppelungs-
schleifen verbinden: jeweils eine innerhalb des Darms, eine vom Darm zu Nervenknoten (Ganglien) im Bauch
und zurück, eine zum Rückenmark und zurück, eine weitere zum Kleinhirn und zurück, noch eine weitere
zum Mittelhirn und zurück und schließlich eine in die Großhirnrinde [Cortex], in der es wiederum
Verknüpfugen zum Hypothalamus und zur Hirnanhangsdrüse [Hypophyse] gibt ... Es besteht also eine
lebhafte Botenstoffunterhaltung [> 25 Neurotransmitter, Neuropeptide, Nervenhormone, Darm-Plastizität]
im Darm. All dies wird ins ZNS [Zentralnervensystem, Gehirn] gemeldet. Von dort kehren regulierende
Impulse wieder zurück, und das Hormonsystem wird eingebunden. ENS [Darm-, Enterisches Nervensystem],
vegetative Nerven, Nervenhormone und Immunsystem sind auf diese hochkomplexe Weise verbunden und
werden über das ZNS koordiniert. Einflüsse oder Mängel in jedem der vier Systeme können die anderen
beeinträchtigen und für ein Ungleichgewicht im Körper sorgen ..."

Aus: Anne Katharina Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“
8. Bauchgehirn und Kopfgefühle. Essen hält Leib und Seele zusammen. Seite 246-248, 252. KNAUR 2007 [Meine Ergänzungen]
Anastasia I. Petra et al.: "Gut-Microbiota-Brain Axis and Its Effect on Neuropsychiatric Disorders With Suspected Immune Dysregulation"
Clin Ther. 2015 May 1;37(5):984-95
Daniel b. Horton et al.: "Antibiotic Exposure and Juvenile Idiopathic Arthritis: A Case-Control Study" Pediatrics. 2015 Aug;136(2):e333-43
Christian Jakobsen et al.: "Paediatric inflammatory bowel disease during a 44-year period in Copenhagen County: occurrence, course and
prognosis – a population-based study from the Danish Crohn Colitis Database" Eur J of Gastroenterol and Hepatol 2009; 21(11): S. 1291-1301
Anders Hviid et al.: "Antibiotic use and inflammatory bowel diseases in childhood" Gut 2011;60:49-54


"Der "Magen-Darm-Trakt" kommuniziert mit dem "Gehirn" [sog. Mikrobiom-
Darm-Gehirn-Achse] über 4 verschiedene Informationskanäle:

1. Signale des Darmmikrobioms [Darmbakterien]

2. Darmhormone

3. Immunbotenstoffe - Cytokine

4.
Sensorische Neurone [Darm-Gehirn/ENS:
Auerbach-, Meissner Plexus]


5. Functional lymphatic vessels lining the dural sinuses [1]
"Missing link für direkten Kontakt zwischen Immun- und Nervensystem:
Peridurale Lymphgefäße entlang der duralen Gehirn-Sinus ermöglichen den
immunkompetenten Zellen einen direkten Zugang zu Gehirn u. Rückenmark "


Sensorische Neurone = Nervenzellen, die Informationen aus der internen und externen Umwelt
empfangen und die Signale an das Zentralnervensystem (ZNS) weiterleiten.

(Plexus submucosus = Meissner Pl.; Plexus myentericus = Auerbach Pl.)
[1] Antoine Louveau, Igor Smirnov, Timothy J. Keyes, Jacob D. Eccles, Sherin J. Rouhani, J. David Peske,
Noel C. Derecki, David Castle, James W. Mandell, Kevin S. Lee, Tajie H. Harri, Jonathan Kipnis:
"Structural and functional features of central nervous system lymphatic vessels"
Nature 2015; 523: S. 337–341





Die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms wird beeinflusst durch
♦ Ernährung ♦ Darminfektion, Darmentzündung und Reizdarmsyndrom
♦ Fettleibigkeit und Mangelernährung ♦ Stress

Andererseits hat das Darm-Mikrobiom Auswirkungen auf
♦ Ernährung, Verdauung, Stoffwechsel und Körpergewicht
♦ Immunsystem ♦ Schmerz und Stressanfälligkeit
♦ Emotionalität, Stimmungslage, Lernen und Gedächtnis

Aus: www.gehirnforschung.at/project/die-darm-gehirn-achse/ (01.07.2015)
Univ.-Prof. Dr. Peter Holzer - Experimentelle Neurogastroenterologie
Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie
Forschungseinheit für Translationale Neurogastroenterologie
Medizinische Universität Graz Universitätsplatz 4, A-8010 Graz




Aus: Dr.Thomas Ellwanger: "Stress: Auslöser chronischer Erkrankungen - Behandlungsoptionen"
Online Kongress des AMT-Arbeitskreis für Mikrobiologische Therapie: "Mikrobiota und Psycho-
neuroimmunologie - Revolutionieren Bakterien die Medizin?" Sonntag 20.11.2016
http://amt-herborn.de/amt
Siehe
"silent inflammation" (Barry Sears) LEISTUNGEN: Neuraltherapie und Zahn-Störfelder
und FDOK/NICO - Silent Inflammation & MAPS >>>
Jennifer F. Culhane, Virginia Rauh, Kelly Farley McCollum, Vijaya K. Hogan, Kathy Agnew, Pathik D. Wadhwa:
"Maternal stress is associated with bacterial vaginosis in human pregnancy" Matern Child Health J. 2001 Jun;5(2):127-34
Timothy G. Dinan, John F. Cryan: "Regulation of the stress response by the gut microbiota: implications for psych-
oneuroendocrinology" Psychoneuroendocrinology 2012 Sep;37(9):1369-78
Peter C. Konturek,Yurdagül Zopf: "Gut microbiome and psyche: paradigm shift in the concept of brain-gut axis"
MMW Fortschr Med. 2016 May 25;158 Suppl 4:12-6


 
Darmflora - Microbiota des Darms in Zahlen

1. Darmbakterien stellen 60% der Stuhlmasse

2. Die Microbiota besteht aus 1013bis 1014Bakterien
(zehnmal [bis hundertmal] mehr als Körperzellen)

3. Sie umfasst 2 Millionen Gene (150 Mal mehr DNA als
der Mensch besitzt) sowie 800 Spezies (7000 Subtypen)

4. Hauptklassen: Firmicutes (gram +), Bacteroidetes (gam -)

5. >90% Anaerobier [Mikroorganismen, die
in Sauerstoff-freiem Milieu leben]


Aus: www.medical-tribune.de/medizin/fokus-medizin/artikeldetail/
probiotika-was-leisten-die-bakterien.html Dr. Carola Gessner, 14.5.2013


Carlotta De Filippoa et al (2010): "Impact of diet in shaping gut microbiota revealed by a comparative study
in children from Europe [Florenz] and rural Africa [Burkina Faso]" PNAS USA. 2010 Aug 17;107(33):14691-6
"94,2 % der in beiden Gruppen (Kinder Burkina Faso, Kinder Florenz) zu findenden Bakterien, zu den vier
größten u. üblichen Bakteriengruppen -
Actinebakterien, Bacteroides, Firmicutes, Proteobakterien - im mensch-
lichen Darm gehören. Deutlich unterschiedlich waren leider jedoch, deren Verhältnisse untereinander sowie
ihre Mannigfaltigkeit und Fülle. Reichtum und Vielfalt der Darmbakterien bei den Kindern aus Burkina Faso
und erheblicher  Mangel der Vielfalt bei Kindern aus Florenz."

