Wir müssen verstehen,
dass wir eins mit der Natur sind.


Es ist nicht so,
dass da verschiedene Teile
im Universum herumfliegen.


Das Wesentliche unserer Idee ist,
das wir eine Einheit sind.


Das eine entsteht aus dem anderen,
und das andere entsteht aus dem einen.


Tschuang Tse
„Herr Tschuang“, Zhuangzi, Dschuang Dsi
(ca. 365 - 290 v. Chr.)
Daoistischer Philosoph und Schriftsteller


Tschuang Tse hat wunderschöne Gleichnisse über alle möglichen Beobachtungen im normalen Leben geschrieben.

Die Geschichte über die Freude der Fische

Tschuang Tse geht mit seinem Schüler über eine Brücke, und unten ist ein kleiner Bach.
Da sehen sie, wie die Fische aus dem Bach herausspringen, dann wieder hineinspringen
und mit der Schwanzflosse wackeln.


Tschuang Tse sagt zu seinem Schüler:
„Sieh doch, wie sich die Fische freuen!“

Da sagt der Schüler:
„Aber du bist doch kein Fisch; du kannst doch nicht wissen,
ob sich die Fische freuen!“ –

„Ja aber, mein lieber Schüler, du bist doch nicht ich!
Du kannst daher nicht wissen, ob ich weiß,
ob sich die Fische freuen oder nicht.
Ich sage dir: Ich weiß,
dass sich die Fische freuen.“

Der Schüler fragt:
„Warum?“

„Weil ich mich freue, wenn ich sie sehe, wie sie da aus dem Wasser
heraus- und wieder hineinspringen. Die Freude der Fische ist
meine Freude; daher weiß ich, dass sich die Fische freuen.“

Die Idee ist, dass du siehst:
Das bin ja ich!. Ich bin ja die Fische!
Ich freue mich mit den Fischen, und meine Freude
ist die Freude der Fische.
Das Wichtigste ist, dass ich mich
in die Welt der Fische integriere und mich freue
.

Aus: Heinz von Foerster (1911-2002), Monika Bröcker (geb.1968):
„Teil der Welt – Fraktale einer Ethik – Ein Drama in drei Akten“
Carl Auer Systeme Verlag 2002, ISBN 3-89670-207-6


Fraktale = „Selbstähnliche Gebilde“ von Benoît B. Mandelbrot (1924 in Warschau, Polen;
† 14.10.2010 in Cambridge/Massachusetts/USA) Französischer Mathematiker polnischer Herkunft.