Die Vitamin-C-Hochdosis-Therapie
in Kombination mit anderen Vitalstoffen
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Modifizierter Vitalstoff-Cocktail
nach Dr. med. John Myers

(†1984, Maryland USA)

Intravenous Nutrient Therapy - The Myers’ Cocktail pdf >>>
Alan R. Gaby, MD - Thorne Research 2002




Vitamin C Kristalle

Aufnahme von kristallisiertem Vitamin C
im polarisierten Licht


Die physiologischen und biochemischen Vitamin C Funktionen pdf >>>
Mit freundlicher zur Verfügung-Stellung und Genehmigung,
PASCOE Österreich, mit e-mail 6.2.2017

Die Vitamin-C-Therapie ist untrennbar mit dem Namen des zweifachen Nobelpreisträgers Prof. Dr. Linus Pauling (1901-1994) verbunden.
Ihm ist es zu verdanken, dass Vitamin C seit den 60iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wieder viel Aufmerksamkeit erregt. Aus-
gehend von der Tatsache, dass wir Menschen die Fähigkeit zur Vitamin-C-Produktion verloren haben (Enzymdefekt der L-Gulonolakton-
oxidase), vertrat er die Auffassung, dass wir deshalb täglich ebenso viel Vitamin C zu uns nehmen sollten, wie andere Säugetiere selbst
aus Glukose in ihrer Leber produzieren [außer: Meerschweinchen, Primaten, einige Vögel u. Fische] – also Mengen im Gramm-Bereich.

Albert von Szent Györgyi Nagyrapolt
[16. September 1893 in Budapest; † 22. Oktober 1986 in Woods Hole, Massachusetts,
ungarischer Biochemiker und Nobelpreisträger (1937)] isolierte 1927 die Ascorbinsäure aus Pflanzen- und Gewebeextrakten.
In den folgenden Jahren untersuchte er die neu entdeckte Substanz während seinen Tätigkeiten an den Universitäten von Cambridge,
Rochester, und Szeged (Ungarn) und identifizierte sie 1932 als das bereits 1907 entdeckte, gegen Skorbut wirksame "Vitamin C".

Da die meisten Tiere Vitamin C selbst synthetisieren, stand lange kein geeignetes Versuchstier -Modell für die systematischen
Untersuchungen von Stoffen auf ihre Antiskorbut-Wirkung zur Verfügung, bis 1907, durch die beiden Norweger Axel Holst
(1860–1931, Prof. f. Hygiene u. Bakteriologie) und Theodor Frolich (1870-1947, FA f. Pädiatrie), auch bei Meer-
schweinchen
Skorbut - Symptome entdeckt wurden.

Pauling glaubte, dass Vitamin C vielen schweren Krankheiten
vorbeugen, ja diese sogar heilen könne.


In den siebziger Jahren (20.Jhd.) begann sich Pauling zusammen mit dem schottischen Chirurgen Ewan Cameron
(1922-1991, Vale of Leven Hospital, Loch Lomondside, Schottland) für die Möglichkeit zu interessieren, Krebs-
patienten mit hohen Dosen von Vitamin C zu behandeln.

Cameron hatte 1966 in seinem Buch "Hyaluronidase and Cancer" (Pergamon Press 1966) darauf hingewiesen,
dass durch eine Stärkung der Kollagensubstanz zwischen den Zellen (im Interstitium, ECM (ExtraCellularMatrix),
Zelle-Milieu System n. Alfred Pischinger) das Krebswachstum gebremst werden könne.
Siehe dazu LEISTUNGEN: Neuraltherapie & Zahn-Störfelder & FDOK/NICO, Silent Inflammation & MAPS >>>

"Bösartige" Krebszellen sondern eine Substanz (Enzym) ab, die "Hyaluronidase", die das Kollagen auflöst
und so die Invasion der Krebszellen in das Gewebe ermöglicht.

Für eine normale (qualitative) Kollagenbildung ist Vitamin C notwendig.

Bereits
1939 hatte der deutsche Mediziner Dr. med. Alfred Vogt herausgefunden, dass man Krebspatienten,
die bestrahlt wurden, bis zu 5 Gramm Vitamin C geben musste, bis Vitamin C im Urin nachgewiesen werden konnte.
("Über den Vitamin C-Verbrauch bei Turmorkranken und der Lymphogranulomatose" Strahlentherapie 65, 616-623, 1939)

Vitamin C, ein wasserlösliches Vitamin und Anti-Oxidans, kann im Körper nicht gespeichert werden.