http://www.pnas.org/content/107/33/14691.full.pdf
[Meine Ergänzungen]


"Das Leben auf dem Menschen birgt größere Geheimnisse als der dichteste Urwald. Viele der Viren und Bakterien auf unserem Körper
sind noch gar nicht entdeckt, obgleich die Suche mit neuartigen Nachweismethoden auf vollen Touren läuft. Inzwischen ist es möglich,
das komplette Erbgut eines Organismus, sein Genom, zu identifizieren. Bei Bakterien und anderen Kleinstlebewesen geht das besonders
schnell. Und so sind Forscher in der ganzen Welt gerade dabei, die Genome von Hunderten Bakterien auszulesen, die in und auf dem
Menschen leben. Auf diese Weise erfassen sie erstmals die Gesamtheit aller Genome unserer Besiedler: das Mikrobiom des Menschen.
Das Projekt liefert überraschende Erkenntnisse: Was das Erbgut angeht, hat der Mensch nicht viel zu melden. Homo sapiens [Der weise
verstehende Mensch] verfügt über ungefähr 20.000 Gene - das Erbgut unserer Gefährten [Mikroben] jedoch besteht zusammengenommen
aus 100 Mal so vielen Genen [~2 Mill.]. Wir sind ein Mosaik von Millionen bakteriellen Genomen, die gemeinsam mit unserem humanen
Genom
arbeiten. Die bakteriellen und menschlichen Erbanlagen bilden eine artübergreifende Einheit, die unseren Körper und unsere Seele
maßgeblich beeinflusst: unser Metagenom ... Bisher dachten wir, das Erbgut bekämen wir nur von unseren Eltern. Die Gene erhält ein
Mensch zu gleichen Teilen [je 23 Chromosomen] von Mutter und Vater. Bloß: Für den bakteriellen Anteil des Metagenoms gilt das nicht.
Seine Bakterien und damit natürlich die Bakteriengene erhält ein Baby zum überwältigenden Teil von der Mutter ... Allerdings kann die
mütterliche Linie unterbrochen werden. Kinder, die per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden, haben eine andere Besiedler-Struktur als
Geschwister, die den Weg durch den Geburtskanal [Vagina] genommen haben. Sie werden nicht von Bakterien aus dem mütterlichen
Schoß angeimpft [besiedelt], sondern von Hautbakterien ... Wir können unsere Darmbakterien [Mikrobiom] unterstützen, indem wir uns
ausgewogen ernähren. Mit der Nahrung können wir nämlich beeinflussen, aus welchen Bakterien sich das Mikrobiom im Darm zusam-
mensetzt. Je reichhaltiger der Speiseplan, desto artenreicher ist es. Die Darmflora eines Neugeborenen bildet sich in den erstenLebens-
tagen. Ein Baby, das gestillt wird, ist zunächst fast nur von Bifidobakterien besiedelt. Sobald sich der Speiseplan erweitert, wird die Darm-
flora des Kindes vielgestaltiger und jener eines Erwachsenen immer ähnlicher. Und wer viel Fleisch isst, der hat beispielsweise mehr
Bacteroides-Arten, aber weniger Laktobazillen als jemand, der viele Ballaststoffe zu sich nimmt ... Im Darm bilden sie [die Mikroben]
ein Organ, das mit einem Gewicht von etwa zwei Kilogramm schwerer ist als unser Gehirn und eine größere biochemische Aktivität
hat als die Leber ... Die Fäzes [Stuhl, Kot] bestehen zu einem guten Drittel aus Bakterien. Doch wachsen im Darm immer so viele
neue Exemplare heran, um die Abgänge auszugleichen. Wehe aber, wenn wir leichtfertig Antibiotika einnehmen oder
uns einseitig ernähren. Dann wird die Balance gestört."
Aus: Jörg Blech: "Leben auf dem Menschen. Warum Billionen von Bakterien gut für unsere Gesundheit sind"
Kapitel 1: Niemals allein. Die Enttarnung der Untermieter. Seite 15. Im Darm tobt das Leben. Seite 34f
Kapitel 8: Das Comeback der Mikrobenjäger. Ein Weltbund von Forschern erkundet den Lebensraum
Mensch. Seite 162f. FISCHER 2015 [Meine Ergänzungen]

"Die Menscheit macht nur einen winzigen Klecks aus
in der massiv bakteriellen Welt. Das ist eine Tatsache,
an die wir uns erst gewöhnen müssen"

Prof.Dr. med. Martin J. Blaser [1]
Prof. of Medicine and Prof. of Microbiology Chairman
Department of Medicine New York University School of Medicine
Aus: Bert Ehgartner: "Die Hygienefalle: Schluss mit dem Krieg gegen Viren und Bakterien"
1. Die Welt vor uns 1.1. Planet der Mikroben Seite 15 Ennsthaler 2015
[1] Martin J. Blaser: "Missing Microbes: How the Overuse of Antibiotics
Is Fueling Our Modern Plagues" Henry Holt and Company 2014

Schematische Darstellung des Magen-Darm-Traktes
Mikrobielle Besiedlung des menschlichen Verdauungstraktes
nach H. HAENEL und J. BENDIG, 1975; G. L. SIMON und S. L. GORBACH, 1982

KBE
= Koloniebildende Einheit ("Keimzahl"),
bezeichnet ein oder mehrere vermehrungsfähige Mikroorganismen,
die bei der Kultivierung zur Bildung einer einzelnen Kolonie führen.
Magen u. Duodenum: ~101-103 KBE/ml
Jejunum und Ileum: ~104-108 KBE/ml
Kolon: ~1010-1012 KBE/ml




Der gesamte Verdauungstrakt- "von Mund bis After" - ist mit ca. 300 m2 - 500 m2 Oberfläche
das größte Wahrnehmungsorgan in unserem Körper, besitzt ca. 100 Millionen Nervenzellen
zur autonomen Eigenorganisation (Bauchgehirn) und enthält >5600 [1] verschiedene Arten
oder zumindest Stämme von Bakterien, das sind zusammen
etwa 1014 (~100 Billionen) lebende Keime.
Davon sind ca. 99% anaerobe Bakterien und nur ca. 1% aerobe Bakterien.




Aus: Gero Beckmann, Andreas Rüffer: „Mikroökologie des Darmes“
Seite 13, Abbildung 9. SCHLÜTERSCHE Verlag 2000
Mahendra Mariadassou et al.: "Microbial ecosystems are dominated by specialist taxa" Ecology Letters 2015
Taxon (biologische Ordnung): eine als systematische Einheit erkannte/bezeichnete Gruppe von Lebewesen.


Nach Antibiotika Gabe: Die Mikroökologie des Menschen - die Darmflora auf Monate verändert

[1] Les Dethlefsen, S. Huse, M.L. Sogin, and D. A. Relman (Nov. 18, 2008):
"The pervasive effects of an antibiotic on the human gut microbiota, as revealed by deep 16S rRNA sequencing"
PLoS Biology Vol. 6, No. 11, e280 doi:10.1371/ journal.pbio.0060280


"Es gibt erst wenige Studien [Stand 2014], die die genauen Auswirkungen von Antibiotika auf das Mikrobiom erforschen.
In jeder zeigten die Ergebnisse Veränderungen der Mikrobiota. Diese geschieht bei einer Antibiotikatherapie prinzipiell
überall im Körper, da die Wirkmenge, die angereichert werden muss, um bestimmte Bakterien, beispielsweise in der Blase,
zu töten, groß genug sein muss und es dann nicht nur dort, sondern im ganzen Organismus wirkt. Nach einer kurzen Gabe
kommt es beim Erwachsenen nach einigen Wochen bis Monaten zu einer Rückkehr in der Zusammensetzung der großen Gruppen.
Eine mögliche Erholung dauert jedoch bei den verschiedenen Arten und Stämmen unterschiedlich lange, und nicht alle kehren
tatsächlich in der ursprünglichen Unterart wieder zu ihrer Ausgangsichte zurück. Selbst wenn sie es tun, haben sie dabei womöglich
nicht ihre ursprünglichen Stoffwechseleigenschaften, ihre Enzymaktivität, ihr Kommunikationsvermögen und ihr Gemeinschaftsverhalten
beibehalten. Es kann also etliche Monate nach einer Antibiotikabehandlung dergestalt zu einer Erholung des Mikrobioms gekommen sein,
dass alle Bakterienstämme wieder vertreten sind, ihre Unterarten sich jedoch verändert haben können, und zwar in jeglichen ihrer Eigen-
schaften, einschließlich Resistenzwentwicklung. Voraussetzung für eine Wiederherstellung ist, dass überhaupt
ausreichende Restbestände
der zuvor im Darm lebenden Bakterien überlebten. Mikrobiologen der Stanford University in Kalifornien [1] untersuchten den Stuhl von Patienten,
die das Antibiotikum Ciprofloxacin [Chinolon, Gyrasehemmer] erhalten hatten. Ein Drittel der Bakterienstämme im Darm wurden sofort in Vielfalt,
Dichte und dem Gleichmaß ihres Zusammenwirkens vermindert. Ein Großteil der Anpassungsbakterien hatte sich nach vier Wochen wieder
eingerichtet, etliche Arten erholten sich bis zum Ende der Studie nach sechs Monaten nicht."


Aus: Anne Katharina Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“
9. Wenn sich das Mikrobiom erschreckt. Die Elastizität des gesunden Mikrobioms Seite 306f. KNAUR 2007 [Meine Ergänzungen]


Im Kontrast dazu besteht ein erwachsener Mensch mit ca. 70 kg Körpergewicht
aus ungefährr 1012 Körperzellen; es kommen also auf 1 Körperzelle 100 Keime.


"Offensichtlich sind neben den Keimen noch andere Faktoren im Spiel, die mit
darüber entscheiden, ob ein Erreger den Wirtsorganismus krank macht oder nicht.
Ob also beispielsweise ein Kind Scharlach bekommt, hängt weniger davon ab, ob es
mit einem anderen scharlachkranken Kind Kontakt hatte, sondern vielmehr davon, ob
durch Veränderungen des inneren Milieus bereits vorhandene oder auch aufgenommene
Keime aggressiv werden können. Anders ausgedrückt:

Nicht die Erreger machen den Organismus krank,
sondern ein kranker, aus der Balance geratener Organismus
macht harmlose Erreger aggressiv"


Aus: Andreas Diemer (deutscher Arzt, Diplom Physiker):
„Die fünf Dimensionen der Quantenheilung“
Seite 155. MensSana 2011


"Regulatorprotein Zonulin - Ein Serummarker zur Quantifizierung
der Darmpermeabilität - Leaky Gut Syndrom"
pdf
>>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin (IMD)
www.imd-berlin.de/; www.inflammatio.de




"Leaky gut und Darm-assoziierte Entzündung" pdf >>>
Dr. Volker von Baehr - Institut für Medizinische Diagnostik Berlin (IMD) www.imd-berlin.de
www.inflammatio.de, Aus: www.inflammatio.de/fileadmin/user_upload/inflammatio/Online_
Fortbildungen/2017/2017_09_27_Darmimmunsystem_und_leaky_gut_ST.pdf


Wesentliche Funktionen der Darmflora
Ihre Bedeutung für den menschlichen Organismus



Aus: Mathias Oldhaver, Wolfgang Spiller: „Probiotika in der naturheilkundlichen Therapie.
Einsatzbereiche – Diagnosen – Therapien“ EUBIOTIKA Verlag 2015
Jürgen Schulze, Ulrich Sonnenborn, Tobias Ölschläger, Wolfgang Kruis:
"Probiotika: Mikroökologie, Mikrobiologie, Qualität, Sicherheit
und gesundheitliche Effekte" Hippokrates 2008

Eigenschaften eines gesunden Mikrobioms - Gesunde Darmflora

Das Mikrobiom setzt sich aus einer Vielzahl [Diversität] verschiedener Bakterienstämme zusammen.

Es gibt innerhalb des Darms verschiedene Schichten von Bakteriengesellschaften: direkt auf den Epithelzellen,
im unteren Bereich der Schleimschicht, in deren Mitte, auf der Schleimschicht und im Speisebrei [Chymus] -
sowie Bakterien, die ziwschen den verschiedenen Schichten vermitteln.


Bakterien kommunizieren als Einzelne, als Stämme und als Gruppen mittels Botenstoffen, Genaustausch
und auf anderen Wegen untereinander - und mit den Enterozyten, Becherzellen, Nervenzellen
und weiteren Epithelzellen in der Darmschleimhaut.


Darmbakterien regulieren das Immunsystem [MALT = Mucosa Associated Lymphoid Tissue, „Schleimhaut assoz-
iiertes lymphatisches Gewebe“, GALT = Gut Associated Lymphoid Tissue, "Darm assoziiertes lymphatische Gewebe].


Bakterien sind miteinander in Aktivitätsgemeinschaften vernetzt.

Diese Vernetzung führt zu einander ergänzenden Stoffwechselprozessen.

Dadurch potenzieren sich die Einzeleigenschaften der verschiedenen [Bakterien-] Stämme.

Je mehr verschiedene [Bakterien-] Stämme vorkommen, desto stabiler ist das System.

Die Bakterien vermehren sich abhängig von der Nahrungszufuhr und dem Zustand des Mikrobioms.

Das Milieu wird durch Durchblutung, Speisebrei, Säuregrad [pH], Nervenimpulse, Hormone
und andere Körpereigenschaften gestaltet.


Bakterien sorgen für die Bildung der Schleimschicht.

Bakterien ernähren durch Fettsäuren [Essig-, Propion-, Buttersäure] die [Darm-] Epithelzellen.

Bakterienstoffwechsel der Nahrung stellt die Endphase der Verdaung vor dem Stoffwechsel in die Zelle dar.

Bakterien aus dem Darm gelangen in den gesamten Körper.

Das Mikrobiom ist einem Rhythmus unterworfen, der dem wechselnden Nahrungsangebot entspricht.

Jeder Mensch lebt mit einem individuellen Mikrobiom, es ist unverwechselbar.

Die Darmschleimhaut [Mucosa] spiegelt als innere Grenzfläche seelisch-geistig-körperliche
Erfahrungen mit äußeren Grenzen wider.


Das Mikrobiom reagiert elastisch auf Einflüsse und reguliert diese so, dass es möglichst erhalten bleibt.

Bakterien passen sich Veränderungen an mit dem Ziel, die Mikrobiom-Darm-Einheit zu erhalten.