Obwohl Linus
Pauling's Theorien von Anfang an von vielen Zweiflern abgelehnt wurden und immer
noch werden, gewann man in den letzten Jahrzehnten viele neue Erkenntnisse über den thera-
peutischen Nutzen und die therapeutische Anwendung von Vitamin C.

Seit Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts wird intensiv auf dem Gebiet der Vitamin-C-Therapie geforscht.

In den medizinischen Datenbanken, "PubMed" und "Medline", erschienen seit 1990 mehrere Tausend Arbeiten,
die sich schwerpunktmäßig mit Vitamin C beschäftigen. Die Erkenntnisse aus diesen Arbeiten trugen u.a. zur
Entwicklung der Vitamin C-Hochdosis-Therapie bei; mit welcher zunehmend mehr Ärzte in Österreich und
Deutschland bereits hervorragende therapeutische Erfahrungen sammeln.



Die Grundlage der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie bildet die Erkenntnis,
dass bei zahlreichen Erkrankungen der Vitamin-C-Bedarf weit höher ist,
als dem Organismus über den Magen-Darmtrakt zugeführt werden kann
.


Zudem ist häufig, krankheitsbedingt, die Vitamin C Aufnahme durch die Darmschleimhaut reduziert.
Oft können therapeutisch wirksame Vitamin-C-Spiegel nur dadurch erreicht werden, indem
Vitamin C direkt über die Blutbahn, also als intravenöse Injektion oder Infusion,
dem Körper zugeführt wird.

Wann ist der Vitamin C-Bedarf erhöht?
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Nach den Empfehlungen der "DACH", der Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen Ernährungsgesellschaften,
solle die tägliche Zufuhr von 100mg Vitamin C tgl. vollkommen ausreichen - ohne Absicherung durch Studien!

Erkrankungen und besondere Lebenssituationen
die den Bedarf an Vitamin C erhöhen:

Infektionskrankheiten
Chronisch entzündlichen Erkrankungen/
"Silent Inflammation"

(Arthritis, Allergien, atopische Dermatitis,
Urtikaria, Psoriasis, Arteriosklerose,
rezidivierende Infekte, Krebs-/
Tumorkrankheit usw.)

Traumata/Verletzungen/
Operationen

Allergien
Endotheliale Dysfunktion/Arteriosklerose
(Kardio-vaskuläre Erkrankungen)
Starke körperliche Beanspruchung
Ständige Stress-Situationen
Rauchen
Alkohol Abusus
Leistungssport
Schwangerschaft - Stillen - Kinderwachstum
Dialyse-Patienten
Belastungen der Leber
Fehl- o. Mangelernährung
Extrem-Diäten
Intestinale Malabsorption (Aufnahmestörung)
und Steatorrhoe (Fettstühle)
Einnahme bestimmter Medikamente
(Pille, Aspirin, Kortikoide, Tetrazykline, Barbiturate)


Empfehlung:

Achten Sie bei Ihrer Ernährung stets
auf eine gute Vitamin-C-Versorgung
Ihres Körpers!

"Vitamin C reduziert das oxidative Milieu des entzündeten Gewebes.

Entzündungsvorgänge bezeichne ich als eine besondere Form von GEWEBESTRESS,
der ganz unterschiedliche Ursachen haben kann, aber dennoch ein typisches Reaktions-
muster zeigt. Man muss jedoch unterscheiden:
1. die lokale Form der Entzündung (z.B.: bei einem Infekt)
2. die generelle, allgemeine Form (dauerhafter Entzündungsstress, z.B.: durch Übergewicht)
3. das Entzündungsphänomen, welches beide Formen miteinander verbindet und sich
in einer permanenten Erhöhung von Entzündungsmarkern im Serum manifestiert
(z.B.: eine chronische Entzündung im Zahnbereich)
GEWEBESTRESS bedeutet, dass der Körper zunächst oder in absehbarer Zeit nicht in der Lage ist,
ein normales Gleichgewicht zwischen Stoffwechsel, Strukturelementen, verschiedenen Rezeptoren
und Enzymen sowie von Transmittern und Mediatoren aufrecht zu erhalten, denn es überwiegen
pro-entzündlich degenerative Vorgänge im Vergleich zu gegen-regulatorischen antientzündlichen
regenerativen Prozessen."
Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck (b.1929, Arzt, Biochemiker, Immunbiologe, Radikalforscher)
Abteilung für Immunbiologie der Universität Köln. Interview über "Entzündungsprozesse und
ihre Bedeutung". Aus: Zeitschrift f. Orthomolekulare Medizin 2008; 6:14-16