Übersteigt eine Wirkung auf das Mikrobiom seine Toleranzbreite, zum Beispiel durch Chemikalien, Nährstoff- oder
Durchblutungsmangel, extreme Einseitigkeit, Antibiose [Antibiotika] oder Ähnliches, kommt es zum Mikrobiomschock.
Seine innere Struktur wird gesprengt, und es kehrt danach nicht wieder in seine Ausgangsverfassung zurück.


Ein Mikrobiomschock hat weitreichende Folgen für die Gesundheit, die alle Organsysteme betreffen können.

Ein Mikrobiom braucht a) eine artgemäße Ernährung b) eine gesunde Lebensführung und
c) die Zufuhr lebensfördender Bakterien ..."


Aus: Dr. Anne Katharine Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit --
Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“ 10. Der Schlüssel zur Heilung
Seite 328-330. Knaur MensSana 2014



ZITATE: Virginia Satir: Wer bin ich wirklichh >>>
[Strg]+[F]: "Der Darm als Spiegel persönlicher Ordnung"

ZITATE: Alfred Rockenschaubb: Gebären ohne Aberglauben >>>
[Strg]+[F]: "Stillen mit Mikroben fürs Baby"



"Die meisten Menschen haben Angst vor Bakterien. Woher kommt diese Angst? Ist sie berechtigt?
Auf die Frage
"Was fällt Ihnen spontan zum Wort "Bakterien" ein?" antwortet niemand mit:
"Ich bin unendlich dankbar dafür, dass Bakterien den Nahrungspflanzen Wachstum ermöglichen,
Tiere leben lassen, Abfälle abbauen, mein Immunsystem "triggern", meine Haut schützen, die Luft reinigen,
meine Speise verdauen, mir den Weg zum Geistigen ebnen und unentwegt dem Leben auf unserer Erde dienen.
Ich verspeise jeden Tag ein paar für meine Gesundheit" Meistens heißt es eher: "Bakterien verursachen Krankheiten.

Sie sind gefährlich."....
Der Begriff "Bakterien" weckt Emotionen in uns, und zwar zuerst einmal Gefühle, Bilder und Gedanken
von Krankheit, Bedrohung und Tod ... Sobald uns bewusst geworden ist, wie einseitig und ungerecht unsere herkömmliche Sicht
auf die Mikrowelt ist, befreien wir uns auch aus der Angst vor ihr. Es gibt weder "gute" noch "schlechte" Bakterien, keine "nützlichen"
oder "gefährlichen" und schon gar keine "bösen", denn Bosheit setzt die Freiheit einer Entscheidung voraus, die ein der Moral
fähiges, vernunftbegabtes Wesen wie der Mensch fällen kann, Mikroorganismen aber nicht. Bakterienn sindd. Sie existieren.
Sie erfüllen unglaubliche Aufgaben in grandioser Vielfalt in grenzenlosen, Jahrmilliardenalten Lebensweisen und bewundernswerter
Anpassungsfähigkeit.
Wir werden ihnen nicht gerecht, wenn wir menschliche Urteile auf sie projizieren.
Doch warum haben wir vor Bakterien Angst? Haben wir sie selbst als bedrohlich erfahren? Nicht Krankheiten, wohlgemerkt,
sondern die Mikroben selbst?
Nein. Wir haben es in sie hineingedeutet. In erster Linie haben wir diese Ansichtt übernommen.
Irgendwer hat es uns gesagt, und wir haben es geglaubt. Wer auch immer dies war, hat es ebenfalls von irgendwem übernommen.
Und dieser auch. Und irgendwann kommt niemand mehr auf die Idee, diese Ansicht zu hinterfragen. Tatsächlich ist es aber ein Vorurteil,
vor dessen Hintergrund wir unsere Erlebnisse sehen und sie scheinbar bestätigt finden. Da Bakterien zu klein sind, als dass wir sie
mit bloßem Auge erkennen können, und da sie selbst schlecht gegen unsere Projektionen protestieren können, ist es ein Leichtes,
bei Vorurteilen zu bleiben. Werden wir krank, behaupten wir, wir hätten uns "angesteckt". Die Bakterien seien schuld ...


Wäre das Prinzip von Erkrankung durch Ansteckung in der Weise gegeben, wie man es uns
glauben machen will, wären wir alle ständig krank und die Menschheit längst ausgestorben.


Solch eine Ansicht ist eher ein überliefertes Gerüst unserer Hilflosigkeit und Unwissenheit. Wir definieren uns
dieses bestimmte Verhältnis zu Bakterien, was uns scheinbar Halt gibt und die Illusion, den Umgang mit ihnen zu kennen.
Indem sie uns angeblich krank machen, wurden die Bakterien vornehmlich in unseren Köpfen zu Krankheitserregern
und rufen dort die eigentliche gefährlichste ansteckende Krankheit unserer Zivilisation hervor, eine Krankheit, die
zahlenmäßig ständig zunimmt, durch besondere Ereignisse ausgelöst werden kann, häufig einen chronischen Verlauf
nimmt, durch Medienkonsum verschlimmert wird, hochgradig ansteckend ist und leicht übertragbar. Die schwer
behandelbar ist und unbehandelt zum Tode führt: weder Tuberkulose noch Krebs, nicht multipler Sklerose oder Aids,
sondern - die
ANGST ... Das Wort "Angst" leitet sich vonn "bedrängend, einschnürend" ab, woraus auch das Wortt "eng" gebildet wird.
Angst tritt immer dann auf, wenn die Weite fehlt. Ein Mensch der Angst hat, projiziert in die Zukunft eine Ursache, deren Auswirkung
er in der Gegenwart erfährt. Gleichzeitig erinnert er sich an Schreckliches in der Vergangenheit. Leben wir hingegen in der Gegenwart,
lässt sich in ihr eine Ursache sehen, deren Auswirkung in der Zukunft erfahren wird. Wir können gegebenenfalls handeln
und fühlen uns vertrauensvoll im Strom des Lebens eingewoben ... Wir haben vor so vielem und so tiefgründig Angst, dass diese
in der heutigen Gesellschaft bereits als normal gilt und jemand, der vertrauensvoll lebt, schon fast mit Skepsis beäugt wird ...

Aus der Psychologie wissen wir, dass die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses mit der Angst steigt, die wir genau
davor haben. Unsere Angst lädt unsere Gedanken daran derart mit Energie auf, dass diese das gefürchtete Erlebnis geradezu anzieht
[Selbsterfüllende Prophezeiung]. Umgekehrt helfen uns Vertrauen und Gelassenheit dabei, das leben gut zu bewältigen ...

Mit Bakterien ist es ähnlich. Wenn wir vor ihnen davonrennen, indem wir sie bekämpfen, laufen sie uns als resistent gewordene Stämme nach.
Zusammenarbeit mit ihnen und Vertrauen in die Weisheit der Natur helfen uns, einer Begegnung mit Bakterien gelassen entgegenzusehen
und sie wie unsere lieben Haustiere zu betrachten. Dann sind sie uns die größten Helfer. Tatsächlich machen Menschen, die mit
Effektiven Mikroorganismen arbeiten, die Erfahrung, dass sie die Angst vor "ansteckenden" Krankheiten verlieren, weil sie wissen,
wie sehr eine ausgeglichene Bakterienflora der Gesundheit hilft. Woher stammt dann die allgemeine Angst vor Bakterien?
Sie speist sich aus:
erstens Unwissenheitt zweitens historisch bedingten Missverständnissen und
drittens der Einseitigkeit in der Art und Weise, die Welt zu betrachten ..."

Aus: Anne Katharina Zschocke: „EM - Die Effektiven Mikroorganismen: Bakterien als Ursprung und Wegweiser alles Lebendigen. Mikroorganismen verstehen und praktisch anwenden“
Kapitel: Mikrobe und Mensch - Eine "mikrophilosophische" Vorbemerkung: Warum wir Angst haben. Auszugsweise aus Seite 25-27. AT Verlag 2012, http://dr-zschocke.de/

Korthals M, Ege M, Lick S, von Mutius E, Bauer J.: "Occurrence of Listeria spp. in mattress dust of farm children in Bavaria" Environ Res. 2008 Jul;107(3):299-304
"Ergebnis: Der gesundheitsschädliche Keim [Listeria monocytogenes] fand sich in 28 % der Tierstall-Proben, und sogar in 60 Prozent der Proben aus Matratzenstaub.
„Fast 2/3 der untersuchten Bauernhof-Kinder hatten also Listerien in ihren Betten“, fasst Prof. Johann Bauer zusammen. Offensichtlich sind sie also dauerhaft Keimen ausgesetzt,
die einerseits als gesundheitsgefährdend gelten, andererseits aber vielleicht die Allergieanfälligkeit der Landkinder im Vergleich zu Gleichaltrigen aus der Stadt senken"
Aus: www.wzw.tum.de/index.php?id=185&L=0&tx_ttnews%5Btt_news%5D=159

Elio Riboli et al.: "European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC): study populations and data collection"
Public Health Nutr. 2002 Dec;5(6B):1113-24 http://epic.iarc.fr

"Prof. Dr. Martin J. Blaser [1] hat in der Zwischenzeit mit einer ganzen Reihe wissenschaftlicher Experimente die Verdienste und Vorteile von Helicobacter pylori
[bis 1989: GCLO = "Gastric Campylobacter Like Organism" genannt] erkundet. Menschen ohne diese Bakterien haben beispielsweise ein mehr als doppelt
so hohes Risiko, an Refluxösophagitis (GERD) zu erkranken, einer besonders mühsamen entzündlichen Form von Sodbrennen, die die Lebensqualität
stark beeinträchtigen kann. Weitere Untersuchungen zeigten, dass Helicobacter sehr anfällig auf Antibiotika in der Kindheit ist: Manchmal genügen ein
bis zwei Kuren gegen Mittelohr- oder Halsentzündung, und die Bakterien sind für immer verschwunden ... Blaser fand weitere Zusammenhänge:
So beeinflussten die Magenbakterien auch die gesamte Umgebung und förderten die Bildung regulierender T-Tellen [Treg], ähnlich wie die Würmer
in den Studien von Maria Yazdanbakhsh [siehe folgend], und sie reduzierten drastisch das Asthma Risiko. "Diese Dynamik, die wir zufällig entdeckt
haben, wird wohl auch auf viele andere Arten von Bakterien zutreffen, von denen wir noch nicht einmal richtig wissen, dass es sie gibt." ...
Es ist ein Riesenproblem der Wissenschaft, sagt Blaser, dass viele Krankheitsbeziehungen so offensichtlich scheinen. Weil ein bestimmtes
Bakterium bei einer Krankheit an einem Ort gefunden wird, gehen wir sofort davon aus, dass es diese Krankheit verursacht. Doch die Verknüpfung
kann auch zufällig sein - eine simple Assoziation [Korrelation] ist noch kein Beweis für die Ursächlichkeit. "Man weiß, dass Leute, die Banken
ausrauben, häufiger rauchen als der Durchschnitt der Bevölkerung"
, bringt er einen originellen Vergleich. "Das heißt aber noch lange nicht,
dass das Rauchen sie dazu treibt, Banken auszurauben. Es könnte auch bedeuten, dass Bankraub ein ziemlich stressiger Job ist, und sie
so versuchen, dem Stress beizukommen"
... International wurde das einstige Dogma, dass Magenprobleme die Folge von Stress waren,
von einem neuen Dogma abgelöst: dass es sich um eine simple Bakterieninfektion handelt, der mit Antibiotika ziemlich easy beizukom-
men ist [Barry James Marshall und John Robin Warren erhielten für ihre Arbeiten 2005 den Nobelpreis]. Dass in der Folge chronische
Verläufe von Sodbrennen [GERD] häufiger wurden, war kein besonders auffälliges Problem. Zumal die Pharmaindustrie eine ganze
Reihe neuer, Säure-unterdückender Medikamente [PPI = Protonenpumpen-Hemmer/Inhibitoren] auf den Markt brachte, die
zu internationalen Bestsellern wurden ..."
Aus: Bert Ehgartner: "Die Hygienefalle - Schluss mit dem Krieg gegen Viren und Bakterien"
4. Großangriff auf das Mikrobiom 4.2. Das rätselhafte Magenbakterium. Kein Nachteil ohne Vorteil. Seite 90f
Zufällige Zusammenhänge [Korrelation ist nicht gleich Kausalität!] Seite 91 Ennsthaler 2015
[1] Martin J. Blaser, Yu Chen, Joan Reibman: "Does Helicobacter pylori protect against asthma and allergy?" Gut 2008;57:561-567
"Ohne Helicobacter pylori hat der Mensch ein höheres Risiko, Übergewicht, Allergien, Zöliakie, Schlaganfall
und Tuberkuloseaktivierung zu erleiden. Kinder haben ein höheres Risiko an Asthma zu erkranken."

Jakob Stokholm et al.: "Antibiotic use during pregnancy alters the commensal vaginal microbiota" Clin Microbiol Infect. 2014 Jul;20(7):629-35
Markus J. Ege, Melanie Mayer, Anne-Cécile Normand, Jon Genuneit, William OCM Cookson, Charlotte Braun-Fahrländer, Dick Heederik, Renaud Piarroux,
Erika von Mutius, for the GABRIELA Transregio 22 Study Group: "Exposure to Environmental Microorganisms and Childhood Asthma" NEJM 2011; 364:701-709

"Kinder, die durch das Aufwachsen auf einem Bauernhof einer höhreren Vielfalt von Mikroorganismen ausgesetzt sind,
haben ein geringeres Risko an Asthma, Heuschnupfen und anderen Allergien zu erkranken! -
Schlussfolgerung: Gar zu viel Hygiene beim Aufwachsen, ist ungesund."


".... Ab in den Kuhstall? Jeder Schule einen Therapiebauernhof?
Das könnte noch manchen pädagogischen Nebeneffekt haben. Dann wüssten die Kinder nicht nur,
dass Kühe braun, bunt, schwaz-weiß, aber nicht lila sind, dass Schweine nicht nur Steaks, sondern
schnufflige Rüsseltiere sind und dasss Hühner frei im Boden scharren wollen und gefüttert werden müssen,
bevor sie Eier legen können. Die Kinder hätten obendrein eine gesündere Mikrobenversorgung.
Und in Anbetracht von derzeit über acht Millionen Asthmakranken und medikamentenbedürftigen Menschen
[in der BRD] würde den Krankenkassen dabei eine erhebliche Menge Kosten eingespart ..."