"Heute besteht kein Zweifel, dass Inflammation [Entzündung] die Antwort
des Organismus auf jede Art von Stressoren ist.
Stressoren sind nicht nur Infektionserreger oder Verletzungen,
sondern auch
normale physiologische Abläufe
wie:
1.)
Nahrungsaufnahme ("metabolischer Stress"): Je höher der Energiegehalt und die
Energiedichte der Nahrung, desto ausgeprägter ist die Entzündungsreaktion
[Calabro 2007];
2.) Nahrungszusammensetzung: gesättigte/ ungesättigte Fette, Kohlenhydrate, Proteine;
3.) körperliche Arbeit und Sport ("physischer Stress");
4.) Umweltfaktoren: Schadstoffe, Schwermetalle, Medikamente ("chemischer Stress"),
Lärmbelastung, Reizüberflutung, übermäßiger Fernseh-/EDV Konsum ("sensorischer
Stress"), Schlafmangel
[Redwine 2000], schulische, berufliche Belastungen, hohe
Arbeitsintensität ("mentaler Stress");

5.) soziale Faktoren: soziale Vereinzelung, familiäre Schicksalsschläge, Partnerkonflikte,
beruflicher Konkurrenzdruck, mangelnde Anerkennung, Mobbing, Zukunftsängste,
Depressionen ("psychischer Stress").

All diese STRESSOREN aktivieren das körpereigene Stressbewältigungsprogramm,
bestehend aus hormonellen Komponenten (Stresshormonachse mit CRH, ACTH,
Cortisol), Anteilen des zentralen und autonomen Nervensystems (Katecholamine)
und dem immun-inflammatorischen Komplex ...


Allerdings wurde gezeigt, dass ansonsten gesunde Personen höchst unterschiedlich auf
Stress reagieren können
: Während im Normalfall die Entzündungsreaktion angemessen
und möglichst kurz ist, neigen Einzelne zu erheblich längeren und stärkeren Reaktionen,
wofür genetische Unterschiede verantwortlich gemacht werden.

Personen mit ausgeprägter, länger andauernder Entzündungsreaktion sind bei
anhaltendem Stress für die Entwicklung eines „Sickness-Syndroms“ prädestiniert, der
pathologischen Form der Stressadaptation, die durch Inappetenz, Temperaturanstieg,
Fatigue, Akut-Phase-Reaktionen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis zu
Ängsten und Depressionen geprägt ist. Während die physiologische Stressreaktion von
neuroendokrinen Anpassungsmechanismen geprägt ist (Stresshormonachse) und die
Entzündungsreaktion eher marginale Bedeutung hat, sind die proinflammatorischen
Zytokine, vor allem IL-1β [sowie TNF-alpha, IL-6], Hauptmotor der pathologischen
„Sickness“-Adaptation ...

Kurzfristige Entzündungsreaktionen in Stresssituationen als Teil des physiologischen
Bewältigungsprozesses haben in der Regel keine Langzeitfolgen ...

C
hronische Einwirkung entzündlicher Stressoren wird heute als das wesentliche
Geschehen bei den meisten chronischen Erkrankungen angesehen ...

Gesteigerte Entzündungsaktivität ist Motor der zellulären Veränderungen bei der
malignen Transformation
von Zellen, die erhöhte NFkB- Konzentration [Nuclear Faktor
Kappa B] und COX2-Aktivität korrelieren mit einer erhöhten Tumorinzidenz und
-progression. Diese progrediente inflammatorische Systemaktivität wird heute nach
Barry Sears [b.1947, PhD, Biochemiker, USA] oft als „silent inflammation
["Schwelbrand", "smouldering", "subclinical inflammation"] bezeichnet, da sie ohne
die für Entzündungen typischen Zeichen unterschwellig abläuft."...