Aus: Dr. Anne Katharine Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“
3. Wir sind nicht immus! Asthmafrei dank Matratzenmikroben Seite 79, Knaur MensSana 2014

David P. Strachan: "Hay fever, hygiene, and household size" BMJ. 1989 Nov 18; 299(6710): 1259–1260 (sog."Hygiene-Hypothese" = "Alte-Freunde-(Mikrobiota)-Hypothese")
Erika von Mutius et al.: 1. "Prevalence of asthma and atopy in two areas of West and East Germany." Am J Respir Crit Care Med 1994; 149: S. 358-364
2. "Increasing prevalence of hay fever and atopy among children in Leipzig, East Germany" 1998; 351: s. 862–866
Mark Holbreich et al.: "Amish children living in northern Indiana have a very low prevalence of allergic sensitization" J Allergy Clin Immunol. 2012;129(6): 1671-1673
Yenny Djuardi, Taniawati Supali, Heri Wibowo, Yvonne CM Kruize, Serge A. Versteeg, Ronald van Ree, Erliyani Sartono, Maria Yazdanbakhsh: "The development of
TH2 responses from infancy to 4 years of age and atopic sensitization in areas endemic for helminth infections" Allergy Asthma Clin Immunol. 2013 Apr 8;9(1):13
Aprilianto E. Wiria, Firdaus Hamid, Linda J. Wammes, Margaretta A. Prasetyani, Olaf M. Dekkers, Linda May, Maria M. M. Kaisar, Jaco J. Verweij, Bruno Guigas,
Felix Partono, Erliyani Sartono, Taniawati Supali , Maria Yazdanbakhsh , Johannes W. A. Smit: "Infection with Soil-Transmitted Helminths Is Associated
with Increased Insulin Sensitivity" PLoS One. 2015 Jun 10;10(6):e0127746

"Neben dem STALLSTAUB fand Erika von Mutius noch einen zweiten ebenso wichtigen Schutzfaktor auf dem Bauernhof: firsche unbehandelte ROHMILCH.
Auch sie enthält offenbar eine ganz besondere Mischung nützlicher Keime. Und dieser Schutz kann - im Gegensatz zu Staub - gut exportiert werden.
In den Studien zeigte sich, dass auch Nichtbauern und -bäuerinnen signifikant weniger Allergien hatten, wenn im Fragebogen angekreuzt war,
dass sie regelmäßig Rohmilch von einem Bauernhof oder im Naturkostladen kauften ... Anstatt die darin enthaltene lebendige Mikroflora
zu schätzen, wird ihnen mit allerlei Technik auf den Leib gerückt ... Das bunte Keimgemisch, das früher die Rohmilch bestimmte,
wird immer artenärmer ... Doch einen Beweis dafür, dass ultrahocherhitzte (bis 150 Grad) und sterilisierte Milch
gesünder ist als Rohmilch, haben die forschen Vertreter der Hygiene nie erbracht."
Aus: Bert Ehgartner: "Die Hygienefalle - Schluss mit dem Krieg gegen Viren und Bakterien"
2. Der Verlust der alten Freunde 2.7 Lebendige Milch S. 44-46. Ennsthaler 2015




Bei welchen Erkrankungen ist eine Mikrobiologische Therapie sinnvoll?

„Gute Bakterien“ (Milchsäurebakterien, Bifidusbakterien usw.) wirken regulierend auf das Immunsystem.
Diese werden sowohl eingesetzt bei Krankheiten bei denen Abwehrschwächen im Vordergrund stehen
(immer wiederkehrende Infekte, Pilzerkrankungen und andere) als auch bei Allergien, bei denen
das Abwehrsystem "übertrieben" arbeitet.


Neben der Behandlung akuter Infekte sind es vor allem chronische oder chronisch rezidivierende
(immer wiederkehrende) Erkrankungen, bei denen eine Mikrobiologische Therapie durchgeführt wird:


Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
Pollinosis (Heuschnupfen)
Asthma bronchiale
Urtikaria (Nesselfieber)
Abszesse und Furunkel

Infekte der Atemwege (Mandelentzündung,
Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis und andere)
Meteorismus (Blähungen), Diarrhoe (Durchfall),
Obstipation (Verstopfung)

Colon irritabile - Reizdarmsyndrom - Mikrobiom Mangelsyndromm
>>>
Pilzerkrankungen (Scheidenpilz, Hautpilz,
Candida Besiedlung des Darmes)

Additiv bei Krebskrankheit/Chemo-/Strahlentherapie (Stärkung des MALT =
Mucosa Associated Lymphoid Tissue, Schleimhaut assoziierten Immunsystems)

"Die kurzkettigen gesättigten Fettsäuren [SCFA - Short Chain Fatty Acids], allen voran das Butyrat (Buttersäure, 4:0),
kommen im Milchfett und daher auch in Butter und Sahne vor. Eine weitere wichtige Quelle ist die große
"Wohngemeinschaft" in unseren Eingeweiden:
Unsere Darmbakterien stellen aus pflanzlichen Ballaststoffen Butyrat her.
Es schützt und nährt die Zellen der Darmschleimhaut [Enterozyten] und konnte zumindest in Laborexperimenten die
Krebsentwicklung hemmen. Ist es nicht schön: Wir essen unverdauliche Ballaststoffe und unsere Mitbewohner im Darm
machen daraus nahrhafte und schützende Fette. Wenn das kein gutes Beispiel für eine gelungene Symbiose ist."

Aus: Nicolai Worm, Ulrike Gonder: „Mehr Fett! - Warum wir mehr Fett brauchen, um gesund und schlank zu sein – Liebeserklärung an einen zu unrecht
verteufelten Nährstoff“ Mehr Fett gegen Krebs. Welche Fette? - Gesättigte Fettsäuren: Verkannte Hilfen. Seite 167. SYSTEMED 2. Auflage 2010.

Frühe Infekte im Kleinkindes-und Kindesalter als wichtiges "Training des Immunsystems" und "möglicher Schutz gegen Krebs":

Melvin F. Greaves: "Infection, immune responses and the aetiology of childhood leukaemia" Nature Reviews Cancer 2006; 6(3): S. 193–203
Jiun-Nong Ling et al.: "Risk of leukaemia in children infected with enterovirus: a nationwide, retrospective, population-based, Taiwanese-registry,
cohort study" The Lancet Oncology 2015 16(13): S.1335–1343


Siehe auch ZITATE: Bernie Siegel / Krebss
>>>


„Mikroben sind die Indikatoren
für lebendige Substanz,
biologische Wertigkeit,
Zelltauglichkeit,
Nahrungswert,
Gesundheit eines Organismus,
Tauglichkeit eines jeden Nährsubstrates,
jeder Garten- oder Ackererde.“


„Wir müssen bereit sein,
uns über die unvorstellbare Kraft
der kleinen Lebewesen zu informieren
und uns zusammen mit ihnen
in der Biosphäre (Luft, Wasser, Erde)
einrichten.“


Herwig Pommeresche
(b.1938 in Hamburg)

Lebt seit 1974 in Norwegen. Studium der Architektur an der Universität Hannover.
Erwerbstätigkeit als Architekt in Norwegen.
Später Zusatzausbildung zum Diplom-Permakultur-Designer und -lehrer
(bei Prof. Declan Kennedy). Permakultur-Lehrtätigkeit unter anderem
an der Universität Oslo. Autor und Teilselbstversorger
(traditionelles bäuerliches Handwerk, Gartenbau, Kleintierhaltung).