Siehe dazu auch INFOS: Mikrobiologische Therapie - Mikrobiom >>>

Aus: Priv.-Doz. Dr. med. Wilfried P. Bieger (b.1943, Arzt, Klinischer Immunologe, Labormediziner),
Referent der Deutschen Gesellschaft für präventive Medizin - www.dgpm.eu - Artikel "Die Pathophysiologie
des Entzündungsprozesses": Aus:Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin 2008; 6:6-11
Siehe auch unter LEISTUNGEN: "Stress": Angewandte Allgemeinmedizin & Geriatrie >>>
"Silent inflammation": Neuraltherapie & Zahn-Störfelder & FDOK/NICO, Silent Inflammation & MAPS >>>
OM-Shop: "Freie Radikale": Orthomolekularmedizin >>>


Besprechen Sie bitte in diesen angeführten Fällen, aber besonders im Falle einer chronischen Entzündung
("Silent Inflammtion" siehe: www.inflammatio.de) oder einer Infektion, mit Ihrem Arzt die Möglichkeiten
einer parenteralen ("einer über die Vene zugeführte") Vitamin-C- und Polyvitamin-Hochdosistherapie,
um Ihren Körper "schnell" mit ausreichend antioxidativen Vitamin C und den anderen Vitalstoffen
(Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Bioflavonoide, Wasser) versorgen zu können.

Viele Symptome deuten heute auf ein
Vitamin-C-Defizit hin, das sich bei der Bevölkerung
als das Krankheitsbild eines
chronischen subklinischen Skorbut's,
mit folgenden Symptomen, darstellt:

verminderte Leistungsfähigkeit, Appetitlosigkeit, Erschöpfung,
Müdigkeit schon bei geringer Belastung


Blutungsbereitschaft: Zahnfleischbluten, Blutungen in die Haut
(Ekchymosen, Petechien), Nasenbluten


Parodontose (irreversible Zerstörung des Zahnhalteapparates)

Neigung zu grippalen Infekten (Erkältungskrankheiten), Fieber

schlechte Wundheilung: bei Verletzungen, Ulcus cruris
(Offener Fuß), Dekubitus (Druck-Liege-Brand)


verminderte Eisenresorption aus dem Dünndarm (Ileum)


Die Symptome eines manifesten Vitamin-C-Mangels werden als Skorbut bezeichnet.
Bei Säuglingen spricht man von Möller-Barlow-Krankheit (rachitischer Säuglingsskorbut).
[Sir Thomas Barlow (1845−1945, engl.Kinderarzt) und Julius Otto Ludwig Möller (1819-1887, dtsch.Chirurg)]

Die Ursache von Skorbut ist der absolute Mangel an Vitamin C, das heißt,
es werden weniger als 20 mg Vitamin C pro Tag mit der Nahrung zugeführt.

Es kommt jetzt zusätzlich zu schweren Vitamin C-Mangel-Beschwerden:

Leistungsfähigkeit und Arbeitskraft lassen erheblich nach.

Vorzeitige Gefäßverkalkung (Arteriosklerose):
Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt, Schlaganfall


Neigung zur Gelenksentzündungen (Arthritiden)

Knochenschwund (Osteoporose), Zunahme von Knochenbrüchen
(Frakturen) Muskelschwund und Muskelschmerzen

vorzeitige Senilität ("Vergreisung", leichte
kognitive Beeinträchtigung -> Demenz)


Die Vitamin C Hochdosis Infusionstherapie


Je nach Indikation wird mit einer Vitamin C Dosierung von 7,5g - 15g begonnen.

Sind noch höhere Vitamin C Dosen (>15mg) notwendig, wird im Verlauf der Behandlung
kontinuierlich bis zu diesen vorher angegebenen Dosen "ausschleichend" reduziert.

An den Infusionsfreien Tagen wird Vitamin C in Form von "hypoallergenen" Vitamin C Präparaten
(Thorne Ascorbic Acid 500mg Kps, Pure Encapsulation usw.) gemeinsam mit einem hypoallergenen
Basic Nutrient
(eine ausgewogene Mischung aus Polyvitaminen + chelatierten Mineralstoffen
und Spurenelementen)
oral zugeführt.

Näheres unter OM-Shop: Orthomolekularmedizin >>>


Was leistet Vitamin C in unserem Körper?
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Vitamin C ist in unserem Körper an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt.
Es ist unentbehrlich für die Abwehrstärkung und Immunstimulation, das Hormon- u. Nervensystem, die Regulation des Fettstoffwechsels, die Anregung des Entgiftungssystems, die Bildung und Funktionserhaltung von Knochen und Bindegewebe sowie die Beschleunigung der Wundheilung (Kollagensynthese)
.

Vitamin C ist darüber hinaus der wichtigste Radikalfänger im menschlichen Körper (wässrige Phase) und spielt eine entscheidende Rolle bei entzündlichen Erkrankungen und Strahlenbelastungen.

Freie Radikale sind aggressive und sehr reaktionsfreudige Substanzen [„wild gewordener Sauerstoff“: ROS = reaktive Sauerstoffspezies, RNS/NOS = Reaktive Stickstoffspezies], die durch körpereigene Stoffwechselprozesse entstehen oder im Organismus durch zugeführte chemische Substanzen bzw. Strahlen gebildet werden.

Unser Körper verfügt über ein ganzes Netz unterschiedlicher
Schutzsysteme = "Antioxidantien", die diese freien Radikale sofort wieder auffangen und vernichten. Dazu gehören körpereigene Verbindungen (SOD = Superoxiddismutase, KAT = Katalase, GSH = Glutathion Peroxidase Reduktase System) aber auch Stoffe, die mit der Nahrung zugeführt werden, wie die Vitamine A, C, Beta Carotin und E, Coenzym Q10 und Selen.

Unter bestimmten Bedingungen (Umwelt- und Strahlenbelastung, Rauchen, Entzündungen und Stress) ist die Bildung freier Radikale so stark erhöht, dass die normalen Konzentrationen der körpereigenen Schutzsysteme nicht ausreichen. Dann können freie Radikale (ROS, NOS) große Schäden anrichten. Sie schädigen z.B. Zellwände, das Erbgut und wichtige Eiweißverbindungen in der Zelle.

Bleibt das Übergewicht der Freien Radikale dauerhaft bestehen, spricht man von
oxidativen Stress.

Oxidativer Stress verursacht chronische Entzündungen pdf >>>
Mit freundlicher zur Verfügung-Stellung und Genehmigung,
PASCOE Österreich, e-mail vom 6.2.2017


Eine gesunde Ernährung reicht bei einem gesunden Menschen prinzipiell aus, um den normalen Vitamin C-Bedarf zu decken. Hierzu werden täglich Obst und Gemüse empfohlen.

Kranke haben u. U. einen deutlich erhöhten Bedarf, oder können manchmal die empfohlenen Mengen nicht essen, um die notwendige Versorgung über die Ernährung sicher zu stellen.

Dann kann der Therapeut den zusätzlichen Verzehr einer "Nahrungsergänzung" oder den Einsatz eines entsprechenden Arzneimittels anordnen.

Oxidativer Stress ist für viele Krankheiten und Beschwerden mitverantwortlich: nachlassende Gehirnfunktion im Alter, Störungen im Fett- und Zuckerstoffwechsel, Herz- und Kreislauferkrankungen, chronische Entzündungen, Allergien, Abwehrschwäche, einige Augenerkrankungen, Hautalterung und Faltenbildung.

Oxidativer Stress kann durch eine optimale Versorgung mit Radikalfängern reduziert und/oder vermieden werden.


Vitamin C ist der wichtigste Radikalfänger im wässrigen Milieu! Da unser Körper zu ca. 70% aus Wasser besteht, haben wir einen besonders hohen Bedarf an diesem wasserlöslichen Vitamin.

Ein besonders hoher Vitamin C - Verbrauch besteht während der Auseinandersetzung mit Krankheitserregern oder Entzündungen.
Das wird z.B. daran deutlich, dass bei Beginn einer Virusinfektion der Vitamin-C-Gehalt in den Immunzellen soweit absinken kann, dass dort häufig Werte erreicht werden, die denen bei Skorbut entsprechen. Ein solcher lokaler Mangel an Radikalfängern kann auf Dauer das gesamte Schutzsystem gegen freie Radikale beeinträchtigen. Deshalb werden Patienten bei langem Fortbestehen einer Entzündung oder Infektion gleichzeitig anfälliger für weitere Erkrankungen.