Die verschiedenen Bakterien haben unterschiedliche Wirkungen.
So bewerkstelligen E. coli und Enterokokken eine intensive Regulierung des Immunsystems.
Milchsäurebakterien, wie Bifidobakterien oder Laktobazillen hingegen wirken vor allem regulierend
auf das Milieu des Darmes ein und normalisieren dort die Zusammensetzung der Darmflora.
Hinzu kommt, dass die Wirkungsweise von E. coli und Enterokokken variiert, je nachdem
ob die Bakterien in lebender oder abgetöteter Form zugeführt werden.


Schließlich entscheidet auch die Herkunft der therapeutisch eingesetzten Bakterienstämme über
den Einfluss auf das Abwehrsystem: so wirken Präparate aus körpereigenen E.coli - Bakterien
des Patienten (Autovaccine, "Autovakzine") auf eine ganz besonders individuelle und sehr
intensive Weise regulierend auf das Immunsystem.




Aus: Gero Beckmann, Andreas Rüffer: „Mikroökologie des Darmes“
Seite 3, Abbildung 3. SCHLÜTERSCHE Verlag 2000


"Darmschleimhaut [Mucosa] meint dabei immer das gesamte Miteinander: Die [Darm-] Epithelzellen (7) [Enterozyten mit Bürstensaum
(Microvilli) und deren schützenden Schleimhülle - Glykokalix], die dicht aneinanderliegen, unter einander durchh
Kittleisten
(8) [tight junctions]
verbunden, darüber die Schicht auss
Bakterien (1) und Schleim (2), der übergeht in den darüber vorbeiströmenden Speisebrei [Chymus].
Der
Schleim (2) ist gesunderweise eine geschlossene Decke, in der die Bakterien (1) sich nach den jeweiligen Umständen ansiedeln
und als
Biofilm [Schleimschicht, in der die Mikroorganismen eingebettet sind]]dafür sorgen, dass der Stoffaustausch zwischen Darm-
innerem [Extrinische Barriere] und der jenseits der Epithelzellen fließenden Lymphe, Blut und Nerven [Intrinsische Barriere] geordnet
ablaufen kann. Ist dies nicht der Fall, ist eine Nahrungsunverträglichkeit unvermeidlich. Zur Blutseite setzen sich unter den Darmepithel-
zellen eine dünne Bindegewebs- [Lamina propria ] und darunter eine feine Muskelschicht [Lamina muscularis mucosae] fort, darunter
befinden sich Blutgefäße, Nervenfasern und -knötchen (10), Lympfgewebe und Lymphzellen. Vom Darminneren zum übrigen Körper
besteht also ein in mehreren Lagen geschichtetes feinstrukuriertes dynamisches Gewebe. Nach "außen", was das Darminnere
dastellt, besteht dieses wie gesagt aus
Schleim (2). Bisherige Lehrbücher schrieben ihm bereits einee mechanische Schutzfunktion

zu, als Abschirmung von Säuren oder zum "besseren Gleiten" des Speisebreis, als ein biochemisches oder mechanisches Substrat.

Durch die neue Mikrobenforschung entsteht jedoch eine ganz andere, viel lebendigere Bedeutung: Der
Schleim (2) wird als
wesentlicher Aspekt für denn
Mikrobiomerhalt
und als Existenzgrundlage für das gesunde Miteinander von Bakterien und
Körperzellen
entdeckt. Sein Fehlen ist für viele der mit einem geschwächten Mikrobiom zusammenhängenden
Erkrankungen ursächlich.

Schleim (2) besteht aus einer zähen durchsichtigen Masse mit einem strukturgebenden Molekül namens Muzin.
Es hat seinen Namen vom lateinischen mucus für "Schleim" und ist namensgebend für "Mucosa", die Fachbezeichnung
für Darmschleimhaut.
Muzin ist eine Verknüpfung von Zucker und Eiweiß, ein sogenanntes Glycoprotein, und zwar
dergestallt, dass eine lange Zuckerkette an dieses angeknüpft ist. Er kann sehr viele Wassermoleküle an sich binden,
so wie ein Häufchen Zucker, das in einem feuchten Raum liegt, Wasser anzieht. Dies sorgt für die ständige Feuchtigkeit
des Schleims. Produziert wirdd
Muzin in besonderen Drüsenzellen innerhalb der [Darm-] Epithelzellschicht, denn Becher-
zellen
, die sich in fast allen Schleimhäuten der Verdauungsorgane befinden, und in zunehmender Dichte zum Darmaus-
gang hin. Und was man nicht ahnte:
An der Schleimbildung ist ein neuentdecktes Mikrobenduo maßgeblich beteiligt:
Akkermansia muciniphila [2004 (1); Antoon Akkermans (1940-2006)] dessen Name übersetzt "Freundin des Muzins" heißt,
und Faecalibacterium prausnitzii [Otto Prausnitz (1876-1963)] ... Während sie Muzin verdaut, löst
Akkermansia Signale aus,
die in den Becherzellen der Schleimhaut Synthese und Abgabe von Muzin anregen. Sie sorgt dadurch für einen ständig
üppigen Nachfluss von Muzin aus den Drüsen in die Schleimschichta und somit für eine dauerhafte dichte und lückenlose
Deckung der Zelloberflächen mit Schleim ... Durch die Zersetzung des Muzins ... werden kleinere Moleküle frei, Oligo-
saccharide
und [Essig- u.] Propionsäure beispielsweise, und in seine Umgebung abgegeben. Dort wartett
Faecalibacterium
prausnitzii
nur darauf, mit ihnen gefüttert zu werden ... Faecalibacterium ist dasjenige Bakterium im Darm, das in bedeut-
ender Menge Buttersäure abgibt.
"Buttersäure" klingt nicht nur nahrhaft, sie ist es auch, sie ist nämlich der Hauptenergielieferant
für unsere Darmepithelzellen
... Allerdings nur bei einem funktionierenden Mikrobiom. Fehlt dieses, fehlt auch Buttersäure,
und das gesunde Miteinander in der Nährstoffversorgung ist gestört - sowohl für die Mikroben wie auch für die Menschenzelle.
Das Miteinander von Akkermansia und Faecalibacterium hat mann
"muconutritiven Regelkreis" genannt und bereits ein mikro-
biologisches Diagnoseverfahren dafür entwickelt, als Erstes im Jahre 2013 im Institut für Mikroökologie Herborn
[- www.mikrooek.de -]. Aus der Analyse der Bakteriendichte der Bakterienpartner und ihrem Verhältnis untereinander
lassen sich bei Darmbeschwerden der Zustand der Schleimhaut und das Risiko einer Darmerkrankung ablesen ...

Mikroorganismen sind also für die Aktivität der Muzinausscheidung und die Dicke unserer Schleimschicht im Darm
existentiell notwendig
. Sobald sie dort fehlen, bekommen wir ein gesundheitliches Problem. Neben Allergien und
Nahrungsunverträglichkeiten spielen die Muzin umsetzenden Bakterien, wie man inzwischen nachgewiesen hat,
bei chronischen entzündlichen Darmerkrankungen [CED], Übergewicht und bei Diabetes eine Rolle, und man hat
beii Alzheimer-Kranken keine Faekalibakterien im Darm mehr gefunden ..."