Vitamin C - Allgemeine Informationen
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Vitamin C

wird chemisch auch als Ascorbinsäure bezeichnet, weil es das Mittel gegen Skorbut ist (Ascorbin-Säure = Anti-skorbutische-Säure).
Als Skorbut bezeichnet man die Vitamin - C - Mangelkrankheit (siehe oben), die besonders unter Seefahrern im 15.-18. Jahrhundert sehr gefürchtet war.

wird von Pflanzen und den meisten Tieren selbst hergestellt.
Nur Meerschweinchen, einige Fisch- und Vogelarten sowie Affen (Primaten) und damit auch wir Menschen haben im Laufe der Evolution die Fähigkeit verloren, Vitamin C selbst herzustellen. Wir Menschen müssen Vitamin C mit der Nahrung aufnehmen!


wird von anderen Säugetieren in sehr großen Mengen selbst hergestellt.
Wenn man deren Vitamin - C-Produktionsmengen auf uns Menschen übertragen würde, müsste man davon ausgehen, dass wir in Ruhe täglich etwa 2 - 4g (2000-4000 mg/die) Vitamin C bilden würden. Unter Stressbedingungen (auch Krankheiten) würde unsere Vitamin - C- Bildung sogar bis auf 15g täglich anwachsen.


Zum Vergleich: Die DACH (deutsche, östereichische und schweizerische Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt eine tägliche Aufnahme von nur 100mg!

ist unterschiedlich stark in den einzelnen Organen des Körpers konzentriert.
Dabei spiegeln hohe Konzentrationen einen hohen Bedarf wieder. Die höchsten Konzentrationen sind zu finden in Gehirn, Immunzellen, Augenlinse, Leber und Nebenniere.


ist wasserlöslich.
Deshalb kann der Körper keine größeren Speichervorräte anlegen. Vitamin C muss regelmäßig zugeführt werden. Überschüssiges Vitamin C wird sofort wieder ausgeschieden. Deshalb ist die Gefahr einer Überdosierung viel geringer als z.B. bei fettlöslichen Vitaminen (A,D,E,K).


kann aus therapeutischen Gründen auch direkt in die Blutgefäße gespritzt bzw. infundiert werden.
Das wird dann nötig, wenn dem Körper wegen einer Erkrankung höhere Konzentrationen von Vitamin C zugeführt werden müssen, als er über den Verdauungstrakt aufnehmen kann.


ist sehr hitze-, licht-, sauerstoff- und chemikalienempfindlich.
Die höchsten Vitamin C Konzentrationen sind häufig in der Schale von Obst bzw. unmittelbar darunter zu finden. Daher sind unsere Nahrungsmittel nach längerer Lagerung und küchentechnischer Bearbeitung (Schälen, Zerkleinern) meist relativ arm an Vitamin C.

Cave:
Babynahrung-Pulver, Honig, Frisch gepresster Citronen- und Orangensaft usw. daher nicht sofort in den heißen Tee oder heißes Wasser (größer 40 Grad Celsius) geben. Wasser und Tee unbedingt vorher auf Trinktemperatur (kleiner 40 Grad Celsius) abkühlen!


ist besonders in Obst und Gemüse und weniger in Fleisch enthalten.


Geschichte des Vitamin C
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Vitamin C ist sowohl historisch als auch therapeutisch gesehen eines der interessantesten Vitamine.
Die Geschichte seiner Entdeckung reicht bis ins Mittelalter zurück. Damals konnten jedoch die Skorbut-Epidemien bei zahlreichen Expeditionen und kriegerischen Auseinandersetzungen noch nicht in Verbindung mit einem Vitamin-C-Mangel gebracht werden.

Im 15. Jahrhundert – zu Beginn der Kolonialzeit - dauerten die Überfahrten auf die fernen Kontinente oft Monate. Mangelnde Hygiene und schlechte Ernährung - meist Pökelfleisch und Zwieback - führten auf den Schiffen zu hohen Verlusten unter der Besatzung. Häufigste Todesursache war eine rätselhafte Krankheit:
Skorbut. Sie wurde damals auch als eine der „Geißeln der Menschheit“ bezeichnet und war Todesursache Nummer 1 unter den Seefahrern.

Die Symptome von Skorbut beschreibt Jaques Cartier
in seinem Logbuch um 1540 folgendermaßen: "... Einige verloren all ihre Kraft und konnten nicht mehr auf den Füßen stehen. Dann schwollen ihre Beine. Ihre Muskeln wurden schwarz wie Kohle. Andere hatten ihre Haut gefleckt mit blutigen Stellen von purpurner Farbe ... Ihre Münder wurden stinkend. Ihr Zahnfleisch wurde so faul, dass alles Fleisch bis zu den Wurzeln der Zähne abfiel und diese beinahe alle ausfielen ..."

In den folgenden Jahrzehnten erkannte man langsam, dass das Auftreten dieser Krankheit durch den Verzehr von Zitrusfrüchten und Frischgemüse verhindert werden konnte.

Doch erst nach 2 Jahrhunderten setzte sich diese Erkenntnis vollständig durch. 1747 empfahl der Schiffsarzt James Lind
(1716-1794) der englischen Admiralität, den Matrosen auf hoher See Orangen- oder Zitronensaft zu verabreichen. Mit seiner kontrollierten Studie "A Treatise of the Scurvey" erbrachte er 1753 in der medizinischen Geschichte erstmals, auf einer Schiffsreise, den Wirksamkeitsnachweis für die Gabe von Vitamin C bei Skorbut.

"Zu der Zeit von James Lind gab es 6 verschiedene Behandlungsmethoden von Skorbut: Obstwein, Schwefelsäure, Essig, Muskatnuss, Orangen und Zitronen. Lind suchte 12 Seeleute, die alle an denselben Skorbutsymptomen litten, und brachte sie unter gleichen Bedingungen (Unterkunft und Verpflegung) unter. Er teilte diese 12 Seeleute in 6 Gruppen ein. Jede dieser Zweiergruppen wurde nun je einer der 6 üblichen Behandlungsmethoden unterzogen. Die Behandlung mit Zitrusfrüchten zeigte mit Abstand die beste Wirkung. James Lind veröffentlichte seine Entdeckung, woraufhin Sorge getragen wurde, dass auf allen Schiffen Zitronensaft mit an Bord war. Als Folge ging die Zahl der Skorbuterkrankungen rasant zurück." Aus: Gunter Frank (b.1963, deutscher Arzt, Buchautor): „Schlechte Medizin: Ein Wutbuch“ Seite 48. KNAUS 5.Auflage 2012

Von dieser Empfehlung profitierte auch James Cook (1728-1779), dem es schließlich gelang, mit Hilfe von Sauerkraut und Zitronensaft seine Schiffe von Skorbut frei zu halten. 1776 wurde er dafür von der englischen Krone ausgezeichnet.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die britischen Schiffe mit Limonensaft ausgestattet. Das brachte den englischen Matrosen den Spitznamen
„Lime-Juicers“ (Limonensaft Drinker) ein. Der leicht abwertende Ausdruck „Limey“ für Engländer hat sich in Amerika bis heute erhalten.

Die exakte Austestung zahlreicher Lebensmittel auf ihre antiskorbutische Wirkung und der Nachweis eines kausalen Zusammenhanges mit einem Vitamin-C-Mangel erfolgten erst im 20. Jahrhundert.

1927 gelang es dem ungarischen Wissenschaftler Albert Szent-Györgyi
(1893-1986, 1937 Nobelpreis für Medizin) reines Vitamin C aus Pflanzen- und Gewebeextrakten zu isolieren.

1932 isolieren Charles Glenn King
(1896-1988) und William A. Waugh, beide waren Chemiker an der Universität von Pittsburgh/Pennsylvania, Vitamin C aus Zitronensaft.

1933
klärte Walter Norman Haworth (1883-1950, britischer Chemiker) die chemische Struktur von Vitamin C auf. Er erhielt 1937 den Nobelpreis für Chemie „für seine Forschungen über Kohlenhydrate und Vitamin C“. Er teilte sich diese Auszeichnung mit dem Schweizer Chemiker Paul Karrer (1889-1971), der ebenfalls über Vitamine gearbeitet hatte.