Aus. Anne Katharina Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung“
4. Bedrängnis im Bauch. Das Schleimhautmikroben-Duo. Seite101
-105. Knaur 2014 [Meine Ergänzungen]
(1) Muriel Derrien, Elaine E. Vaughan, Caroline M. Plugg, Willem M. de Vos (2004): "Akkermansia muciniphila gen. nov., sp. nov.,
a hunman intestinal mucin-degrading bacterium" Int. J. Syst. Evol. Microbiol. 54: 1469-76
"Akkermansia is a genus in the phylum Verrucomicrobia"
www.wageningenur.nl/en/show/Akkermansia-muciniphila-research.htm





"Der Schleim, der die Epithelzellen bedeckt, bildet eine konsistente, zweigeteilte Schicht aus innerem und äußerem Mukus
entlang der Innenflächen des Darms. Viele Bakterien haben Mechanismen entwickelt, mithilfe derer sie am Schleim haften.
Die schleimkolonisierende Flora kann vor pathogenen Erregern schützen, indem sie die Bindungsstellen besetzt. Ein wichtiger
Vertreter der Mikroflora ist
Akkermansia muciniphila. Das Bakterium baut das Muzin ab und produziert dabei Essigsäure,
Propionsäure und Oligosaccharide. Die Stoffe dienen als Nährsubstrat für das Bakteriumm
Faecalibacterium prausnitzii,
das daraus Buttersäure produziert - die Hauptenergiequelle des Darmepithels [sog.
mukonutritive Mikrobiota]."
Bild und Text aus: www.mikrooek.de/fuer-aerzte-und-therapeuten/unsere-diagnostik/unklare-abdominalbeschwerden/kyberkompaktpro/


"Man darf das bisherige Konzept "ein Krankheitsymptom - ein Medikament" nicht einfach auf Kleinstlebewesen übertragen.
Ein
Mikrobiomschock ist Ausdruck eines gestörten Miteinanders und nicht ein simples Fehlen oder Anderslaufen
von etwas. Es ist lebendig, und daher geht es darum, dieses
lebendige Miteinander von Mikroorganismen unter-
einander und mit allen Epithelzellen
wiederherzustellen ... Mikroorganismen überall auf der Erde leben immer in einer
vernetzten Gemeinschaft. Ist diese Gemeinschaft ge- oder zerstört, braucht die Heilung [mikrobielle Teams für] den
Wiederaufbau der [Mikrobiom-Darm-ENS-Gehirn-] Gemeinschaft ...

Wo bilden sich Mikrobenteams? Man findet sie immer dort, wo sie die Zeit hatten, in einem Substrat langsam
zusammenzuwachsen. Das ist natürlicherweise im Zusammenhang für die Ernährung der Fall,
1. wenn Bodenbakterien bei Pflanzen das Wurzelwachstum mitbewirkt haben und diese Bakterien mit Nahrungs-
pflanzen aufgenommen werden, 2. wenn Nahrungsmittel durch Mikroorganismen zu Lebensmitteln fermentiert werden
oder 3. wenn eine geeignete Mikrobenmischung in geeignetem Medium und auf geeignete Weise als eine Bakterien-
gemeinschft fermentiert wurde ... Nahrung aus Böden ... von denen man weiß, dass auch ihre Mikrobenflora bewusst
und harmonisch gepflegt wird. Das ist bei biologisch arbeitender Land- und Gartenwirtschaft der Fall ...

Für alle Probiotika ["Mikroben für das Leben"] gilt, dass sie überwiegend dann eine vielseitige Wiederbelebung
im Darm ermöglichen, wenn sie mit Bakteriennahrung kombiniert werden. Sich schlecht zu ernähren und
als Zugabe Probiotika zu schlucken hat keinen Sinn ... Ein in seinen gesunden Rhythmen,
seiner Zellgesundheit und mikrobieller Vielseitigkeit [Diversität] pulsierender Darm
ist unabdingbar für das gesamte Wohlbefinden ...

Bisher war man therapeutisch darauf aus, etwas im Körper durch gezielte Eingriffe zu verändern, und zwar
möglichst vollständig unter menschlicher Kontrolle. Das ist mit Probiotika nicht möglich. Setzt man ein
Mikrobenteam [Probiotikum, Symbionten] zur Heilung ein, tritt man als Mensch hinter die Mikroben zurück
und räumt ihnen das Können ein, die Gesundheit mittels Kommunikation aller Zellen eigenständig
wiederherzustellen ... Nicht wir Menschen müssen heilen, sondern es tun diejenigen Wesen,
die seit Milliarden von Jahren, lange bevor es uns gab, diesen Planeten gestaltet haben
und auch unser Leben auf der Erde erst ermöglichen ...

Bakterien sind der eigentliche Schlüssel zum Sein ..."

Aus: Dr. Anne Katharine Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse
aus der Mikrobiom-Forschung“ 10. Der Schlüssel zur Heilung. Bakterien können heilen
Seite 350. Probiotika Seite 352, 355f. Effektive Mikrobenteams Seite 360f
Knaur MensSana 2014 [Meine Ergänzungen]
ENS: Enterales-/Darm Nervensystem

Ferdinand Hoff: Fieber-Selbstheilungskraft >>>
Alfred Rockenschaub: Gebären ohne Aberglauben >>>
Gestörtes Darmmilieu - Reizdarm >>>

LINKS
Eine gesunde Darmflora Dr.Wolz BRD
AMT Arbeitskreis Mikrobiologische Therapie Herborn BRD
Mikroökologie Labor Dres. Hauss BRD
www.effectivemicro-organisms.co.uk/
www.mikrooek.de/
www.embl.de/

www.gehirnforschung.at/project/die-darm-gehirn-achse/
www.vbio.de/

www.slowfood-wien.at/
www.slowfood.com/

www.embio.it/
www.neurogastro.de/
www.esnm.eu/
www.motilitysociety.org/
www.gutmicrobiotawatch.org/
www.gutmicrobiotaforhealth.com/en/home/

http://hmpdacc.org/
www.human-microbiome.org/
www.intestinal-microbiota.de/



„Die Natur arbeitet ungemein langsam.
Aus diesem Grunde ist es auch unmöglich,
die sich in ihr abspielenden Vorgänge im
Wege des kurzen Laboratoriumsversuches
zu erfassen, weil auch die richtigen
Voraussetzungen fehlen“

Viktor Schauberger
(1885-1958)
Österreichischer Förster und Erfinder


EM's - Effektive Mikroorganismen

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Der japanische Professor für Landwirtschaftt Teruo Higa (geb.1941)
hat in 20-jähriger Forschung eine Mischung von Mikroorganismen entwickelt,
die sich in vielen Bereichen unseres Lebens als große Hilfe erweisen.

Diagramm - Wirkmechanismen der EM
Rahmen bitte anklicken



Information zu Effektive Mikroorganismen >>>

Links

Multikraft Logisch Oekologisch AUT
Arge - Effektive Mikroorganismen
MikroVeda Handelsgesellschaft mbH
Em-Effektive-Mikroorganismen
Käserei Plangger
EM Research Organization
EM Technology Network
Wikipedia - Teruo Higa

www.palaterra.eu/
www.sonnenerde.at/sonnenerde-terra-preta.81.htm
www.umwelt-lebensberatung.de
www.effectivemicro-organisms.co.uk/
www.emater.de