Bild:Ascorbinsaeure.png
Vitamin C - L-(+)-Ascorbinsäure, eine vinyloge Carbonsäure
(5R)-5-[(1S)-1,2-Dihydroxyethyl]- 3,4-dihydroxy-5-hydrofuran-2-on
Das Vinylogie-Prinzip ist ein Begriff aus der Organischen Chemie und bezeichnet das Phänomen, dass zwei Atomgruppen,
die miteinander in mesomerer (resonanter) Wechselwirkung stehen, dies auch weiter tun, wenn sie durch eine oder mehrere
miteinander konjugierte C=C-Doppelbindungen voneinander getrennt sind. Quelle: WIKI

"Sollte es zu einem Ungleichgewicht in unserem Körper gekommen und wir krank geworden sein,
schlucken wir vielleicht eine Vitamin-C-Tablette. Vitamin C ist Ascorbinsäure und ein Furanon
[Furanone dienen der Kommunikation verschiedener Arten von Bakterien; Autoinducer AI-2,
"Quorum sensing" = Bakterielle interzelluläre Signalkommunikation], und wer weiß, ob ihre
Wirkung nicht in Wahrheit der Kommunikation mit den Bakterien geschuldet ist ... Auch bei
gründlichem Kochen entstehen Aromastoffe, die Furanone sind ... Brisanterweise kommen
Furanone auch in anderen Bereichen unseres Lebens vor: Sie werden in Sprays zum Vergraulen
von Hunden und Katzen verwendet, als Wirkstoff in Insektenvertreibungsstreifen eingefügt oder
als Granulat ins Wasser gegeben, um Mückenlarven abzutöten. Es gibt sogar Tischdecken,
die insektenvertreibende Eigenschaften haben, indem sie mit Furanonen impägniert wurden.
Auch diese Furanone senden eine Botschaft an Bakterien aus."
Aus: Dr. Anne Katharine Zschocke: „Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit - Neueste Erkenntnisse
aus der Mikrobiom-Forschung“ 1. Die Entdeckung des Mirkobioms. Bakterien reagieren auf Reize
gemeinsam. Auszugsweise aus Seite 31-34. Knaur MensSana 2014
http://dr-zschocke.de, www.darmbakterien-buch.de [Meine Ergänzungen]

INFOS: Mikrobiologische Therapie - Reizdarm >>> MIKROBIOM

Die späteren Nobelpreisträger (1937) Albert von Szent-Györgyi (1893-1986, ungarischer Chemiker) und Walter Norman Haworth (1883-1950, britischer Chemiker, 1937 Nobelpreis für Chemie ) nennen Vitamin C "A(nti)-scorbinsäure", um damit auf den engen Zusammenhang des Vitamins mit Skorbut hinzuweisen.

1933 gelang dem Chemiker Tadeus Reichstein (1897-1996, polnischer Chemiker in der Schweiz) die Synthese von Ascorbinsäure auf der Grundlage von Traubenzucker. Seither wird Vitamin C, auf diesem Verfahren (Reichstein-Synthese) basierend, industriell hergestellt.

Links:

OM-Shop: Orthomolekularmedizin >>>

Regina Garloff: Vitamin C – Die Wahrheit über das wichtigste aller Vitamine pdf >>>
Das Vitamin C Buch: www.webmed.ch/PDF/PDF_Vitamin_C_Buch.pdf
Die Vitamin C Hochdosis-Infusionstherapie - Wissenschaftliche Belege - BASCOE Naturmedizin:
file:///C:/Users/ARZT/Downloads/Studie%20Pascoe%20Vitamin%20C%20Hochdosis.pdf
Beat Bächi: "Vitamin C für alle! Pharmazeutische Produktion, Vermarktung und Gesundheitspolitik (1933–1953)"
Dissertation ETH Zürich 2008: https://e-collection.library.ethz.ch/eserv.php?pid=eth:8243&dsID=eth-8243-01.pdf

www.pascoe.at/
Pascoe Naturmedizin
www.thorne-europe.com/DE/index.php
www.centrosan.com/
www.purecaps.net
www.deltastar.nl/
www.bionichepharmausa.com/products/ascorbic.asp?international